• vom 25.09.2017, 19:31 Uhr

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SPD zieht mit Andrea Nahles in die Opposition




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    Die neue Vorsitzende Nahles will keine große Koalition.

    Die neue Vorsitzende Nahles will keine große Koalition.© reu Die neue Vorsitzende Nahles will keine große Koalition.© reu

    Berlin. (reu) Andrea Nahles schreibt in der SPD Geschichte. Die 47-Jährige soll als erste Frau die im Bundestag auf 153 Abgeordnete geschrumpfte Fraktion der Sozialdemokraten anführen. Die dem linken Flügel zugerechnete, aber pragmatisch orientierte Rheinland-Pfälzerin wird damit auch Oppositionsführerin, sollte es ein Regierungsbündnis aus Union, FDP und Grünen geben. So zumindest schlug Parteivorsitzender Martin Schulz es am Montag im Präsidium vor. Nahles machte laut Angaben von Teilnehmern wie zuvor Schulz klar: Es werde keine große Koalition geben.

    Die Frau, auf der nun die Hoffnungen der SPD ruhen, trat mit 18 Jahren in die SPD ein, war Mitte der 1990er Jahre Juso-Chefin, brachte 2005 eher ungewollt Parteivorsitzenden Franz Müntefering zu Fall, stieg zur Vizeparteichefin auf, richtete nach dem Wahldebakel 2009 als Generalsekretärin mit Sigmar Gabriel die Fraktion wieder auf. Nun übernimmt Nahles, die Katholikin und Mutter einer sechsjährigen Tochter ist, den wichtigsten Posten in der SPD neben dem Vorsitz. Sie meldet sich damit in der Partei zurück. Nach der Wahl 2013 zog sie sich als frisch gekürte Arbeitsministerin aus der vordersten Linie der Parteiarbeit zurück.


    In der SPD wird die Berufspolitikerin, die einst Politik und Germanistik studierte, mit Kernprojekten wie dem Mindestlohn und dem Pensionsantritt mit 63 Jahren verbunden - obwohl der vor allem ein Anliegen des damaligen Parteichefs Gabriel war. Einen guten Draht hat sie zu den Gewerkschaften, was half, deren Pensionsforderungen zu dämpfen.




    Schlagwörter

    Deutschland, SPD, Andrea Nahles

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    Dokument erstellt am 2017-09-25 18:06:06



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