• vom 23.08.2012, 17:26 Uhr

Europastaaten

Update: 23.08.2012, 17:30 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Regierung arbeitet an Reform des Bankenwesens

Spanien spricht mit EU über Hilfe



  • Genauer Plan erst Mitte September erwartet

Ein Bild mit Symbolwerk: Sonnenuntergang hinter dem Europator in Madrid. - Luis García - Creatice Commons

Ein Bild mit Symbolwerk: Sonnenuntergang hinter dem Europator in Madrid. Luis García - Creatice Commons

Spanien verhandelt offenbar mit seinen Partnern in der Euro-Zone über Bedingungen für ein umfassendes Hilfsprogramm, das über die bereits vereinbarte Bankenstützung hinausgeht. Eine endgültige Entscheidung stehe noch aus, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Vor dem 12. September werde es dazu auch nicht kommen.

Die Verhandlungen würden sich voraussichtlich auf dem Euro-Finanzministertreffen am 14. und 15. September intensivieren. Spanien favorisiere, dass der Rettungsschirm EFSF bei Primärauktionen spanische Staatsanleihen aufkaufe, während die Europäische Zentralbank am Sekundärmarkt aktiv werde, um die Renditen zu drücken. Einer Person zufolge dauern die Gespräche seit Wochen an. Über den Umfang der Hilfen sei noch nicht diskutiert worden. Am 12. September wird das Urteil des Bundesverfassungsgerichts über den künftigen Rettungsfonds ESM erwartet.

Ein komplettes Rettungspaket verschlechtert nach Einschätzung der Ratingagentur S&P nicht die Kreditwürdigkeit Spaniens. Das Rating würde in diesem Fall nicht angetastet, teilten die Bonitätswächter am Mittwoch mit. Die Vorteile für Spanien dürften demnach sogar die Nachteile überwiegen und die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs der Steuer- und Wirtschaftsreformen steigern.

Mario Draghi, der Chef der Europäische Zentralbank (EZB) hat einen neuen Rettungseinsatz der EZB am Anleihemarkt in Aussicht gestellt, um den Zinsdruck für die großen Euro-Krisenländer zu lindern. Vor allem für Spanien, aber auch für Italien ist die Schuldenaufnahme an den Finanzmärkten enorm teuer geworden. Bisher lieferte Draghi noch nicht, doch bald soll ein Plan vorgestellt werden.

Spanien arbeitet derweil an einer Reform des Bankenwesens, um die Geldinstitute einer strengeren staatlichen Kontrolle unterziehen. Wie die Madrider Medien am Donnerstag berichteten, will Ministerpräsident Mariano Rajoy die Rolle der Zentralbank als Aufsichtsorgan stärken. Die Zentralbank soll demnach schneller als bisher bei Banken intervenieren können, die in Schwierigkeiten geraten. Damit soll eine Wiederholung eines Fiaskos wie im Fall der Grossbank Bankia verhindert werden. Für die Sanierung des viertgrössten Geldhauses des Landes muss der Staat über 24 Mrd. Euro aufbringen. Die Probleme von Bankia und anderen Geldhäusern zwangen Spanien dazu, die EU um eine Hilfe von bis zu 100 Mrd. Euro für seine Kreditinstitute zu bitten.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-23 17:27:38
Letzte Änderung am 2012-08-23 17:30:31


Beliebte Inhalte



Solidarität, Unverständnis, aber auch Furcht und Hass machen sich in London breit. - APAweb/REUTERS/Luke MacGregor
  • Islamistischer Tathintergrund: Polizei geht von "einsamen Wölfen" aus.
  • weiter

150 Jahre SPD Parteichef Gabriel wirbt aus diesem Anlass für eine "neue Agenda" für Deutschland. - dpa
  • Progressive Allianz als Alternative zu Sozialistischer Internationale gegründet.
  • weiter

Auf der Suche nach Hintergründen werden mehrere Wohnungen in London durchsucht. - APAweb / Reuters
  • Mutmaßliche Komplizen der Tatverdächtigen verhört.
  • weiter
  • 1
  • Update vor 22 Min.

  • Soll bald wieder aufgehoben werden.
  • weiter

Burschenschaftstreffen in Eisenach: Schon 2011 kam es wegen des "Rassenstreits" zum Eklat. - epa
  • Regierung in Berlin sieht dennoch keine verfassungsfeindliche Agitation.
  • weiter

Blumen geschockter Anrainer in der Nähe des Tatortes. Noch sind die Motive der Angreifer unklar. Sicher ist, dass sie schockieren und Angst verbreiten wollten. Da wir dies nicht unterstützen wollen, finden Sie hier keine bluttriefenden Bilder. (red/ja) - Foto: apaWeb / EPA - Arrizabalaga
  • Mutige Frau verwickelte Täter in ein Gespräch.
  • weiter

Die Medien seien durch ein neues Mediengesetz bedroht, während neue Justizgesetze, die unter anderen die Zwangspensionierung von rund 300 Richtern zur Folge hatten, die Unabhängigkeit der Justiz unterhöhlten. - APAweb/HERBERT PFARRHOFER
  • Menschenrechtsorganisation fordert scharfes EU-Vorgehen wegen umstrittener Verfassungsänderungen.
  • weiter

Blumenspende am Ort des Grauens. - APAweb / Reuters / Neil Hall
  • Soldat mit Fleischerbeil abgeschlachtet.
  • Experten sprechen von islamistischen Terrorakt.
  • weiter

In Buenos Aires Bischof der Armen : Seine Besuche in den Slums haben den Papst stark geprägt. - epa
  • Wurzel aller Kapitalismus-Kritik:
  • Pontifex erlebte Argentinien-Desaster 2001.
  • weiter

Durch Preisabsprachen könnte das Benzin für den Endverbraucher teurer geworden sein, vermuten die Kartellwächter der EU und führten Razzien bei den Konzernen BP, Shell und Statoil durch. - reuters
  • Marktverzerrung ist vergleichbar mit Milliarden-Skandal um Libor-Zinssatz.
  • weiter




Werbung




Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

23.05.2013: Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Werbung