• vom 07.10.2012, 20:15 Uhr

Europastaaten

Update: 07.10.2012, 20:19 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Großer Andrang in Srebrenica

Bosnien: Wahlbeteiligung höher als bei allgemeinen Wahlen 2010



  • Die rund 5.100 Wahllokale in Bosnien waren bis 19.00 Uhr geöffnet. Erste offizielle Ergebnisse wurden für die Nacht auf Montag erwartet.

Die rund 5.100 Wahllokale in Bosnien waren bis 19.00 Uhr geöffnet. Erste offizielle Ergebnisse wurden für die Nacht auf Montag erwartet. - APAweb/Amel Emric/AP/dapd

Die rund 5.100 Wahllokale in Bosnien waren bis 19.00 Uhr geöffnet. Erste offizielle Ergebnisse wurden für die Nacht auf Montag erwartet. APAweb/Amel Emric/AP/dapd

Sarajevo.  Die Beteiligung an den Kommunalwahlen in Bosnien-Herzegowina ist am Sonntag zunächst höher ausgefallen als zuvor erwartet. Bis 11.00 Uhr gaben laut der staatlichen Wahlkommission knapp 19 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, ein wesentlich höherer Wert als bei den allgemeinen Wahlen vor zwei Jahren. Damals belief sich die Wahlbeteiligung um dieselbe Zeit auf 13,48 Prozent, wie die Wahlkommission bei einer Pressekonferenz in Sarajevo mitteilte. Um 18.00 Uhr sollten die nächsten Zahlen zur Beteiligung bekanntgegeben werden.

  In der kleineren Entität, der Serbischen Republik (Republika Srpska), lag die Beteiligung bis 11.00 Uhr mit 19,68 Prozent um zwei Prozentpunkte höher als im größeren Landesteil, der Bosniakisch-Kroatischen Föderation. Dort nahmen 17,64 Prozent der Stimmberechtigten an dem Urnengang teil.

  In Srebrenica gaben dagegen nach offiziellen Angaben bis 11.00 Uhr nur 2,77 Prozent ihre Stimme ab. Die Wahlkommission sprach allerdings von "unvollständigen Angaben".

  Medien hatten zuvor über ein großes Gedränge vor Wahllokalen in der einstigen bosniakischen Enklave berichtet. Gegen Mittag wurde ein Wahllokal im Stadtzentrum Srebrenicas vorübergehend geschlossen. Der Leiter der städtischen Wahlkommission, Nermin Alivukovic, erläuterte dies mit dem Gedränge vor dem Wahllokal und Druck auf die Mitglieder der Wahlkommission. Dieser wurde demnach von Wählern verursacht, die in Wahllokalen entweder mit serbischen oder überhaupt ohne Personaldokumente erschienen waren. Die Kommission verweigerte den betreffenden Personen die Stimmabgabe. Alivukovic erklärte, sie seien angewiesen worden, sich von der Polizei eine Bestätigung über einen ständigen Wohnsitz in Srebrenica ausstellen zu lassen, um ungehindert am Urnengang teilnehmen zu können.

  Die rund 5.100 Wahllokale in Bosnien waren bis 19.00 Uhr geöffnet. Erste offizielle Ergebnisse wurden für die Nacht auf Montag erwartet.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-07 20:17:35
Letzte Änderung am 2012-10-07 20:19:48


Beliebte Inhalte



Bundeskanzler Faymann tauscht die Position mit Luxemburg: Österreich kann sich jetzt einen Bankdatenaustausch bis Jahresende vorstellen, Luxemburg stellt plötzlich Bedingungen. - APAweb / Andy Wenzel
  • Luxemburg knüpft Zustimmung an Verhandlungsergebnis mit Drittstaaten.
  • weiter
  • Update vor 23 Min.

Die Rezession rückt die Energiekosten vor ökologische Aspekte. - dpa
  • EU-Gipfel: Staats- und Regierungschefs befassen sich mit steigenden Energiepreisen und Steuerflucht.
  • weiter

Die Hände udn Taschen voller Geld, eine schöne Vorstellugn wenn das Gewicht den Wert nicht bei Weitem übertreffen würde. - APAweb/Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Karas regt Druck von 1- und 2-Euro-Scheinen an.
  • weiter

Premierminister David Cameron verlangt mehr Transparenz von den britischen Überseegebieten und Besitztümern der Krone. - epa
  • EU-Gipfel sagt Steuersündern Kampf an - Briten bringen "eigenes Haus in Ordnung".
  • weiter

Budapest übt Schadensbegrenzung nach der Kritik des deutschen Außenministers Guido Westerwelle am ungarischen Premier Viktor Orban. Orban hatte Deutschland wegen eines Nazi-Vergleichs erzürnt, was Westerwelle als "bedauerliche Entgleisung, die wir klar zurückweisen", bezeichnete. - APAweb/EPA/MIGUEL A. LOPES Budapest/Berlin. Budapest übt Schadensbegrenzung nach der Kritik des deutschen Außenministers Guido Westerwelle am ungarischen Premier Viktor Orban...weiter

Die Medien seien durch ein neues Mediengesetz bedroht, während neue Justizgesetze, die unter anderen die Zwangspensionierung von rund 300 Richtern zur Folge hatten, die Unabhängigkeit der Justiz unterhöhlten. - APAweb/HERBERT PFARRHOFER
  • Menschenrechtsorganisation fordert scharfes EU-Vorgehen wegen umstrittener Verfassungsänderungen.
  • weiter

Münzenmeer - APAweb/REUTERS/Leonhard Foeger
  • Herstellung der Münzen führte seit 2002 zu Verlust von 1,4 Mrd. Euro.
  • weiter

In Buenos Aires Bischof der Armen : Seine Besuche in den Slums haben den Papst stark geprägt. - epa
  • Wurzel aller Kapitalismus-Kritik:
  • Pontifex erlebte Argentinien-Desaster 2001.
  • weiter

Durch Preisabsprachen könnte das Benzin für den Endverbraucher teurer geworden sein, vermuten die Kartellwächter der EU und führten Razzien bei den Konzernen BP, Shell und Statoil durch. - reuters
  • Marktverzerrung ist vergleichbar mit Milliarden-Skandal um Libor-Zinssatz.
  • weiter

Viktor Orbán. - epa
  • Ungarischer Premier vergleicht Politik Berlins mit Hitlers Besetzung von 1944.
  • weiter




Werbung




Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Werbung