• vom 12.08.2017, 16:43 Uhr

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Update: 12.08.2017, 17:36 Uhr

Mittelmeer

Ärzte ohne Grenzen holen Rettungsschiff zurück




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Von WZ Online, APA

  • Die Hilfsorganisation fühlt sich von Libyen bedroht und von Italien diskriminiert.

Die "Ärzte ohne Grenzen" werden vorläufig keine Menschen mit dem Schiff "Prudence" retten.  - © APAweb / AFP, Angelos Tzortzinis

Die "Ärzte ohne Grenzen" werden vorläufig keine Menschen mit dem Schiff "Prudence" retten.  © APAweb / AFP, Angelos Tzortzinis

Rom. Die libysche Marine hat angekündigt, ausländischen Rettungsschiffen den Einsatz in einer "Such- und Rettungszone" vor der Küste zu verbieten. Deshalb schränkt Ärzte ohne Grenzen (MSF) die Flüchtlingsrettungsmission im Mittelmeer ein.

Betroffen ist das von der Organisation betriebene Schiff "Prudence". Die Hilfsorganisation will aber weiterhin mit der NGO SOS Mediterranee kooperieren, an Bord deren Schiffs Aquarius auch Ärzte ohne Grenzen sind. Die Prudence lag am Samstag im Hafen von Catania auf Sizilien.

Die Hilfsorganisation fühlt sich von der libyschen Küstenwache bedroht und die Politik der italienischen Regierung habe ihre Arbeit erschwert, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den MSF-Chef Italiens, Loris De Filippi, am Samstag: "Wir dürfen unsere Kollegen keiner Gefahr aussetzen", sagte De Filippi.

Ärzte ohne Grenzen haben den Verhaltenskodex der italienischen Regierung für Rettungsmissionen im Mittelmeer im Gegensatz zu anderen Hilfsorganisationen nicht unterschrieben. Rom wolle alle NGOs kriminalisieren, begründete De Filippi diese Entscheidung.





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Dokument erstellt am 2017-08-12 16:45:28
Letzte nderung am 2017-08-12 17:36:24



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