Das Unternehmen sprach am Mittwochabend bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen aber von einer "soliden operativen Entwicklung" und gibt sich sicher, noch einen Investor zu finden, um eine Zerschlagung bzw. einen Abverkauf der Industrieholding zu verhindern. Wie die "Wiener Zeitung" exklusiv berichtete, zählt die tschechisch-slowakische Penta-Investments-Gruppe zu Investoren in spe, die mittels Kapitalerhöhung bei der börsennotierten A-Tec einsteigen könnten. Jedenfalls führt Penta neben anderen eine vertiefte Unternehmensprüfung bei A-Tec durch. "Zumindest zwei Interessenten sind dran", sagt ein Firmeninsider.
Laut A-Tec-Chef Mirko Kovats sind mehrere europäische und asiatische Gruppen an einem Einstieg interessiert. Genau zwei Wochen bleiben ihm noch, einen Investor zu finden.
Aderlass im Vorstand der A-Tec-Tochter ATB
Indes ist es bei der A-Tec-Tochter ATB Austria Antriebstechnik AG bereits in der vergangenen Woche zu einem empfindlichen Aderlass im Vorstand gekommen, von dem die Banken erst am Dienstag dieser Woche informiert worden sein sollen. ATB-Finanzvorstand Ron Vorona ist nicht mehr an Bord. "Die vergangenen drei Jahre der ATB-Gruppe waren durch erfolgreiche Restrukturierungsmaßnahmen (. . .) geprägt. Diese Phase ist nun zu einem großen Teil abgeschlossen", teilt ATB-Vorstandschef Christian Schmidt den Banken mit. "Damit endete auch das Vorstandsmandat von Ron Vorona mit Ende vergangener Woche. Ebenso seine Tätigkeit bei der ATB-Tochter Schorch Elektrische Maschinen und Antriebe."
Voronas Agenden übernimmt ATB-Vorstand Franz Fehringer. Bei Schorch folgt ihm Harald Lutz, Geschäftsführer der ATB Motorentechnik, nach.