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  • vom 03.08.2016, 17:15 Uhr

Europastaaten


Bosnien

"Genug ist genug"




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  • USA lesen bosnischen Politikern die Leviten.

Sarajevo. (apa/dpa) Spitzendiplomaten aus den USA und Großbritannien haben den Politikern von Bosnien-Herzegowina undemokratisches Machtstreben und Unfähigkeit vorgeworfen. "Was genug ist, ist genug", schrieben die Botschafter der beiden Länder in einem offenen Brief, den die Zeitungen am Mittwoch in Sarajevo veröffentlichten.

Hintergrund ist die Blockade der zwischen Muslimen und Kroaten geteilten Stadt Mostar. Die wegen ihrer weltberühmten mittelalterlichen Brücke von Hunderttausenden Touristen besuchte Stadt im Süden des Landes kann wegen des Streits zwischen den beiden Völkern wie schon 2012 nicht an den bevorstehenden Kommunalwahlen teilnehmen.


Die Spitzenpolitiker im Land wollten das jahrelange Chaos in der Stadt aufrechterhalten, nur um ihre Macht zu sichern, heißt es in dem Schreiben weiter: "Das ist keine Demokratie." Während in den meisten Ländern die Bürger ihre Politiker wählten, versuchten die Politiker in Mostar, sich ihre Wähler auszusuchen.

EU-Annäherung blockiert
Gleichzeitig blockiert Kroatien die Einigung zwischen Muslimen und Serben über die Annäherung Bosnien-Herzegowinas an die EU. Der Grund dafür ist die Kritik der bosnischen Kroaten an einer Vereinbarung des muslimischen Spitzenpolitikers Bakir Izetbegovic und des bosnischen Serbenführers Milorad Dodik. Der Anführer der bosnischen Kroaten Dragan Covic sei in den Verhandlungsprozess nicht eingebunden gewesen. Da wegen des Dauerstreits der drei Völker nichts funktioniere, "haben wir eine Krise auf allen Ebenen". Die weitere Annäherung des kleinen Balkanlandes an die EU wird seit Monaten wegen des Streits der drei Nationen behindert. Auch die Auszahlung eines Kredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 550 Millionen Euro liegt auf Eis.




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Dokument erstellt am 2016-08-03 17:20:03



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