• vom 02.11.2017, 10:04 Uhr

Europastaaten

Update: 02.11.2017, 10:07 Uhr

Madrid

Katalanische Minister vor Gericht




  • Artikel
  • Kommentare (14)
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA/AFP/dpa

  • Der Regionalpräsident Carles Puigdemont kam nicht aus Brüssel zurück.

Die Mitglieder der abgesetzten katalanischen Regionalregierung auf dem Weg zum Gericht. 

Die Mitglieder der abgesetzten katalanischen Regionalregierung auf dem Weg zum Gericht. © APAweb / Reuters, Susana Vera Die Mitglieder der abgesetzten katalanischen Regionalregierung auf dem Weg zum Gericht. © APAweb / Reuters, Susana Vera

Madrid. Die Anklage ist schwerwiegend: Die spanische Staatsanwaltschaft wirft den Mitgliedern der katalanischen Regionalregierung Rebellion, Aufruhr und die Veruntreuung öffentlicher Mittel vor. Darauf stehen bis zu 30 Jahre Haft.

Am Donnerstag haben sich die von Madrid abgesetzten katalanischen Regionalminister zu Anhörungen vor dem spanischen Staatsgerichtshof eingefunden. Der von der Zentralregierung in Madrid entmachtete Regionalpräsident Carles Puigdemont kam dagegen nicht. Puigdemont, der sich zuletzt in Brüssel aufhielt, hatte bereits im Vorfeld klargestellt, er werde nicht nach Madrid reisen.

Eine Richterin des für besonders schwere Straftaten zuständigen Staatsgerichtshofs - der Audiencia Nacional - hatte am vergangenen Dienstag Puigdemont und 13 Mitglieder seiner Regierung vorgeladen. Nach der Anhörung wird die Richterin über eine Anklage entscheiden.

Für Überraschung sorgte das Erscheinen der früheren katalanischen Ministerin für Institutionelle Beziehungen, Meritxell Borras, die bis zuletzt mit Puigdemont und weiteren drei ehemaligen Regionalministern in Brüssel gewesen war. Nicht gesehen wurde vorerst in Madrid der frühere katalanische Minister Lluis Puig, der nicht nach Brüssel ausgereist war.

Parallel zu der Anhörung vor dem Staatsgericht finden am Donnerstag und Freitag auch Anhörungen vor dem Obersten Gericht in Madrid statt. Dort sollen die Ex-Präsidentin des katalanischen Parlaments, Carme Forcadell, und vier weitere Ex-Abgeordnete des katalanischen Parlaments aussagen.

Das katalanische Regionalparlament in Barcelona hatte am vergangenen Freitag die Unabhängigkeit der Region im Nordosten Spaniens ausgerufen. Die spanische Zentralregierung setzte daraufhin die Regionalregierung ab und löste das Regionalparlament auf. Für den 21. Dezember ist eine Neuwahl in der nordostspanischen Region angesetzt.





14 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-11-02 10:05:34
Letzte ─nderung am 2017-11-02 10:07:35



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der letzte Akt nach Srebrenica
  2. Stillstand einzementiert
  3. Steinmeiers Rettungsversuch
  4. Chancen und Risiken bei Neuwahl
  5. Macron füllt die Lücke
Meistkommentiert
  1. FDP-Chef Lindner bricht Koalitionsverhandlungen ab
  2. Stillstand einzementiert
  3. Steinmeiers Rettungsversuch
  4. Großdemo für "politische Gefangene" in Barcelona
  5. EU bringt Verteidigungsunion auf den Weg

Werbung



Schlagwörter



Werbung


Werbung