• vom 27.06.2017, 16:48 Uhr

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Update: 27.06.2017, 16:59 Uhr

Cyberattacken

Hackerangriff legt europaweit Computer-Netzwerke lahm




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Von WZ Online, APA, Reuters

  • Besonders betroffen ist die Ukraine. Schwerster Cyberangriff in der Geschichte des Landes.

Der Bildschirm eines Bankomaten in der ukrainischen Oschadbank zeigt eine Fehlermeldung an.

Der Bildschirm eines Bankomaten in der ukrainischen Oschadbank zeigt eine Fehlermeldung an.© APAweb / Reuters, Valentyn Ogirenko Der Bildschirm eines Bankomaten in der ukrainischen Oschadbank zeigt eine Fehlermeldung an.© APAweb / Reuters, Valentyn Ogirenko

Kiew/Kopenhagen/Zürich. Vom ukrainischen Flugzeugbauer Antonov über den russischen Ölkonzern Rosneft und den Schweizer Milka-Hersteller Mondolez bis zur dänischen Reederei Maersk: Zahlreiche Unternehmen sind am Dienstag offenbar Opfer von Hackerangriffen geworden. Am stärksten betroffen war die Ukraine. Neben dem Staatskonzern Antonov meldeten auch Banken, Telekom, Post, ein Stromnetzbetreiber, der Kiewer Flughafen und die Regierung Probleme mit ihren Computer-Netzwerken. Es handele es sich um die bislang schwersten Hackerangriffe in der Geschichte des Landes, erklärten Berater des Innenministeriums in Kiew.

Möglicherweise sei eine modifizierte Version des WannaCry-Virus dafür verantwortlich. Die Attacken sollen demnach von Russland aus ausgeführt worden sein. Die Netzwerke dürften in einigen Tagen wieder laufen. "Als Folge der Cyberangriffe haben die Banken Schwierigkeiten beim Kundenservice und der Bereitstellung des Bankgeschäftes", erklärte die Zentralbank in Kiew.

Unklar, ob überall Cyberangriffe verantwortlich waren

Der russische Ölkonzern Rosneft berichtete ebenfalls von Angriffen gegen seine Computersysteme. "Die Unternehmensserver machten einen schlagkräftigen Hackerangriff durch", erklärte das Unternehmen via Twitter. Die Ölproduktion sei aber nicht betroffen. Der russische Stahlriese Evraz räumte technische Probleme in mehrere Regionen ein. Auch hier sei die Produktion jedoch nicht gefährdet.

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Mondelez International erklärte, Mitarbeiter in verschiedenen Regionen hätten technische Problem. Es sei unklar, ob dafür Cyber-Angriffe verantwortlich seien. "Wir untersuchen die Sache", erklärt eine Firmensprecherin. Der französische Baukonzern Saint Gobain erklärte ebenfalls, Opfer eines Angriffs geworden zu sein, ebenso der britische Werberiese WPP. Die weltgrößte Reederei A.P. Moller-Maersk schloss einen weltweiten Ausfall seines Computersystems nicht aus, nachdem etwa in Großbritannien und Irland Probleme bekannt wurden. "Wir bewerten gegenwärtig die Lage", erklärte Maersk via Twitter.

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Schlagwörter

Cyberattacken, Ukraine, Russland

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-06-27 16:54:57
Letzte ─nderung am 2017-06-27 16:59:35



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