• vom 27.09.2012, 10:42 Uhr

Europastaaten

Update: 27.09.2012, 19:19 Uhr
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Serbien will zunächst nationalen Konsens finden

Nikolic will noch nicht über Teilung des Kosovo sprechen



  • Serbiens Präsident trifft mit EU-Außenpolitikbeauftragten Ashton zusammen.

Serbiens Präsident Tomislav Nikolic will vorerst nicht über eine Teilung des Kosovo sprechen.

Serbiens Präsident Tomislav Nikolic will vorerst nicht über eine Teilung des Kosovo sprechen.APAweb / AP, Richard Drew Serbiens Präsident Tomislav Nikolic will vorerst nicht über eine Teilung des Kosovo sprechen.APAweb / AP, Richard Drew

Belgrad/New York. Der serbische Präsident Tomislav Nikolic hat sich von dem Vorschlag des serbischen Ministerpräsidenten Ivica Dacic für eine Teilung des Kosovo distanziert. Der Staatschef habe an Politiker appelliert, ihre persönlichen Ideen bzw. die Ideen ihrer Parteien wie jene zur Teilung des Kosovo nicht öffentlich zu machen, solange Belgrad keinen Konsens zum Kosovo erreicht habe, berichtete die staatliche Presseagentur Tanjug.

Premier Dacic hatte am Freitag erklärt, dass er die Teilung des Kosovo als einzige mögliche und realistische Lösung für die Kosovo-Frage sehe. Dieselbe Idee hatte Dacic bereits einmal im Vorjahr als Innenminister in der von der Demokratischen Partei geführten Regierung vorgetragen.

Nikolic trifft mit Ashton zusammen
Nikolic soll heute, Donnerstag, am Rande der UNO-Vollversammlung in New York mit der EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton zusammentreffen. Die Gespräche werden laut serbischen Medienberichten vorwiegend der Fortsetzung des Dialogs mit dem Kosovo gewidmet sein.

Der serbische Präsident, der sich am Dienstag vor der UNO für den Dialog beider Seiten auf höchster politischer Ebene ausgesprochen hatte, schloss am Mittwochabend gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS eine eventuelle Vereinbarung über gutnachbarliche Beziehungen mit Pristhina als Grundlage für den künftigen Dialog auf höchster Ebene aus. Ashton habe in ihm einen guten Gesprächspartner für ein besseres Leben im Kosovo, für den Frieden und die Sicherheit, für Investitionen, allerdings nicht auch dafür, dass Belgrad und Prishtina eines Tages gute Nachbarn würden, erklärte Nikolic.

Eine weitere Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Belgrad von Brüssel einen Termin für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen erhält. Serbien lehnt unterdessen eine Anerkennung seiner früheren Provinz weiterhin dezidiert ab.




Schlagwörter

Serbien, Kosovo

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-27 10:51:33
Letzte Änderung am 2012-09-27 19:19:23


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