• vom 30.12.2014, 12:14 Uhr

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Update: 30.12.2014, 12:24 Uhr

Ukraine-Krise

Wirtschaft in Ukraine schrumpfte um 7,5 Prozent




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Schwierigstes Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg - Positiver Ausblick für 2015.

Kiew. Die ukrainische Wirtschaft ist in diesem Jahr nach Angaben der Zentralbank um 7,5 Prozent geschrumpft. "So ein schwieriges Jahr hat unser Land mindestens seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt, sagte Notenbankchefin Walerija Gontarewa am Dienstag. Die Inflationsrate habe Ende November im Jahresvergleich 21 Prozent betragen.

Trotz der dramatischen Zahlen wagte Gontarewa einen positiven Ausblick: "Ich denke, dass nie wieder passieren wird, was wir dieses Jahr erlebt haben", sagte sie. "Ohne Frage blicken wir optimistisch auf 2015."


Hrywnja deutlich an Wert verloren

Die ukrainische Wirtschaft leidet enorm unter dem Konflikt im Osten des Landes, wo sich seit dem Frühjahr Regierungstruppen und prorussische Rebellen heftige Gefechte liefern. Die Devisenreserven des Landes sind um mehr als die Hälfte zusammengeschmolzen und betragen erstmals seit fünf Jahren weniger als 10 Milliarden Dollar (8,2 Milliarden Euro). Hintergrund ist der Versuch, die ukrainische Währung zu stützen. Die Hrywnja hat seit Jahresbeginn deutlich an Wert verloren. Dienstag früh mussten für einen Dollar 15,82 Hrywnja bezahlt werden - zu Jahresbeginn waren es nur 8,24 Hrywnja.

Um den Staatshaushalt zu stabilisieren, verabschiedete das Parlament in Kiew a Montag ein Sparpaket, das unter anderem höhere Importzölle, Kürzungen der Sozialausgaben und eine Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung vorsieht. Die Ausgaben für die Armee sollen allerdings deutlich steigen. Ziel des Sparhaushaltes ist es auch, die Auszahlung weiterer Kredittranchen durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) ermöglichen. Experten des IWF werden am 8. Jänner in Kiew erwartet.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-12-30 12:18:42
Letzte Änderung am 2014-12-30 12:24:34



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