• vom 21.04.2017, 10:42 Uhr

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Update: 21.04.2017, 10:49 Uhr

Frankreich

Stand der Ermittlungen nach den Schüssen in Paris




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat umgehend für sich.

Paris. Kurz vor der Präsidentschaftswahl ist Frankreich tötete ein Angreifer auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées einen Polizisten, bevor er selbst erschossen wurde.

Ein Überblick über den Stand der Ermittlungen:

Was ist passiert?

Am Donnerstagabend eröffnet ein Angreifer gegen 21.00 Uhr auf dem berühmten Pariser Boulevard Champs-Élysées mit einer Automatikwaffe das Feuer auf ein Polizeiauto. Er tötet einen Polizisten und verletzt zwei weitere Beamte und eine Touristin, bevor er erschossen wird. Auf der  Champs-Élysées bricht Panik aus. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Angreifer allein handelte.

Wer war der Täter?

Bei dem erschossenen Angreifer handelt es sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen um einen 39 Jahre alten Franzosen. Er war 2005 wegen mehrfachen versuchten Mordes - unter anderem an einem Polizisten - zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Haftstrafe saß er nicht vollständig ab. Vor zwei Monaten, am 23. Februar, wurde er dann wegen des Verdachts festgenommen, Polizisten töten zu wollen. Er wurde aber mangels Beweisen bald wieder freigelassen.

Ein Anschlag des IS?

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Tat schnell für sich. "Der Angreifer von den Champs-Élysées im Zentrum von Paris ist Abu Yussef der Belgier, und er ist einer der Kämpfer des Islamischen Staates", erklärte das IS-Propagandasprachrohr Amaq. Allerdings war der erschossene Angreifer Franzose - deswegen ist unklar, ob der IS vom tatsächlichen Täter spricht.

Verbindung nach Belgien?

Die belgischen Behörden warnten ihre französischen Kollegen am Donnerstag vor einem "sehr gefährlichen" Mann, der den vom IS genannten Vornamen trägt und sich womöglich nach Frankreich begeben wollte. Bei einer Wohnungsdurchsuchung waren Waffen, Sturmhauben und ein auf Donnerstag datiertes Zugticket für eine Fahrt nach Frankreich gefunden worden. Der 35-Jährige meldete sich aber in der belgischen Stadt Antwerpen bei der Polizei. Den Behörden zufolge ist vollkommen unklar, ob es eine Verbindung zu dem Pariser Anschlag gibt.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-04-21 10:44:36
Letzte nderung am 2017-04-21 10:49:29



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