• vom 01.12.2016, 17:52 Uhr

Europastaaten

Update: 01.12.2016, 21:53 Uhr

Italien

Lohnerhöhungen in Italien vor Referendum




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  • Renzi wirbt für Ja zur Verfassungsreform.

Rom. In Italien haben sich wenige Tage vor dem Verfassungsreferendum Regierung und Gewerkschaften auf die erste Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst seit sieben Jahren geeinigt. Im kommenden Jahr würden die Beschäftigten im Schnitt 85 Euro im Monat mehr erhalten, sagte die Chefin der größten Gewerkschaft CGIL, Susanna Camusso nach der Unterzeichnung der Vereinbarung.

Im Kampf gegen die hohe Verschuldung hatte die Regierung 2009 die Gehälter der Staatsbediensteten eingefroren. Seither gab es keine Erhöhung mehr. Die CGIL hat ihre Mitglieder aufgerufen, am Sonntag bei der Volksabstimmung die von Ministerpräsident Matteo Renzi angestrengte Verfassungsreform abzulehnen.

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Renzi hat seine politische Zukunft an das Referendum geknüpft. Kommt die Reform durch, würde das komplizierte parlamentarische System in Italien vereinfacht. Nur noch eine der beiden Parlamentskammern müsste künftig der Regierung das Vertrauen aussprechen. Gesetze würden rascher verabschiedet. Kommt sie nicht durch, könnte die Regierung Renzi stürzen. Die EU fürchtet deshalb schon eine Krise in der drittgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone.

Nein-Lager knapp vorne
Renzi wirbt deshalb unablässig für eine Zustimmung. "Ich sehe, wie die anderen Länder wachsen, und frage mich, warum das nicht auch wir Italiener tun können, indem wir die Hürden wegräumen, die unserem Wachstum im Weg stehen", sagt Renzi bei einem TV-Interview am Donnerstag.Letzte Umfragen sahen das Nein-Lager knapp vorne. Gegenwind bekommt Renzi vor allem von der Lega Nord und Beppe Grillo.




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Dokument erstellt am 2016-12-01 17:56:03
Letzte ńnderung am 2016-12-01 21:53:02



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