• vom 11.05.2017, 10:28 Uhr

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Update: 11.05.2017, 10:35 Uhr

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Die Putin-Connection von Trumps Team




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Der entlassene FBI-Chef James Comey leitete zuvor die Ermittlungen zu den Moskauer Kontakten von Trumps Team.

Anfang des Jahres hatten Comey und drei weitere ranghohe Geheimdienstvertreter Trump über ihre Einschätzung informiert, dass Kreml-Chef Wladimir Putin persönlich hinter dem Versuch steht, die US-Wahlen zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Anfang des Jahres hatten Comey und drei weitere ranghohe Geheimdienstvertreter Trump über ihre Einschätzung informiert, dass Kreml-Chef Wladimir Putin persönlich hinter dem Versuch steht, die US-Wahlen zu seinen Gunsten zu beeinflussen.© APAweb / AP, Yuri Kochetkov Anfang des Jahres hatten Comey und drei weitere ranghohe Geheimdienstvertreter Trump über ihre Einschätzung informiert, dass Kreml-Chef Wladimir Putin persönlich hinter dem Versuch steht, die US-Wahlen zu seinen Gunsten zu beeinflussen.© APAweb / AP, Yuri Kochetkov

Washington. Während des Wahlkampf hatte der heutige US-Präsident Donald Trump FBI-Chef James Comey wegen seines Muts im Umgang mit der E-Mail-Affäre seiner Rivalin Hillary Clinton gelobt - nun hat er Comey wegen seines Umgangs mit der Affäre gefeuert.

Viele in Washington halten die Begründung für vorgeschoben - in Wirklichkeit dürfte es um Comeys Rolle als Leiter der FBI-Ermittlungen zu den Russland-Kontakten von Trumps Wahlkampfteam gehen.

Die Chronologie:

- Juli 2016: Die US-Bundespolizei FBI beginnt Ermittlungen zu einer möglichen Einflussnahme Russlands bei der Präsidentschaftswahl. FBI-Chef James Comey bestätigt das aber erst acht Monate später - nachdem die Wahl gelaufen ist.

- 7. Oktober 2016: US-Geheimdienstler machen ranghohe russische Vertreter öffentlich für Hackerangriffe und Desinformationskampagnen während des US-Wahlkampfs verantwortlich.

- 8. November 2016: Der republikanische Kandidat und Rechtspopulist Donald Trump gewinnt unerwartet die Präsidentschaftswahl. Eine Mitschuld daran trägt nach Auffassung seiner Gegnerin Hillary Clinton Russlands Einflussnahme sowie Comeys Umgang mit ihrer E-Mail-Affäre.

- 6. Jänner 2017: Comey und drei weitere ranghohe Geheimdienstvertreter informieren Trump über ihre Einschätzung, dass Kreml-Chef Wladimir Putin persönlich hinter dem Versuch steht, die US-Wahlen zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Der angehende Präsident spricht von "Fake News". Trotzdem beschließt er kurze Zeit später, Comey im Amt zu belassen.

- 14. Februar 2017: Das FBI weist eine Aufforderung des Weißen Hauses zurück, einen Bericht der "New York Times" über zahlreiche Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam mit russischen Agenten zu widerlegen.

- 24. Februar 2017: In einem Tweet greift Trump die Bundespolizei scharf an: Sie sei "völlig unfähig", die für die Durchstechereien Verantwortlichen innerhalb der Geheimdienste zu stoppen.

- 8. März 2017: Comey bekräftigt, dass er bis zum Ende seines zehnjährigen Mandats im Jahr 2023 im Amt bleiben will.

- 20. März 2017: In einer öffentlichen Kongressanhörung bestätigt Comey erstmals, dass sich die Untersuchungen seiner Behörde zu den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen im Wahlkampf auch auf eine mögliche Verwicklung des Trump-Teams konzentrieren. Behauptungen des Präsidenten, sein Vorgänger Barack Obama habe ihn abhören lassen, weist er rundheraus zurück.

- 9. Mai 2017: Der FBI-Chef wird von Trump gefeuert.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-05-11 10:31:54
Letzte ńnderung am 2017-05-11 10:35:50



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