• vom 07.10.2012, 20:06 Uhr

Europastaaten

Update: 07.10.2012, 20:11 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Geschenke von den Unterstützern

Kritik und Glückwünsche für "Zar" Putin am 60. Geburtstag



  • Rückzugsforderungen von den Gegnern

An seinem runden Geburtstag hat der russische Präsident heftige Kritik von Opposition und Politologen einstecken müssen.

An seinem runden Geburtstag hat der russische Präsident heftige Kritik von Opposition und Politologen einstecken müssen.APAweb/Dmitry Lovetsky/AP/dapd An seinem runden Geburtstag hat der russische Präsident heftige Kritik von Opposition und Politologen einstecken müssen.APAweb/Dmitry Lovetsky/AP/dapd

Moskau/St. Petersburg. Kein lupenreiner Jubel für Wladimir Putin zum 60er: An seinem runden Geburtstag hat der russische Präsident heftige Kritik von Opposition und Politologen einstecken müssen. Angesichts von Sonderausstellungen und Galakonzerten für den Staatschef am Sonntag sprachen Regierungsgegner von einem "Personenkult wie in Nordkorea". Bei Protesten gegen Putin seien in Moskau und St. Petersburg mehrere Demonstranten festgenommen worden, meldete die Agentur Interfax.

  Der Politologe Gleb Pawlowski beklagte einen "tiefen Graben zwischen der Staatsführung und der Gesellschaft" seit Putins Rückkehr ins Präsidentenamt im Mai 2012. Von Regierungschef Dmitri Medwedew und Präsidenten von Ex-Sowjetrepubliken kamen dagegen Glückwünsche für den Staatschef, der in seiner Geburtsstadt St. Petersburg feierte.

  Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkelhob in einem Schreiben an Putin die besondere Bedeutung der bilateralen Beziehungen hervor. Beide Länder könnten zentrale internationale Probleme nur gemeinsam lösen.

  In der russischen Teilrepublik Nordossetien im Kaukasus hissten Bergsteiger ein riesiges Putin-Porträt auf einem 4.150 Meter hohen Gipfel. Medwedew schenkte dem Jubilar ein Buch des Künstlers Alexander Benois (1870-1960). Kulturminister Wladimir Medinski bezeichnete den Präsidenten als den demokratischsten Kremlchef seit Zar Nikolaus II. (1868-1918), der von Revolutionären gestürzt und später von den Bolschewiken getötet wurde. Dagegen schickte die Opposition dem "Dauerherrscher", der das offizielle russische Pensionsalter erreichte, eine Parkbank und Pantoffeln zum "Rückzug in den Ruhestand".

  Der Politologe Igor Jurgens forderte Putin rund sechs Monate nach dessen Rückkehr ins Präsidentenamt zur Modernisierung Russlands auf. "Falls er dies nicht tut, ist sein Scheitern programmiert", sagte Jurgens. Putin selbst kritisierte in einer Geburtstagssendung des Staatsfernsehens die Opposition, die "nichts könne außer schreien". Die Mehrheit der Russen stehe hinter ihm, betonte der Kremlchef. Putin war schon von 2000 bis 2008 Präsident. Danach amtierte er als Premier, weil er gemäß Verfassung nicht unmittelbar als Staatschef wiederkandidieren konnte.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-07 20:08:53
Letzte Änderung am 2012-10-07 20:11:36


Beliebte Inhalte



  • EU-Beitritt am 1. Juli trifft Kroatien in der Rezession - Geldgeber gesucht.
  • weiter

Erdogan lässt die Spuren der Proteste säubern. Parolen gegen den türkischen Ministerpräsidenten werden entfernt. - APAweb/Burhan Ozbilici
  • Regierungschef verurteilt "Verräter" und ihre "ausländischen Komplizen"
  • weiter

Nur im Qemal Stafa Stadium sind sich die Albaner einig, wie hier am 7. Juni beim Spiel gegen Norwegen. - APAWeb / Reuters - Celi
  • Wahlkampf mit Straßeneröffnungen und historischen Slogans
  • weiter

  • Der Außenminister des Kosovo war Gast am Europa-Forum in Göttweig.
  • weiter

Der staatliche Sender ERT ist "nicht verkäuflich", besagt ein Transparent auf dem Rundfunkgebäude in Athen - die Regierung sieht das möglicherweise anders. - APAweb / AP / Petros Giannakouris
  • Private Medienunternehmer könnten von Schließung profitieren.
  • weiter

Mit Wasserwerfern geht die Polizei in Ankara gegen Demonstranten vor. - APAweb / Reuters / Dado Ruvic
  • Wasserwerfer gegen Demonstranten in Ankara in Stellung gebracht.
  • weiter

Die Demonstranten setzen ihre Proteste gegen die türkische Regierung in Ankara und Istanbul fort. Die Polizei geht aber wieder gewaltsam vor. - APAweb / AP, Burhan Ozbilici
  • Lage in der Türkei spitzt sich zu
  • weiter

Gustl Mollath erhält ein neues Verfahren und die Chance auf einen fairen Prozess. - reuters
  • Causa bringt Bayerns Justiz und CSU-Ministerin Beate Merk in Bedrängnis.
  • weiter

Beim Finale des Herren-Tennis-Turniers in Paris versucht ein junger Mann, Aufmerksamkeit zu erregen. - APAweb / EPA, Caroline Blumberg In Frankreich tobt der Kampf gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. Eine rechte Gruppe, die sich Hommen nennt, versucht seit einigen Monaten...weiter

T-Shirts von Mustafa Kemal Atatürk werden beim Taksim-Platz in Istanbul verkauft. Die Proteste gehen weiter. - APAweb / Reuters, Stoyan Nenov
  • Auch in Ankara sind Kundgebungen geplant.
  • weiter




Werbung




Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung