• vom 29.10.2017, 08:58 Uhr

Europachronik

Update: 29.10.2017, 10:15 Uhr

Sturm

Ausnahmezustand in Berlin, Sturmflut in Hamburg




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Von WZ Online, APA

  • Deutsche Bahn stellte Zugverkehr großflächig ein, derzeit fahren in Nord- und Mitteldeutschland keine Züge mehr.

Feuerwehrleute räumen in Hamburg-Winterhude einen auf ein parkendes Auto gestürzten Baum beiseite.

Feuerwehrleute räumen in Hamburg-Winterhude einen auf ein parkendes Auto gestürzten Baum beiseite.© APAweb/dpa, Daniel Bockwoldt Feuerwehrleute räumen in Hamburg-Winterhude einen auf ein parkendes Auto gestürzten Baum beiseite.© APAweb/dpa, Daniel Bockwoldt

Berlin. Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland ist ein Sturmtief hinweggebraust und hat zahlreiche Schäden angerichtet. Allein die Feuerwehr in Berlin wurde Sonntagfrüh binnen drei Stunden zu 100 Einsätzen gerufen. Sie rief den Ausnahmezustand aus und mobilisierte alle Freiwilligen Feuerwehren der Hauptstadt.

Die Deutsche Bahn stoppte großflächig ihre Züge. In sieben Bundesländern rollten bis auf Ausnahmen keine Züge mehr. Die Bahn erklärte, wegen des Sturms fahren derzeit keine Züge mehr in Nord- und Mitteldeutschland. Betroffen seien praktisch alle Strecken in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Züge aus anderen Regionen in diese Gebiete endeten vorzeitig. In Hamburg fuhr die S-Bahn noch eingeschränkt.

Übernachtungszüge 

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In Dortmund, Bielefeld und Hamm stellte die Bahn nach Angaben eines Sprechers sogenannte Übernachtungszüge zur Verfügung. Fahrgäste, deren Züge nicht mehr nach Norddeutschland weiterfuhren, könnten sich dort auch tagsüber aufhalten. Auch regionale Bahngesellschaften ließen ihre Züge in Norddeutschland stehen. Ersatzverkehr mit Bussen gab es wegen der Sturmgefahr meist nicht.

Die Leitstellen in Schleswig-Holstein berichteten in der Nacht auf Sonntag von umgekippten Bäumen, eingestürzten Baugerüsten und weggeflogenen Trampolinen. Im nordfriesischen Oldenswort fiel eine historische Mühle dem Sturm zum Opfer.

Hamburgs Fischmarkt gesperrt

Am Hamburger Hafen trat die Elbe übers Ufer. Nahe der Elbphilharmonie drohte eine Tiefgarage vollzulaufen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Offenbar hätten die Flutschutztore der Garage nicht gut funktioniert. Die Elbchaussee entlang des Hamburger Hafens wurde einem Polizeisprecher zufolge überspült. Sie wurde teilweise gesperrt. Auch der Hamburger Fischmarkt wurde gesperrt.

Der Pegelhöchststand in Hamburg von 2,5 Metern über dem mittleren Hochwasser sollte um etwa 10.00 Uhr erreicht werden. Die Hamburger Feuerwehr rückte in der Früh 170 Mal aus. Bei den Einsätzen handle es sich im Wesentlichen um Bäume und Äste auf Straßen, aber auch auf Autos und Häusern.

An der Nordsee und im höheren Bergland müsse gar mit Orkanböen gerechnet werden, warnten die Meteorologen am Samstag. So werden an der Nordsee Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern in der Stunde erwartet. Auch für viele Teile der Ostseeküste gab es eine Sturmwarnung. Im Westen und Südwesten hingegen ist die Sturmgefahr geringer.





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Dokument erstellt am 2017-10-29 08:58:55
Letzte Änderung am 2017-10-29 10:15:38



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