• vom 29.10.2012, 18:24 Uhr

Europäische Union


Song Tao

Europa als Japans Vorbild bei Lehren aus der Geschichte?




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Helsinki. (sei) Fast zehnmal hat der stellvertretende Außenminister mit Zuständigkeit für Europa, Song Tao, Europa besucht. In Finnland bekräftigte der Vizeaußenminister gestern, Montag, die "strategische Partnerschaft" zwischen China und der Europäischen Union. Vor einem Think-Tank wies er darauf hin, dass China dem Internationalen Währungsfonds 43 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt, europäische Staatsanleihen angekauft und die Importe aus Europa erhöht hat. Der Handel zwischen China und EU hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf ein Volumen von 560 Milliarden Dollar vervierfacht. "China hat die europäische Integration stets unterstützt. Wir sind der Auffassung, dass ein vereintes, stabiles und prosperierendes Europa im Interesse der Welt und auch im Interesse Chinas liegt", sagte der Vizeaußenminister. Der Bedarf Chinas nach High-Tech-Produkten aus Europa würde weiter wachsen, was europäischen Unternehmen "neue Kooperationsmöglichkeiten bieten würde".

    Werbung

    Dauerbrenner Inselstreit
    Doch der Vizeaußenminister war auch nach Finnland gereist, um die Europäer im Inselstreit mit Japan von Pekings Position zu überzeugen. China besteht darauf, dass die Diaoyu-Inseln (in Japan werden sie Senkaku-Inseln genannt) Ende des 19. Jahrhunderts von Japan annektiert wurden und daher rechtmäßig zu China gehören. Japan solle von Europa lernen, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg gründlich mit den faschistischen Verbrechen auf dem europäischen Kontinent auseinandergesetzt habe. "In Japan verharren manche Politiker bis heute eigensinnig im alten Fehler, besuchen den Yasukuni-Schrein, wo Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs verehrt werden", sagte Song Tao in Finnland.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2012-10-29 18:29:02



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Mann ohne Partei mit guten Chancen
    2. Eine hervorragende Wahl
    3. Wahl als Weichenstellung für Europa
    4. Porträt: "Mozart aus dem Elysee-Palast"
    5. EU plant schärfere Abgaswerte ab 2021
    Meistkommentiert
    1. Wahlkommission erklärt Ja-Lager zum Sieger
    2. "Wir werden nicht unsere Seele verkaufen"
    3. Tschechien will EU-Quoten nicht erfüllen
    4. Im Versuchslabor des Front National
    5. EU droht Ungarn wegen Soros-Uni

    Werbung



    Die Europäische Union verstärkt ihre Unterstützung für Haiti


    Europäische Kommission - Pressemitteilung Brüssel, 21. April 2017 Kommissar Neven Mimica kündigt während eines offiziellen Besuchs in Haiti weitere Unterstützung der EU an Anlässlich seines ersten offiziellen Besuchs in Haiti seit dem Amtsantritt der neuen Regierung hat der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, ein neues Hilfepaket der...




    Erwerb der Staatsangehörigkeit in der EU-Die EU-Mitgliedstaaten erteilten 2015 weniger Personen die Staatsangehörigkeit-Marokkaner, Albaner und Türken weiterhin an der Spitze


    Europäische Kommission - EUROSTAT Brüssel, 21. April 2017 Im Jahr 2015 erwarben rund 840 000 Personen die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (EU), ein Rückgang gegenüber 890 000 im Jahr 2014 und 980 000 im Jahr 2013. Seit 2010 erwarben insgesamt über 5 Millionen Personen die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaats.




    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Mann ohne Partei mit guten Chancen
    2. Eine hervorragende Wahl
    3. Macron und die Renaissance der Mitte
    4. Porträt: "Mozart aus dem Elysee-Palast"
    Meistkommentiert
    1. Eine hervorragende Wahl
    2. Das Vorspiel zum totalen Krieg
    3. Bildungskarenz ist jung, weiblich und wienerisch
    4. StGB-Paket übernächste Woche im Ministerrat


    Werbung