• vom 18.09.2017, 11:49 Uhr

Europäische Union

Update: 18.09.2017, 11:50 Uhr

Brexit

Britische Firmen verlangen Übergangslösung




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, Reuters

  • Mehr als 100 Unternehmen fordern mehr Rechtssicherheit. Theresa May steht vor den Brexit-Reden zwischen den Fronten.

Solange die Bedingungen des EU-Austritts nicht geklärt sind, sind Hunderttausende Jobs in Gefahr. - © APAweb / Reuters, Hannah McKay

Solange die Bedingungen des EU-Austritts nicht geklärt sind, sind Hunderttausende Jobs in Gefahr. © APAweb / Reuters, Hannah McKay

London. In der Debatte um den Ablauf des EU-Ausstiegs Großbritanniens verlangen mehr als 100 britische Unternehmen eine Übergangslösung. Für eine Zeit von drei Jahren müsse eine Regelung gefunden werden, um Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union (EU) zu schützen, erklärten die Konzerne in einem vom britischen Industrieverband CBI initiierten offenen Brief.

Jobs und Geschäftswachstum seien auf beiden Seiten bedroht, solange die Unternehmen sich auf eine Trennung von der EU ohne konkrete Vereinbarungen über die künftigen Beziehungen einstellen müssten. Die Unterzeichner, darunter der Telekomriese BT, beschäftigen in Großbritannien und der EU mehr als eine Million Menschen.

Ab April 2019 ist es vorbei

Das Schreiben hat besondere Brisanz, weil sich die Regierung von Premierministerin Theresa May erst unlängst um die Unterstützung der heimischen Wirtschaftswelt für ihren Brexit-Kurs bemüht hatte. Ein dafür geplanter offener Brief kam jedoch nicht zustande. Großbritannien zieht sich Ende März 2019 aus der Gemeinschaft zurück - unabhängig davon, ob es bis dahin Vereinbarungen über die künftigen Beziehungen gibt oder nicht. Die EU will erst über das Verhältnis zu den Briten nach dem Brexit verhandeln, wenn sie noch offene Fragen über den EU-Ausstieg selbst als ausreichend geklärt sieht.

Für Spekulationen sorgte in Großbritannien zudem ein Artikel von Außenminister Boris Johnson im "Daily Telegraph", in dem er seine Vorstellungen einer "glorreichen Zukunft" des Königreichs nach dem Brexit darlegte. Er wiederholte darin die schon in der EU-Austrittskampagne 2016 umstrittene These, dass die Briten pro Woche 350 Millionen Pfund (fast 400 Millionen Euro) sparten, wenn sie die EU verließen. Großbritannien werde zudem für den weiteren Zugang zum EU-Binnenmarkt nicht zahlen müssen. Kabinettskollegen von Johnson werteten dessen kompromisslose Standpunkte als Angriff auf May, die sich mit der EU einigen muss und in dieser Woche in zwei Reden Details ihrer Positionen darlegen will.





1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-09-18 11:42:47
Letzte nderung am 2017-09-18 11:50:07



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Verkehrsminister Hofer zieht Maut nach deutschem Vorbild in Betracht
  2. Merkels Kronprinzessin
  3. SPD startet Mitgliedervotum
  4. Davis erklärt in Wien den Brexit
  5. Keine Verschlechterung der Standards nach EU-Austritt
Meistkommentiert
  1. Welle an Kritik an Strache nach Kosovo-Sager
  2. Merkels Kronprinzessin
  3. Demontage führt zur Selbstbeschädigung
  4. Deniz Yücel auf freien Fuß gesetzt
  5. Gelassenheit bei Poroschenko trotz FPÖ

Werbung



Zugang zu sozialen Dienstleistungen - Nahezu vier von zehn Kindern in der EU erhalten formale Kinderbetreuung - Sieben von zehn Haushalten in der EU mit einem oder mehreren Kindern sind mit dem Zugang zu diesen Dienstleistungen zufrieden


Europäische Kommission - EUROSTAT Brüssel, 19. Februar 2018 Im Jahr 2016 erhielten in der Europäischen Union (EU) 39% der Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren formale Kinderbetreuung: Für 29% wurde der volle oder ein ermäßigter Preis bezahlt, 10% besuchten entsprechende Einrichtungen kostenlos.




Dezember 2017 gegenüber November 2017-Produktion im Baugewerbe im Euroraum um 0,1% gestiegen-Anstieg um 0,6% in der EU28


Europäische Kommission - EUROSTAT Brüssel, 19. Februar 2018 Im Dezember 2017 stieg die saisonbereinigte Produktion im Baugewerbe gegenüber November 2017 im Euroraum (ER19) um 0,1% und in der EU28um 0,6%, laut ersten Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union.





Werbung


Werbung