• vom 18.09.2017, 14:00 Uhr

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Update: 18.09.2017, 14:07 Uhr

Deutschland

Gabriel: "Es gibt eine doppelter Integrationsaufgabe"




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Von WZ Online, APA

  • SPD-Politiker kritisierte Union, die Deutschen in der Flüchtlingskrise vernachlässigt zu haben.

Im Jahr 2015 wurde von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei Besuchen von Flüchtlingslagern zahlreiche Selfies gemacht.

Im Jahr 2015 wurde von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei Besuchen von Flüchtlingslagern zahlreiche Selfies gemacht.© APAweb/dpa/Bernd von Jutrczenka Im Jahr 2015 wurde von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei Besuchen von Flüchtlingslagern zahlreiche Selfies gemacht.© APAweb/dpa/Bernd von Jutrczenka

Berlin. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den Unionsparteien vorgeworfen, in der Flüchtlingskrise den Deutschen ein Gefühl der Vernachlässigung vermittelt zu haben. "Wir müssen den Deutschen zeigen: Wir sind ein starkes Land und niemand soll wegen der Flüchtlinge vergessen werden", sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe).

CDU und CSU blockierten aber in dieser Hinsicht, "wo sie nur können", kritisierte der SPD-Politiker. "Sogar die 3.000 neuen Stellen bei der Bundespolizei mussten wir gegen Schäubles Widerstand durchsetzen", kritisierte Gabriel namentlich den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). "Das beweist doch: Die Union wollte nichts für die Einheimischen tun." Die Union trage daher "ein gehöriges Maß Mitschuld daran, wenn sich ein Teil der Menschen in Deutschland vergessen fühlt".

Keine Seite vergessen

Gabriel mahnte in der "Bild", wichtig sei, "allen zu zeigen, dass niemand vergessen wird". Es gebe "eine doppelte Integrationsaufgabe: Die zu integrieren, die neu zu uns kommen. Aber auch die beieinander zu halten, die schon immer hier leben." Dies hätten CDU und CSU bis heute nicht begriffen.

In einer Woche wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD), die die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung vehement kritisiert, kann sich Chancen ausrechnen, als drittstärkste Kraft hinter Union und SPD ins Parlament einzuziehen.





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Dokument erstellt am 2017-09-18 14:03:32
Letzte ─nderung am 2017-09-18 14:07:44



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