• vom 24.02.2015, 15:24 Uhr

Europachronik

Update: 16.02.2017, 22:08 Uhr

Sicherheitsmerkmale

Zwanzig Euro




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Von WZ Online, APA

  • Euro-Bargeldumlauf stieg 2014 um 6,2 Prozent, damit sind mehr als eine Billion Euro im Umlauf.

Am 25. November diesen Jahres startet die Ausgabe der dritten Banknote der Europa-Serie.

Am 25. November diesen Jahres startet die Ausgabe der dritten Banknote der Europa-Serie.© OeNB Am 25. November diesen Jahres startet die Ausgabe der dritten Banknote der Europa-Serie.© OeNB

Wien. Der Bargeldumlauf in der Eurozone steigt nach wie vor. 2014 legte der Umlauf um weitere 6,2 Prozent zu. Damit habe die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit der Euro-Einführung mehr als eine Billion Euro im Umlauf, so Nationalbank-Direktor Stefan Augustin bei der heutigen Präsentation der neuen 20-Euro-Banknote in Wien. Insgesamt wurden 3,8 Mrd. Stück neue 20-Euro-Scheine gedruckt

"Das Bargeld ist tot - es lebe das Bargeld. Cash scheint nach wie vor \'King\' zu sein", so Augustin. Daraus erkenne man die Wichtigkeit dieses Zahlungsmittels.

Vervierfachter Bargeldumlauf

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Die neue 20-Euro-Banknote zeigt weiterhin das bekannte Design "Zeitalter und Stile". Die Optik wurde, wie schon bei der 5- und 10-Euro-Banknote, modernisiert. Neben den bereits bekannten neuen Sicherheitsmerkmalen
wie Porträt-Wasserzeichen und Smaragdzahl enthält der Zwanziger ein besonders innovatives Sicherheitsmerkmal: das Porträt-Fenster. Hält man die Banknote gegen das Licht, erkennt man im oberen Teil des
Hologrammstreifens ein durchsichtiges Fenster. In diesem findet sich – wie auch im Wasserzeichen – die Namensgeberin der neuen Banknoten-Serie wieder: die mythologische Gestalt Europa.

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Seit der Euro-Einführung im Jahr 2002 hat sich der Euro-Bargeldumlauf vervierfacht. Genau genommen waren es im Vorjahr 1.041,5 Mrd. Euro, die als Bargeld im Umlauf waren. Davon entfielen 25 Mrd. Euro auf Münzen und die restlichen 1.016,5 Mrd. Euro auf Banknoten.

Österreich ist mit einem Anteil von 4,78 Prozent am Zahlungsverkehr im Euroraum ein ausgesprochenes Bargeldland. Gleichzeitig gibt es vergleichsweise wenige Euro-Fälschungen. Der Anteil Österreichs an den gesamten Euro-Fälschungen ging von 1,22 auf nur noch 1,01 Prozent zurück. Zum Vergleich: am Euroland-BIP hat Österreich einen Anteil von 3,27 Prozent.

Geschätzte 25 Prozent des Umlauf findet im Euro-Ausland statt. Die Ver- und Entsorgung dieser Beträge laufe sehr stark über Wien und die OeNB, so Augustin.

Die Gründe für den hohen Bargeldumlauf liegen für den Notenbanker darin, dass sich das Zahlungsverhalten nur sehr langsam verändert. "40 Prozent der Bevölkerung zahlen noch genau so wie in früheren Jahren", meinte Augustin. Bei Jüngeren und besser Ausgebildeten sehe man aber eine Tendenz zur Karte und zu neuen Zahlungsmitteln wie Near Field Communication (NFC). Diese Zahlungsform habe sich zwar schon etabliert, aber noch auf einem geringen Niveau. 30.000 Zahlungen pro Tag werden mit NFC abgewickelt, mehrere Millionen nach wie vor bar.

3,8 Mrd. neue 20-Euro Scheine

Von den 3,8 Mrd. gedruckten neuen 20-Euro-Scheinen ist ein ganz wesentlicher Teil von der Nationalbank-Notenbankdruckerei gedruckt worden. "Wir produzieren auch einen Teil für die Slowakei und Slowenien", sagte OeNB-Direktor Kurt Pribil.

Im Gegensatz zu den bereits ausgegebenen neuen 5- und 10-Euro-Scheinen fehle bei den neuen 20-Euro-Scheinen die Lackschicht, weil dieser weniger stark strapaziert werde. Neu entwickelt und aufwendig produziert worden sei dagegen das "Fenster-Porträt". In einem am oberen rechten Rand des Scheines eingesetzten durchsichtigen Hologramm erscheint ein Porträt der "Europa".

Neues Design

In den verbleibenden neun Monaten bis zur physischen Ausgabe der neuen Banknoten am 25. November gehe es darum, die Bevölkerung darüber zu informieren und in Dialog mit den Geräteherstellern zu treten, so Pribil. Ab heute könnte sie Banknoten zum Testen von der Nationalbank leihen. Interessierte könnten auch ins Testzentrum der Nationalbank kommen. Jene, die Prüfgeräte verwenden, sollten rechtzeitig die Hersteller kontaktieren.

Apropos neues Design: Laut einem Zeitungsbericht gibt es irgendwo in Griechenland einen Künstler namens "Stefanos", dessen Werk darin besteht, mit schwarzer Tinte kleine Figuren auf Euro-Scheine zu malen, und diese wieder in Umlauf zu bringen. "Euro banknote bombing" nennt er diese Aktion, die Ironie, Kunst und Propaganda zugleich sein soll.


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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-02-24 15:25:51
Letzte ─nderung am 2017-02-16 22:08:30



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