• vom 25.06.2013, 18:29 Uhr

Europäische Union

Update: 14.10.2015, 13:39 Uhr

EU-Beitritt

Die Beitritts-Aspiranten der EU




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    (rs) Neben Kroatien, Serbien und der Türkei stehen noch sechs Staaten an der Tür der EU.

    Island: Die Insel, die seit Jahrzehnten eng mit der EU im gemeinsamen Wirtschaftsraum verbunden ist, hat sich erst im Jahr 2009 um einen Beitritt bemüht. Ein Teil der Verhandlungen wurde bereits erledigt, weil Island seit langem viele EU-Standards einhält. Die seit Mai 2013 amtierende konservativ-liberale Regierung will aber nun ein Referendum über die Mitgliedschaft abhalten. Bis dahin ruhen die Gespräche.


    Albanien: Das südosteuropäische Land soll Kandidat für einen künftigen Beitritt zur EU werden. Vorher muss Albanien aber Probleme wie organisierte Kriminalität, Korruption und mangelnde Rechtsstaatlichkeit angehen. Die am Wochenende geschlagene Parlamentswahl gilt als wichtiger Gradmesser für die Fortschritte bei den Demokratisierungsbemühungen.

    Mazedonien: Seit 2005 ist die ehemalige jugoslawische Republik Bewerberland, seit 2009 gibt es eine Empfehlung zum Beginn von Verhandlungen. Griechenland blockiert das wegen eines Namensstreits. Athen sieht im offiziellen Staatsnamen einen Anspruch auf seine gleichnamige Provinz.

    Montenegro: Das nur knapp 600.000 Einwohner zählende Land ist bereits Kandidat, die Beitrittsverhandlungen laufen seit Juni 2012. Montenegro hat in einigen Bereichen große Fortschritte gemacht, hat aber beispielsweise im Justizbereich noch einigen Nachholbedarf. Nach Meinung der EU müssen die organisierte Kriminalität und die hohe Korruption noch stärker bekämpft werden.

    Kosovo: Der früher zu Jugoslawien gehörenden Kosovo ist bisher nur ein "potenzielles Bewerberland". Fünf EU-Staaten erkennen die Unabhängigkeit Pristinas nicht an. Brüssel stellt Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen in Aussicht, wenn das Land gewisse Voraussetzungen erfüllt.

    Bosnien-Herzegowina: Auch ein potenzieller Anwärter. Im Land sind noch EU-Soldaten zur Verhinderung von Zusammenstößen der unterschiedlichen Volksgruppen eingesetzt. Die Kommission sieht erhebliche Mängel, deshalb wird es keine raschen Verhandlungen über einen EU-Beitritt geben.




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    EU-Beitritt, EU

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2013-06-25 18:32:06
    Letzte nderung am 2015-10-14 13:39:23



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