• vom 05.01.2018, 14:07 Uhr

Europastaaten

Update: 05.01.2018, 14:12 Uhr

Flüchtlingspolitik

Zwist zwischen Schulz und Orban




  • Artikel
  • Kommentare (4)
  • Lesenswert (62)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, dpa

  • Nach der Kritik des SPD-Chefs am ungarischen Ministerpräsidenten reagiert dieser mit einem Gegenangriff.

CSU-Chef Horst Seehofer (l.) beim Handshake mit dem ungarischen Ministerpräsident Viktor Orban (r.) in Deutschland.

CSU-Chef Horst Seehofer (l.) beim Handshake mit dem ungarischen Ministerpräsident Viktor Orban (r.) in Deutschland.© APAweb / AFP, CHRISTOF STACHE CSU-Chef Horst Seehofer (l.) beim Handshake mit dem ungarischen Ministerpräsident Viktor Orban (r.) in Deutschland.© APAweb / AFP, CHRISTOF STACHE

Budapest/Berlin. Nach der Kritik des Vorsitzenden der deutschen Sozialdemokraten Martin Schulz (SPD) an der Flüchtlingspolitik des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban hat Budapest mit einer Gegenattacke reagiert. "Martin Schulz ist sich über die grundlegenden Fakten nicht im Klaren", erklärte Außenminister Peter Szijjarto am Freitag in Budapest.

Ungarn verteidige die Schengen-Grenzen konsequent und setze damit europäisches Recht durch. "Schulz fällt aber jenem Ungarn, das die Bürger Deutschlands schützt, beständig in den Rücken", fügte er hinzu.

Orban verfolge eine "gefährliche Logik" 

Der SPD-Vorsitzende hatte am Freitag in der "Bild"-Zeitung den Umgang von CSU-Chef Horst Seehofer mit Orban kritisiert. Der rechts-nationale ungarische Regierungschef war am Freitag als Gast zur CSU-Klausur im oberbayerischen Kloster Seeon eingeladen. Am Nachmittag soll Orban, gemeinsam mit Seehofer, vor die Presse treten.

Orban verfolge in der Flüchtlingspolitik eine "gefährliche Logik", hatte Schulz in dem Zeitungsinterview gesagt. Seehofer müsse seinem politischen Freund auch bei den Themen Presse- und Meinungsfreiheit "ganz klare Grenzen" aufzeigen.

Ungarn steht in der EU in der Kritik, weil das Land Quoten bei der Flüchtlingsverteilung ablehnt. Darüber hinaus werfen Kritiker Orban vor, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Ungarn abzubauen.





4 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-01-05 14:10:05
Letzte ─nderung am 2018-01-05 14:12:53



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Kurz besucht Berlin - "taz" kommentiert mit Biss
  2. "Der Aufschwung ist nur eine Blase"
  3. Distanz in Nebensätzen
  4. "Friederike" zieht über Teile Europas
  5. Kurz-Besuch befeuert auch Merkel-Nachfolgediskussion
Meistkommentiert
  1. 1918, Ende des Vielvölkerstaats und die Krise des geeinten Europa 2018
  2. Kurz besucht Berlin - "taz" kommentiert mit Biss
  3. CDU will Koalitionsverhandlungen mit CSU und SPD
  4. "Der Aufschwung ist nur eine Blase"
  5. Kurz will EU mit Macron "stark verändern"

Werbung




Werbung


Werbung