• vom 10.09.2012, 12:24 Uhr

Europa

Update: 10.09.2012, 14:33 Uhr
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Gräueltaten und Zerstörungen während Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg

Griechenland will Deutschland zur Kasse bitten



  • Reparationsforderungen: Arbeitsgruppe forscht in Archiven

Der ehemalige griechische Premier Giorgos Papandreou im Distomo-Museum. Im Zweiten Weltkrieg wurden 218 Dorfbewohner von den Nationalsozialisten ermordet. Nun überlegt Griechenland, Reparationszahlungen von Deutschland zu fordern.

Der ehemalige griechische Premier Giorgos Papandreou im Distomo-Museum. Im Zweiten Weltkrieg wurden 218 Dorfbewohner von den Nationalsozialisten ermordet. Nun überlegt Griechenland, Reparationszahlungen von Deutschland zu fordern.APAweb / EPA Der ehemalige griechische Premier Giorgos Papandreou im Distomo-Museum. Im Zweiten Weltkrieg wurden 218 Dorfbewohner von den Nationalsozialisten ermordet. Nun überlegt Griechenland, Reparationszahlungen von Deutschland zu fordern.APAweb / EPA

Athen. Griechenland sucht nach Wegen, Deutschland wegen Gräueltaten und Zerstörungen während der Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg zur Kasse zu bitten. Das Finanzministerium will in seinen Archiven nach Dokumenten suchen, die Reparationsforderungen begründen könnten. Die vom stellvertretenden Finanzminister Christos Staikouras eingerichtete Arbeitsgruppe solle bis zum Ende des Jahres ihre Ergebnisse vorlegen, teilte das Finanzministerium am Montag mit.

Die Koalitionsregierung unter dem konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras steht im Parlament unter Druck. Sowohl die linke als auch die rechte Opposition fordern Klärung des Themas der Reparationen. Deutschland wird von vielen Griechen für den Zwang zur Sparpolitik verantwortlich gemacht.

Das griechische Außenministerium hatte sich zuletzt im März zu diesem Thema geäußert. Damals hieß es, Athen sei von seinen Forderungen nie zurückgetreten. Die Forderungen müssten aber "zur richtigen Zeit und nach guter Vorbereitung" gestellt werden. Die deutsche Bundesregierung hat Reparationsforderungen mehrfach als bereits abgegolten zurückgewiesen.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-10 12:27:48
Letzte Änderung am 2012-09-10 14:33:41


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