• vom 10.09.2014, 15:06 Uhr

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Update: 10.09.2014, 20:34 Uhr

Ukraine-Krise

Ukraine baut Mauer entlang der Russland-Grenze




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  • Poroschenko meldet Teilabzug russischer Soldaten.

Kiew/Brüssel. Die krisengeschüttelte Ukraine hat an der Grenze zu Russland mit dem Bau von Befestigungsanlagen begonnen. "Geplant sind zwei Verteidigungslinien", teilte am Mittwoch die Pressestelle der "Anti-Terror-Operation" in Kiew mit. In der ersten Phase sollen auf Anweisung von Präsident Petro Poroschenko knapp 1500 Kilometer Gräben ausgehoben werden.

Weiters werden mehr als 4000 Unterstände und 8000 Stellungen für Militärtechnik eingerichtet. Auf 60 Kilometer sollen zudem "unsprengbare Sperren" errichtet werden. Unabhängig von den Verteidigungslinien will Regierungschef Arseni Jazenjuk entlang der Grenze eine rund 2300 Kilometer lange Mauer bauen lassen.

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Zeichen der Entspannung
Dennoch sieht die ukrainische Staatsführung nach der vereinbarten Waffenruhe für den Osten des Landes Zeichen der Entspannung: Inzwischen seien "70 Prozent" der russischen Soldaten aus der Unruheregion abgezogen worden, teilte Poroschenko am Mittwoch mit. Poroschenko nannte die Zahl bei einer Kabinettssitzung, wie aus einer Erklärung hervorging. Er berief sich dabei auf Informationen des ukrainischen Geheimdiensts. "Das gibt uns die Gelegenheit für eine friedliche Lösung des Konflikts", sagte er.

Kiew und die pro-russischen Separatisten hatten eine Waffenruhe vereinbart, die am vergangenen Freitag in Kraft trat. Das Abkommen sieht unter anderem einen Gefangenenaustausch und eine "Entfernung aller illegalen bewaffneten Gruppen, aller schweren Waffen, Freischärler und Söldner von ukrainischem Territorium" vor.

Mehr als 2700 Menschen getötet, 500.000 auf der Flucht

Die Regierung in Kiew und der Westen werfen Russland vor, mit eigenen Soldaten in den Konflikt im Osten der Ukraine einzugreifen und die Separatisten militärisch zu unterstützen. Moskau bestreitet dies. In den vergangenen Monaten wurden bei den Kämpfen mehr als 2700 Menschen getötet. Mindestens 500.000 weitere ergriffen die Flucht.

Poroschenko zeigte sich am Mittwoch zufrieden damit, dass seit dem Beginn der Waffenruhe ein "radikaler Wandel an der Front" eingetreten sei. Vor dem Waffenstillstand hätten täglich "dutzende Helden" im Kampf für die Ukraine ihr Leben gelassen. Nach Angaben vom Dienstag wurden seit dem Inkrafttreten der Feuerpause vier ukrainische Soldaten getötet.

Laut Poroschenko haben die Separatisten bereits 700 ukrainische Gefangene freigelassen. Ein für Mittwoch geplanter weiterer Gefangenenaustausch zwischen den prorussischen Separatisten und der Führung in Kiew wurde nach Angaben der Aufständischen auf Donnerstag verschoben. Die Regierung habe sich nicht an Absprachen gehalten, hieß es. Eine Bestätigung aus Kiew lag zunächst nicht vor.

"Vorübergehende Selbstverwaltung"

Poroschenko stellte für den Osten des Landes größere Autonomierechte in Aussicht, erteilte Plänen für eine Abspaltung aber eine Absage. Es könne "keine Gespräche über eine Entfremdung geben", teilte er mit. Das Gesetz über die "vorübergehende Selbstverwaltung" in Gebieten der Regionen Donezk und Lugansk sehe vor, dass "diese Regionen in der Ukraine bleiben".

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Dokument erstellt am 2014-09-10 15:07:03
Letzte ─nderung am 2014-09-10 20:34:48



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