• vom 07.04.2015, 10:36 Uhr

Europäische Union

Update: 07.04.2015, 14:56 Uhr

Cannabis

Cannabis-Gesetze in Europa




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Von WZOnline, red.

  • Wie geht Europa mit dem Konsum von Marihuana um? Ein Überblick.



  • Belgien

In Belgien durften Volljährige 3 Gramm Cannabis oder eine Hanf-Pflanze für den eigenen Gebrauch besitzen. Diese Ausnahmeregelung galt seit dem Jahr 2003. Seit 10. Oktober 2014 sind jedoch Besitz und Konsum aller Drogen verboten und strafbar, für Minderjährige wie für Erwachsene.

  • Bulgarien

In Bulgarien wird Cannabis mit Heroin, Kokain, Amphetaminen und anderen harten Drogen gleichgestellt. Der Besitz und Konsum ist strafbar.

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  • Dänemark

Dänemark gehört zu den Ländern, die den Konsum von Cannabis tolerieren. Der Besitz von Cannabis ist dennoch illegal und kann grundsätzlich zu Geldstrafen oder bis zu 2 Jahren Haft führen.

  • Deutschland

In Deutschland verbietet das Gesetz den Anbau, Kauf und Verkauf von Cannabis, erlaubt aber den Konsum und Besitz einer geringen Menge für den eigenen Bedarf. Ausnahmen gibt es für medizinische Zwecke: Sowohl der Wirkstoff THC als auch Schmerzmittel auf Basis von Cannabis sind seit einiger Zeit zugelassen. Sie sind allerdings verschreibungspflichtig.

  • Frankreich

De facto wird der Konsum in Frankreich geduldet, ist aber umstritten. Seit 2001 konnten einige wenige Patienten von dem Medikament Marinol profitieren, das eine synthetische Form von THC enthält. Seit April 2013 gibt es den ersten "Cannabis Social Club" in der Region Vendée.

  • Griechenland

Besitz von Cannabis ist in jeder Form verboten. Beim Besitz von kleinen Mengen wird selten Anklage erhoben, für große Mengen werden Gefängnisstrafen verhängt. Ein Gesetz zur Entkriminalisierung wurde 2011 im Parlament abgelehnt.

  • Großbritannien

In Großbritannien werden ertappte Konsumenten nicht mehr verhaftet und müssen im Normalfall nur mit einer mündlichen Verwarnung rechnen. Dieses Gesetz trat am 29. Januar 2004 in Kraft.

  • Italien

Der Besitz von kleinen Mengen wird als Vergehen geahndet, wobei es zu zeitweisem Entzug von Führerschein und/oder Pass kommen kann. Der Besitz und der Verkauf großer Mengen von Canabis gelten als Delikte und werden mit Freiheitsstrafen geahndet. 2013 beschloss die italienische Regierung die Zulassung von medizinischem Cannabis, dessen Anbau strikt reguliert ist.

  • Niederlande

In den Niederlanden ist Cannabis weiterhin illegal, wird jedoch geduldet. Der Besitz geringer Mengen bis zu fünf Gramm bleibt straffrei und Cannabisprodukte dürfen unter bestimmten Bedingungen in sogenannten Coffeeshops verkauft werden. Diese Coffeeshops gibt es seit 1976. Der Verkauf und Konsum wird ganz offiziell geduldet (Voraussetzung: maximal fünf Gramm pro Tag und Person, keine Werbung, kein Zutritt für Minderjährige).

  • Norwegen

In Norwegen wird der Besitz von bis zu 15 Gramm Marihuana mit Geldbußen belegt. Der Besitz von mehr als 15 Gramm oder Handel wird mit Gefängnis bestraft.

  • Polen

Am 1. April 2011 hat das polnische Unterhaus ein neues Gesetz verabschiedet, das Staatsanwälten ermöglicht, Verfahren beim Besitz geringer Drogen einzustellen. Besitz von und Handel mit größeren Mengen von Cannabis ist jedoch illegal.

  • Russland

In Russland ist der Besitz von bis zu 6 Gramm erlaubt. Größere Mengen oder der Verkauf sind verboten. Bei Überschreitung droht eine Geld- oder Gefängnisstrafe.

  • Portugal und Spanien

Der Handel, Besitz und Missbrauch von Drogen bleibt verboten, doch wird seit 2001 bei kleinen Mengen von einer Strafverfolgung abgesehen. Es wird nur noch als Ordnungswidrigkeit geahndet. In Spanien gibt es zahlreiche "Cannabis Social Clubs", sie entstanden bereits vor über zehn Jahren.

  • Schweden

Im Grunde ist in Schweden jeglicher Besitz, Erwerb und sogar der Konsum jeglicher illegaler Substanzen verboten. Es gilt eine "Nulltoleranz-Politik".

  • Schweiz

In der Schweiz fällt Cannabis unter das Betäubungsmittelgesetz und ist illegal.

  • Slowenien

Der Besitz kleiner Mengen von Cannabis gilt als Ordnungswidrigkeit und wird meist nur mit einer Geldstrafe belegt. Der Handel wird dagegen hart bestraft.

  • Tschechien

In Tschechien wird seit dem 1. Januar 2010 der Besitz von bis zu 15 Gramm Marihuana nicht mehr strafrechtlich verfolgt, sondern nur mit Geldstrafen geahndet. Besitz und Anbau größerer Mengen bleiben strafbar, allerdings mit reduzierten Strafen. In Tschechien darf jeder bis zu fünf Cannabis-Pflanzen anbauen.

  • Ungarn

Am 1. Juli 2013 ist in Ungarn ein neues Strafrecht in Kraft getreten, indem die Zahl der als illegal eingestuften Drogen deutlich erhöht und die Strafen verschärft wurden. Cannabis gilt als illegal.




Schlagwörter

Cannabis, Europa, Gesetze

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2015-04-07 10:36:51
Letzte nderung am 2015-04-07 14:56:37



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