• vom 03.09.2015, 18:03 Uhr

Europäische Union

Update: 04.09.2015, 08:31 Uhr

EU

Ein Viertel der weltweiten Wertschöpfung




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Von WZ Online

  • USA und China waren auch 2014 die beiden wichtigsten Handelspartner der EU.

Bevölkerung und Produktivität in der EU. - © EuStat

Bevölkerung und Produktivität in der EU. © EuStat

Staatsverschuldung 2015

Staatsverschuldung 2015© EuStat Staatsverschuldung 2015© EuStat

(ja) Die Eurostat-Publikation The EU in the World vergleicht die Europäische Union mit den 15 G20-Staaten, die nicht Mitglied der EU sind. Behandelt werden die Bereiche Bevölkerung, Lebensbedingungen, Gesundheit, allgemeine und berufliche Bildung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Finanzen, Handel, Industrie und Dienstleistungen,Forschung und Kommunikation, Verkehr, Landwirtschaft, Umwelt und Energie.

Mit einem Anteil an der Weltbevölkerung von 7,1% erwirtschaftete die EU 2013 23,7% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Vereinigten Staaten (22,2%), China (12,1%) und Japan (6,5%) hatten ebenfalls einen bedeutenden Anteil am weltweiten BIP.

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Die Vereinigten Staaten und China waren auch 2014 die beiden wichtigsten Handelspartner der EU. Auf sie entfielen 15,3% bzw. 13,8% des gesamten Warenverkehrs der EU mit der übrigen Welt sowie 28,5% bzw. 4,1% des gesamten Dienstleistungsverkehrs der EU mit der übrigen Welt.

In Bezug auf Forschung und Entwicklung war der Anteil Ausgaben im Vergleich zum BIP in Südkorea (4,04%), Japan (3,39%), den Vereinigten Staaten (2,79%) und Australien (2,39%) höher als in der EU (2,02%).

Im Bereich der öffentlichen Finanzen verzeichnete im Jahr 2013 von allen G20-Staaten Japan mit einem Wert von 243,2% den höchsten öffentlichen Schuldenstand im Verhältnis zum BIP und lag damit deutlich vor den Vereinigten Staaten (104,2%), Kanada (88,8%) und der EU (85,4%). Am niedrigsten war der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP dagegen in Saudi-Arabien (2,7%), Russland (13,9%), Indonesien (26,1%) und Australien (28,6%).

Bevölkerung

Mit 506 Mio. Einwohnern entfielen im Jahr 2013 knapp über 7% der Weltbevölkerungvon 7,1 Mrd. Einwohner) auf die EU. Lediglich China (1 357 Mio. Einwohner bzw. 19,1% der Weltbevölkerung) und Indien (1 252 Mio. bzw. 17,6%) waren bevölkerungsreicher. Die Vereinigten Staaten (316 Mio. bzw. 4,4%), Indonesien (250 Mio. bzw. 3,5%) und Brasilien (200 Mio. bzw. 2,8%) hatten einen geringeren Anteil an der Weltbevölkerung hatten als die EU.

Bevölkerungsprognosen zufolge könnte die Weltbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten um fast 3 Mrd. Menschen von 7,1 Mrd. im Jahr 2013 auf knapp 10,0 Mrd. im Jahr 2060 steigen. Bis dahin dürfte Indien mit 1 644 Mio. Einwohnern bzw. 16,5% der Weltbevölkerung China (1 313 Mio. bzw. 13,2%) als das
bevölkerungsreichste Land der Welt abgelöst haben.

Bis 2060 wird ein Rückgang des Anteils der meisten G20-
Mitglieder an der Weltbevölkerung prognostiziert. Der Anteil der G20-Mitglieder insgesamt würde demnach im Jahr 2060 nur noch knapp über der Hälfte (52,3%) der Weltbevölkerung liegen, verglichen mit fast zwei Dritteln (64,3%) im Jahr 2013. Ebenfalls wird erwartet, dass der Anteil der EU an der Weltbevölkerung zukünftig abnehmen wird, und zwar von 7,1% im Jahr 2013 auf 5,3% im Jahr 2060.

Alte EU

Im Jahr 2012 lag die Lebenswartung bei Geburt in der EU bei 80 Jahren. Von den G20-Staaten, die nicht der EU angehören, verzeichneten Japan (84 Jahre), Australien (83 Jahre), Kanada (82 Jahre) sowie Südkorea (81 Jahre) die höchste Lebenserwartung, Südafrika (59 Jahre), Indien (66 Jahre), Russland (69 Jahre) und Indonesien (71 Jahre) wiesen hingegen die niedrigste Lebenserwartung auf.

Der Altenquotient, d. h. das Verhältnis der Anzahl älterer Menschen (65 Jahre und älter) zur Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (von 15 bis 64 Jahren), war 2013 in Japan (40,5%) bei weitem am höchsten, gefolgt von der EU (27,5%), Kanada (22,2%), Australien (21,5%) und den Vereinigten Staaten (21,0%).

Gebiet Bev. (in Mio.)  2013 % der Weltbev., 2013 Lebenser-wartung bei Geburt in Jahren 2012 Alten-quotient  2013 Prognose Bevölkerung 2060 % der Weltbev. 2060 Prognose des Alten-quotienten  2060
EU 506,0 7,1 80 27,5 523,5 5,3 50,2
Argentinien 41,4 0,6 76 16,9 52,0 0,5 36,9
Australien 23,1 0,3 83 21,5 36,1 0,4 39,5
Brasilien 200,4 2,8 74 11,0 228,4 2,3 44,3
Kanada 35,2 0,5 82 22,2 47,1 0,5 44,2
China 1 357,4 19,1 75 12,1 1 313,3 13,2 49,0
Indien 1 252,1 17,6 66 8,0 1 643,5 16,5 23,6
Indonesien 249,9 3,5 71 7,9 325,6 3,3 26,9
Japan 127,3 1,8 84 40,5 102,5 1,0 73,3
Mexiko 122,3 1,7 76 9,8 156,9 1,6 40,1
Russland 143,5 2,0 69 18,3 115,0 1,2 36,5
Saudi-Arabien 28,8 0,4 76 4,2 41,3 0,4 38,1
Südafrika 53,0 0,7 59 8,5 65,1 0,7 19,8
Südkorea 50,2 0,7 81 16,7 49,0 0,5 73,5
Türkei 74,9 1,1 75 11,0 95,3 1,0 41,2
Ver. Staaten 316,1 4,4 79 21,0 417,8 4,2 37,6
Welt 7 124,5 100,0 : 12,1 9 957,4 100,0 28,3

Bis 2060 dürfte der Altenquotient in jedem der G20-Mitgliedstaaten massiv ansteigen. Es wird erwartet, dass er in Südkorea (73,5%) und Japan (73,3%) bis dahin 70% übersteigt, so dass in diesen beiden Ländern auf zehn Personen im erwerbsfähigen Alter sieben ältere Menschen kämen. In der EU dürfte sich der Altenquotient beinahe verdoppeln, von 27,5% im Jahr 2013 auf 50,2% im Jahr 2060.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-09-03 18:05:49
Letzte nderung am 2015-09-04 08:31:35



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