• vom 02.10.2007, 17:43 Uhr

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Burma: 4000 Mönche in Haft



  • Nächtliche Razzien in Rangun.
  • UN-Sondergesandte traf Staatschef.
  • Rangun. Mit voller Härte greift das Regime in Burma (Myanmar) gegen die Protestbewegung durch: Augenzeugen berichten von nächtlichen Razzien und Verhaftungen durch Militärs in Rangun. "Sie gehen von Wohnung zu Wohnung, durchwühlen diese und jagen den Menschen Angst ein. In der Stadt herrscht ein Klima des Terrors", sagte ein Burma-Experte aus Bangkok mit vielen Kontakten nach Rangun.

Zudem sollen bei der Niederschlagung der von buddhistischen Mönchen angeführten Proteste gegen die Junta vergangene Woche rund 4000 Geistliche festgenommen worden sein. Dies meldete die BBC unter Berufung auf Mitglieder einer vom Regime unterstützten Miliz. Die Milizionäre sagten, dass die Mönche nun in Hochschulen und auf Sportplätzen festgehalten werden. Ihrer Roben beraubt und gefesselt würden einige Geistliche die Nahrungsaufnahme verweigern. Der in Oslo ansässige Sender "Democratic Voice of Burma" verbreitete die Aufnahme einer im Fluss von Rangun treibenden Leiche eines Mönchs.

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Staatschef Than Shwe hat indes den UN-Sondergesandten, Ibrahim Gambari, empfangen, der beauftragt war, die Junta zu einem Dialog mit den prodemokratischen Kräften zu bewegen. Über den Inhalt des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt. Doch das Vorgehen des Regimes gegen seine Gegner deutet darauf hin, dass sich die Generäle von der Anwesenheit des UN-Beauftragten wenig beeindruckt zeigten.

Unmittelbar vor seiner Abreise traf Gambari noch ein zweites Mal mit der unter Hausarrest stehenden Anführerin der Demokratiebewegung, Aung San Suu Kyi, zusammen.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2007-10-02 17:43:04
Letzte Änderung am 2007-10-02 17:43:00


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