• vom 14.05.2017, 18:05 Uhr

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Update: 15.05.2017, 06:41 Uhr

Nordrhein-Westfalen

CDU erobert rotes Kernland




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Von WZ Online, APA, dpa, Reuters

  • Machtwechsel an Rhein und Ruhr - SPD mit schlechtestem Ergebnis seit 1947 - Kraft von allen Parteiämtern zurückgetreten.

Herber Verlust für die SPD in Nordrhein-Westfalen. - © ARD

Herber Verlust für die SPD in Nordrhein-Westfalen. © ARD

Düsseldorf / Berlin. Viereinhalb Monate vor der Bundestagswahl in Deutschland hat die CDU in Nordrhein Westfalen einen Erdrutschsieg eingefahren und löst die SPD als stärkste Kraft ab. Die Sozialdemokraten erzielten am Sonntag ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (NRW) in der Nachkriegsgeschichte. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) trat umgehend von allen Parteiämtern zurück.

"Wir haben eine krachende Niederlage hinnehmen müssen", gestand SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz ein. Die CDU sprach von Rückenwind für Kanzlerin Angela Merkel. Ob CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet mit der wiedererstarkten FDP eine neue Koalition bilden kann, hing davon ab, ob die Linken den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Letzte Hochrechnungen sehen sie knapp darunter. Daneben kam eine Große Koalition von CDU und SPD unter Laschets Führung infrage. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) schaffte zum 13. Mal in Folge den Einzug in ein Landesparlament.

Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis kam die CDU unter Spitzenkandidat Laschet auf 33,0 Prozent. Die SPD erhielt 31,2 Prozent. Drittstärkste Partei wurde die FDP mit 12,6 Prozent, gefolgt von der AfD mit 7,4 Prozent und den Grünen mit 6,4 Prozent. Die Linke verpasste mit 4,9 Prozent knapp den Einzug in den Landtag.

Wahlbeteiligung bei 66 Prozent höher als 2012

Damit kann die CDU im neuen Düsseldorfer Landtag mit 67 Sitze und die SPD mit 62 Mandaten rechnen. Die Grünen stellen zwölf Abgeordnete, die FDP 25, die AfD 15. Damit hätte eine schwarz-gelbe Koalition die Mehrheit. Mit rund 66 Prozent war die Wahlbeteiligung höher als 2012 mit 59,6 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF bei 66 Prozent, deutlich höher als 2012 (59,6 Prozent). Die Zahlen liegt im Trend, denn auch bei den anderen Landtagswahlen 2016 und 2017 war in Deutschland eine höhere Beteiligung verzeichnet worden.

Mit der NRW-Wahl steht es im deutschen Superwahljahr 0:3 gegen Schulz, der im Jänner ins Amt kam. Unter seiner Führung hatte die SPD schon im Saarland und in Schleswig-Holstein Verluste eingefahren. "Ich bin heute Abend richtig getroffen, wir haben jetzt drei Landtagswahlen am Hacken, die wir nicht geschafft haben." Es blieben aber noch gut vier Monate bis zur Bundestagswahl am 24. September. Er habe sich vorgenommen, konkreter zu sagen, wofür er stehe. SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sagte, die SPD müsse prüfen, ob sie das Thema Gerechtigkeit bei den Wählern richtig rübergebracht habe.

Siegreiche Aufholjagd bei der CDU

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Schlagwörter

Nordrhein-Westfalen, Prognose, SPD, CDU

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Dokument erstellt am 2017-05-14 18:05:51
Letzte Änderung am 2017-05-15 06:41:19



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