• vom 04.08.2017, 19:15 Uhr

Europäische Union


Russland

EU verschärft Russland-Sanktionen




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  • Gleichzeitig Kritik aus Deutschland an Maßnahmen der USA gegen Moskau.

Brüssel/Berlin/Washington. Es war ein etwas seltsames Schauspiel, das Europa am Freitag bot: Die EU verschärfte wieder einmal ihre Sanktionen gegen Russland, gleichzeitig übten maßgebliche europäische Politiker wie der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel Kritik an den USA, weil diese ihrerseits Sanktionen gegen Russland beschlossen hatten.

Sowohl die zusätzlichen Maßnahmen der EU als auch die der USA sollen Russland wegen dessen Vorgehen in der Ukraine-Krise bestrafen. Im Detail unterscheiden sie sich allerdings. Die neuen EU-Sanktionen gegen Moskau wurden wegen der Weiterleitung von Siemens-Gasturbinen auf die annektierte Halbinsel Krim verhängt. Sie zielen auf drei russische Unternehmen und drei russische Staatsbürger ab. Das Vermögen der Betroffenen werde eingefroren, sie würden zudem mit einem Einreiseverbot in die EU belegt. Das jüngste Sanktionspaket der USA sorgt in Europa für Verunsicherung, weil es unter anderem nicht nur russische Wirtschaftszweige ins Visier nimmt.


"Gegen EU-Interessen"
Betroffen sein könnten auch Unternehmen, die etwa an russischen Energieprojekten mitarbeiten. Ein Beispiel wäre die vom russischen Monopolisten Gazprom vorangetriebene Gaspipeline Nord Stream 2, in die mehrere westliche Konzerne investiert haben. "Die neue Rechtslage in den Vereinigten Staaten ist diametral entgegengesetzt gegen die Interessen Deutschlands und der Europäischen Union", sagte Gabriel und pochte darauf, dass Trump sich mit "den Freunden in Europa" abstimmen müsse.




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Russland, EU

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Dokument erstellt am 2017-08-04 17:48:04



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