• vom 06.10.2015, 12:53 Uhr

Europäische Union

Update: 07.10.2015, 12:48 Uhr

Flüchtlinge

EU-Militäreinsatz "Sophia" gegen Schleuser startet




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Von WZ Online, APA, red

  • Schiffe sollen funktionsuntüchtig gemacht werden, bevor sie zur Überfahrt von Flüchtlingen eingesetzt werden.

Ein Schiffswrack am Hafen von Sizilien. Der verstärkte Militäreinsatz "Sophia" will Schleppern das Handwerk legen. - © WZ / Eva Zelechowski

Ein Schiffswrack am Hafen von Sizilien. Der verstärkte Militäreinsatz "Sophia" will Schleppern das Handwerk legen. © WZ / Eva Zelechowski

Rom. Ende September hatte die EU grünes Licht für "Operation Sophia" gegeben. Es handelt sich dabei um ein verstärktes Vorgehen und eine Marinemission gegen Schleuser. Ziel sei es, "das Geschäftsmodell der Menschenschmuggel- und Menschenhandelsnetze im Mittelmeer unterbinden und verhindern, dass noch mehr Menschen auf See umkommen", heißt es auf der Homepage des Europäischen Rats.

Mission benannt nach Neugeborenem auf Schiff

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Die zuvor EUNAVFOR Med genannte Mission wird in "Sophia" umbenannt - nach einem Baby, das im August vor der Küste Libyens auf einem Schiff der Mission auf die Welt gekommen sei. Das Hauptquartier der Mission wurde in einem Militärflughafen in Rom eingerichtet. Start der "Operation Sophia" ist am Mittwoch.

Durch eine Ausweitung des Militäreinsatzes soll es den seit Juni im Mittelmeer stationierten EU-Schiffen ermöglicht werden, außerhalb der libyschen Küstengewässer fahrende Schiffe von Menschenschmugglerbanden zu stoppen und zu zerstören. Mutmaßliche Kriminelle müssten dann mit einer Festnahme rechnen.

Österreich nicht beteiligt

14 europäische Länder beteiligen sich an der einjährigen Mission. Sie liefern Personal, Schiffe oder Flugzeuge dafür. Die am Einsatz beteiligten Länder sind neben Italien Großbritannien, Deutschland, Slowenien, Griechenland, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Belgien, Finnland, Ungarn, Litauen, die Niederlanden und Schweden. Koordiniert wird der Einsatz vom italienischen Marineschiff "Cavour". Leiter der Mission ist der italienische Admiral Enrico Credendino.

Schon ab den nächsten Tagen sollen zu den Schiffen, die bereits seit Juni im Rahmen der ersten Phase der Mission im Einsatz sind, weitere dazu kommen. Sie werden von Frankreich, Spanien, Großbritannien, Belgien und Slowenien geliefert, verlautete es aus dem Hauptquartier der Mission in Rom. Neben Schiffen sollen auch Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen und U-Boote zum Einsatz kommen.

Schiffe für Schleuser funktionsuntüchtig machen

"Ziel der Mission ist es, Schiffe funktionsuntüchtig zu machen, bevor sie von den Schlepperbanden eingesetzt werden können. Die Produktionskapazität von Schiffen in Libyen ist beschränkt. Die Entschlossenheit, mit der Schlepper ihre Schiffe zurückzubekommen versuchen, bezeugt das. Ein Schiffverlust ist für sie ein schwerer Verlust", berichtete zuletzt der Admiral der italienischen Marine Giuseppe De Giorgis.




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Dokument erstellt am 2015-10-06 13:07:18
Letzte nderung am 2015-10-07 12:48:48



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