• Artikel vom 23.10.2009, 20:14 Uhr

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Update: 11.11.2009, 17:07 Uhr
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Fragen und Antworten zur Schweinegrippe-Impfung


Von WZ Online
  • Mit der Impfung gegen die Schweinegrippe sollen vor allem Risikopersonen erfasst werden.

Risikopersonen

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Zu den nun im Mittelpunkt stehenden Risikopersonen zählen Menschen mit chronischen Krankheiten des Stoffwechsels, des Atmungs- oder Herz-Kreislaufsystems, entsprechenden Leber- und Nierenbeschwerden oder Grunderkrankungen, welche die Immunität schwächen.

Auch Krebs oder Immunsystemschwäche wird genauso wie Diabetes oder Fettsucht als relevanter Faktor betrachtet.

Impfung für Kinder

Für Kinder mit solchen Beschwerden wird eine Impfung ab dem sechsten Lebensmonat empfohlen. Sind die betroffenen Mädchen oder Buben jünger, wird engen Familienangehörigen und Betreuern zur Immunisierung geraten.

Auch werdende Mütter und Frauen vor einer geplanten Schwangerschaft sollen sich schützen lassen.

Um welchen Impfstoff handelt es sich?

Die Vakzine heißt Celvapan. Sie wurde vom Pharmakonzern Baxter in Österreich entwickelt und ist seit 6. Oktober 2009 in der EU zugelassen.

Was ist in der Vakzine enthalten?

In dem Impfstoff sind pro Dosis 7,5 Mikrogramm an abgetöteten A(H1N1)-Viren enthalten, keine Verstärkersubstanzen (Adjuvanzien). Die Impfung soll bei den Immunisierten zu einer schützenden Abwehrreaktion gegen die Ansteckung mit den Viren im Rahmen der Influenza-Pandemie führen. Derzeit geht man von einem ausreichenden Schutz nach zwei Teilimpfungen im Abstand von drei Wochen aus.

Wie wird der Impfstoff hergestellt?

Baxter bedient sich bei der Produktion der Pandemie-Vakzine Zellkulturen in Fermentern in einem Werk in Bohumil in Tschechien. Die abgeschlossenen Fermenter enthalten sogenannte Vero-Zellen von Grünen Meerkatzen. Die Zellkulturen werden mit dem A(H1N1)-Virus infiziert. In den Zellen vermehrt sich das Virus. Es wird schließlich abgetötet und für die Vakzine verwendet.

Wird es genug Impfstoff geben?

Für alle Österreicher genug Impfstoff wird es erst im Laufe der Zeit geben. Das Virus vermehrt sich nämlich in den Zellkulturen nur schlecht. Deshalb steht zuwenig Impfstoff für die schnelle Durchimpfung aller Österreicher zur Verfügung. Aber die Produktion läuft ständig. Bis Ende November sollen 1,6 Mio. Dosen des Impfstoffes - also genug für 800.000 Personen - zur Verfügung stehen. Es kann laufend nachbestellt werden.

Wer soll sich impfen lassen?

Oberste Priorität haben derzeit die Angehörigen der Gesundheitsberufe. Dies aus zwei Gründen: Erstens müssen gerade Ärzte, Krankenpflegepersonal etc. bei einer Influenza-Pandemie-Welle dienstbereit sein und sollten nicht zu Hause im Bett liegen. Zweitens übertragen Infizierte die Krankheit - und das kann für die Patienten erst recht gefährlich werden.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2009-10-23 20:14:00
Letzte Änderung am 2009-11-11 17:07:00

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