(apa/ja) Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich hat beim EU-Agrarrat in Brüssel auf kürzere Tiertransporte durch Europa gedrängt. Wie erwartet brachte Österreich gemeinsam mit den Niederlanden eine entsprechende Initiative ein.
Der Tierschutz ist eines der Themen des heutigen Agrarrates. Berlakovich erklärte im Gespräch mit Journalisten, dass neben Dänemark und Belgien auch Großbritannien seine Unterstützung signalisiert habe. Zu den größten Gegnern gehören Spanien und Italien. Derzeit bestehen bei Schlachtvieh für jede Tierart andere Regelungen. Kälber und Lämmer müssten bis zu neun Stunden beim Transport ausharren, Schweine bei ständiger Wasserversorgung bis zu 24 Stunden, Rinder bis zu 14 Stunden.
In Österreich gelten einheitlich acht Stunden. Diese Zeitspanne wurde am 15. März 2012 auch von der Mehrheit der EU-Parlamentsabgeordneten unterschrieben.
Berlakovich sagte, eine Fortentwicklung des Tierschutzes sei notwendig und "keine Verwässerung". Es müsste auch die innere Höhe bei Transportfahrzeugen klarer formuliert werden. "Mehr Platz bedeutet weniger Tierleid, weniger Fahrten sind positiv für Umwelt-und Klimaschutz."
Fortschritte konnten im Bereich der europäischen Fischpopulation gemeldet werden. Die Kommission hat festgestellt, dass der Fischbestand im Nordatlantik aufgrund der Fangquoten gestiegen ist. Galten 2005 noch 32 Arten als überfischt - es wurden mehr Fische gefangen als geboren -, so gilt dies 2012 nur mehr für 18 Arten. Im Mittelmeer gibt es nur Daten für rund zwei Drittel der Bestände. Diese sind freilich zu 80 % überfischt. Die Kommission hofft, dass die wissenschaftliche Beobachtung bis 2015 die Basis aller Fangquoten bildet.
Themen des Treffens sind weiters die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und der Milchbereich.
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