• Artikel vom 11.01.2010, 18:16 Uhr

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Japan Airlines will 15.600 Arbeitsplätze wegstreichen


  • Sanierungsplan ohne Investoren.
  • Kyocera-Gründer als neuer Manager?
  • Tokio/Paris. Bei der vor der Insolvenz stehenden Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) sollen 15.600 Arbeitsplätze (ein Drittel der Gesamtbelegschaft) abgebaut werden. Das verlange der staatlicher Sanierungsplan, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag.

JAL-Personalbüro: Künftig um ein Drittel leichter. Foto: epa

JAL-Personalbüro: Künftig um ein Drittel leichter. Foto: epa JAL-Personalbüro: Künftig um ein Drittel leichter. Foto: epa

Die Sanierung der größten Fluggesellschaft Asiens soll in einem Insolvenzverfahren mit Gläubigerschutz erfolgen. Laut "Wall Street Journal" haben die wichtigsten Gläubigerbanken ihren Widerstand gegen eine Sanierung weitgehend aufgegeben. Die staatliche Sanierungsgesellschaft Etic wird voraussichtlich bis 19. Jänner eine Entscheidung treffen.

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Investment-Angebote der US-Gesellschaften Delta und American Airlines wurden abgelehnt, weil sie laut Etic den Sanierungsprozess zu kompliziert machen würden.

Für die Dauer des Sanierungsprozesses soll der Gründer des Elektronikunternehmens Kyocera, Kazuo Inamori, nach dem Wunsch der Regierung das Management bei JAL übernehmen.

Ein Knackpunkt sind die enormen Pensionszahlungen an 9000 frühere Mitarbeiter, die JAL um 30 Prozent drücken will. JAL braucht dazu die Zustimmung von zwei Dritteln der früheren Mitarbeiter. Die Frist dafür läuft heute, Dienstag, aus und es sieht nicht danach aus, als erhielte die einstige Staats-Airline die Zustimmung der Pensionäre. Diese befürchten nämlich, dass sie angesichts der voraussichtlichen Insolvenz künftig noch weitere Kürzungen hinnehmen werden müssen.

Die Verbindlichkeiten der japanischen Fluglinie übersteigen ihr Vermögen um mehr als 6,45 Milliarden Euro. JAL kann sich zurzeit nur mit staatlichen Notkrediten in der Luft halten.

Air France fehlen in der Kassa 24 Millionen Euro

Der französischen Fluggesellschaft Air France sind nach einem Zeitungsbericht bis zu 24 Millionen Euro abhanden gekommen. Ein Teil des Geldes sei möglicherweise unterschlagen worden, berichtet die Zeitung "Le Figaro" am Montag.

Das Loch in der Kasse des Betriebsausschusses (CCE) von Air France sei zu 95 Prozent auf schlampige Kassenführung und zu fünf Prozent auf persönliche Bereicherung zurückzuführen, zitierte die Zeitung Kreise. Air France wollte zunächst keine Stellung zum Verschwinden der Millionen geben.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2010-01-11 18:16:19
Letzte Änderung am 2010-01-11 18:16:00

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