• vom 15.09.2017, 22:25 Uhr

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Wort für Wort: EU-Agentur kopiert Monsanto-Bericht




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    Rom. Im Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (Efsa) teilweise die Argumentation des Herstellers Monsanto übernommen. Es gehe um rund 100 der 4300 Seiten des Schlussberichts der Efsa aus dem Jahr 2015, und zwar um die "umstrittensten Kapitel", berichteten am Freitag die italienische "La Stampa" und der britische "Guardian".

    Die Efsa mit Sitz im italienischen Parma hat sich für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ausgesprochen - dem will die EU-Kommission demnächst folgen. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hatte Mitte Juli angekündigt, es gebe keinen Grund, Glyphosat als krebserregend einzustufen. Dies sei auch die Auffassung der Europäischen Chemikalienagentur (Echa) und der Efsa. Die Zulassung des Mittels läuft Ende des Jahres aus.

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    "Die Kapitel im Efsa-Bericht über die bisher veröffentlichten Studien zur Wirkung von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit sind quasi Wort für Wort von einem Monsanto-Bericht aus dem Jahre 2012 übernommen", schrieb nun "La Stampa". Damals hatte der US-Chemiekonzern - mittlerweile im Besitz von Bayer - im Namen des Konsortiums "Glyphosate Task Force" den Bericht eingereicht. Der Gruppe gehören mehr als 20 Unternehmen an, die Glyphosat-Produkte in Europa verkaufen. Die Efsa habe nun versichert, dass ihr Bericht auf der objektiven Zusammenstellung aller wissenschaftlichen Studien über die Wirkung von Glyphosat basiere, hieß es in "La Stampa".

    Der Streit um das Unkrautvernichtungsmittel tobt seit Jahren. Eine Agentur der Weltgesundheitsorganisation WHO hatte im Frühjahr 2015 erklärt, Glyphosat sei "wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen". Den Herstellern zufolge handelte es sich dabei jedoch nur um "theoretische Überlegungen".




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    EU, Monsanto

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    Dokument erstellt am 2017-09-15 20:30:03



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