• vom 04.10.2012, 18:26 Uhr

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Viele ausgestreckte Hände für Spanien



  • ESM-Versicherung für Spanien-Bonds würde rund 50 Milliarden pro Jahr kosten.

Kranj.(hes/reu) "Wir sind bereit, unser Anleihenprogramm zu starten", betonte Mario Draghi bei der externen Ratsitzung der Europäischen Zentralbank in Slowenien. Der Ball liege nun bei den Regierungen. Etwa jener in Madrid, die mit einem Hilfsantrag an den Euro-Rettungsschirm zögert. Erst dann könnte die EZB tätig werden. Der EZB-Chef lobte Spaniens Fortschritte bei der Budgetkonsolidierung, den Strukturreformen und im Bankensektor. Dennoch gebe es große Herausforderungen.Das bestätigte der Notenbankchef des Landes, Luis Maria Linde, am Donnerstag im Parlament: Er erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt 2013 mit 1,5 Prozent etwa dreimal so stark schrumpft wie von der Regierung angenommen. Deren Annahmen seien "ziemlich optimistisch".

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Auch die Steuereinnahmen und die Staatsverschuldung könnten schlechter ausfallen als erwartet. Dann droht eine Herabstufung der Bonität auf Ramschniveau. Die Eurozone diskutiert unterdessen noch, ob spanische Staatsanleihen mit Geld aus dem Euro-Rettungsschirm gegen Verlustrisiken versichert werden sollen, um sie für Investoren attraktiver zu machen. Das könnte Spanien auf dem Kapitalmarkt halten, würde den ESM aber nach Darstellung eines EU-Vertreters rund 50 Milliarden Euro pro Jahr kosten. Bis zu einer Entscheidung könne es noch einige Wochen dauern. Währungsfonds-Chefin Christine Lagarde bot Spanien verschiedene Hilfen an - von einer IWF-Rolle als Prüfer und Beobachter bis hin zur Finanzierung.

Am Freitag trifft Spaniens Premier Mariano Rajoy Frankreichs Präsident François Hollande und Italiens Regierungschef Mario Monti am Rande eines Mittelmeer-Gipfels auf Malta.



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Dokument erstellt am 2012-10-04 18:33:20


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