• Artikel vom 13.06.2011, 17:54 Uhr

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Ein Klassiker wurde geboren


  • Grand Prix von Kanada als legendäres Ereignis.
  • Button gewinnt in letzter Runde.
  • Montreal. Spannend ist die Formel-1-WM noch immer nicht. Aber seit dem Grand Prix von Kanada am Sonntag hat sie in Jenson Button zumindest ein neues Siegergesicht in dieser Saison. Und einen neuen Rekord für das längste Rennen der Geschichte und ein weiteres spannendes Rennen, das zum Klassiker taugt.

Dauerregen, Unfälle, 124 Minuten Zwangspause und sechs Safety-Car-Phasen machten den Grand Prix schon vor der Entscheidung in der Schlussrunde legendär. Zwei Kilometer vor dem Ziel ermöglichte ein Fahrfehler von Sebastian Vettel Button seinen ersten Saisonsieg und die Krönung einer famosen Aufholjagd.

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"Das war mein schönster Sieg", jubelte der Brite, der sich weder durch insgesamt fünf Reifenwechsel noch durch eine Durchfahrtsstrafe auf dem Weg zum zehnten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere beirren ließ. Zwischenzeitlich lag Button gar auf dem letzten Platz, mit einer famosen Fahrt verhinderte er aber Vettels sechsten Sieg im siebenten Saisonrennen. Aufgrund einer mehr als zweistündigen Regenunterbrechung und mehreren Safety-Car-Phasen war das Rennen mit knapp vier Stunden und fünf Minuten das längste Formel-1-Rennen der Geschichte. "Es war das beste Rennen der Saison", urteilte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Die Spannung zurück in die WM zu bringen, vermochte aber auch dieses verrückte Rennen nicht, auch wenn Vettel sagt: "Es ist noch ein langer Weg."

Doch die Niederlage wäre vermeidbar gewesen. Zunächst verließen sich Vettel und sein Team zu sehr auf die Führung, anstatt den Vorsprung auszubauen. Dann streikte erneut das Bremsenergie-Rückgewinnungs-System. Und schließlich zeigte der 23-Jährige mit seinem Ausrutscher in der Schlussrunde erstmals in diesem Jahr eine Schwäche. So wird sich der Deutsche bei 60 Punkten Vorsprung in der WM heuer wohl nur noch selbst schlagen können. Nur ein kapitaler Einbruch kann Vettels zweiten Titel noch verhindern. Button war in diesem Jahr ebenso wenig konstant genug wie Mark Webber, der als WM-Dritter 67 Zähler Rückstand auf seinen deutschen Teamkollegen aufweist.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2011-06-13 17:54:28
Letzte Änderung am 2011-06-13 17:54:00


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