Literatur

Nobelpreisträgerin Alexijewitsch eröffnete Lesetage in Hamburg

  • Zweifel an der Demokratiefähigkeit der Bewohner der ehemaligen Sowjetunion geäußert.

Hamburg. Die weißrussische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch bezweifelt, dass die Bewohner der ehemaligen Sowjetunion schon demokratiefähig sind. "Ein Mensch, der aus dem Lager kommt, der kann morgen nicht frei sein. Weil sein ganzes Wissen die Lagererfahrung ist", beschrieb die 68-Jährige am Montagabend in Hamburg die Situation... weiter

  • Update vor 33 Min.



Dem Geheimrat kommen die Tränen: Goethe wäre wohl nicht erfreut über den Zustand der deutschen Sprache. - © Uwe Zucchi/dpaInterview

Tag der Muttersprache

Nur mehr blöde gelbe Gesichter12

  • Warum die deutsche Sprache "echt krass auf dem Highway to Hell" ist und es mit dem schönen Wortklang unserer Muttersprache schon bald endgültig vorbei ist.
  • Der deutsche Autor und Journalist Andreas Hock über die Verrohung der Sprache.

Der kulturelle Verfall der deutschen Sprache schreitet immer weiter voran. Davon ist Andreas Hock überzeugt. Der deutsche Autor, Journalist und Biograph beschäftigt sich mit fast missionarischem Eifer mit den Verfallserscheinungen unserer Zeit. Was das genau bedeutet... weiter




Im "sitzenden Paar" zeigt Egon Schiele die Einsamkeit in einer Beziehung - ist Liebe überhaupt noch möglich? - © Albertina

Ausstellungskritik

Der Mensch an sich6

  • Die Provokation liegt in der Verweigerung der Provokation: Neudeutung des Werks von Egon Schiele in der Albertina.

Das Bild zeigt auf den ersten Blick ein sitzendes Paar. Die Frau umarmt den Mann von hinten. Sie will seinen Körper an ihrem Körper spüren. Ihr Gesicht widerspiegelt Hingabe, auch Liebe. Der zweite Blick aber muss dem Mann gelten. Wie eine Gliederpuppe hängt er in den Armen der Frau... weiter





Wehrt sich über seinen Anwalt: André Heller. - © apa/Hochmuth

Finanz-Vorwürfe

Aufregung um André Heller4

  • Künstler dementiert Bericht, er habe in der Schweiz mit "Briefkastenfirmen" gearbeitet.

Wien. (irr) Wer André Heller ist, muss man hierzulande nicht erklären. Der Spross einer begüterten Familie hat sich mit opulenten Kunstprojekten einen Namen gemacht. Die Kristallwelten Wattens, das Gartenprojekt Anima in Marokko: raumgreifende Schöpfungen eines poetischen Schöngeists... weiter




Konzertkritik

Romantikzauber3

  • Elina Garanča begeistert im Wiener Konzerthaus.

Ein Abend, an dem der Zauber der Romantik im Konzerthaus vollends aufging - das lag einerseits an der geliebten Solistin und andererseits natürlich an dem populären Programm. La Garanča mit Arienperlen von Camille Saint-Saëns, Pietro Mascagni und Francesco Cilea zu erleben... weiter




Familiäre Ausnahmesituation: Marcus Kiepe und Marie-Luise Stockinger im Vestibül. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Ein Jahr ohne Frühling

  • In Wolfram Hölls Drama "Drei sind wir" geht es um eine existenzielle Verlusterfahrung: Eltern begleiten ihr schwer krankes Baby beim Sterben.

Ein junges Paar möchte nach Kanada reisen. Doch dann erwarten sie ein Kind, das an einer seltenen Form von Trisomie leidet und wohl nicht lange zu leben hat. Frühling nennen sie ihr Baby und fliegen mit ihm dann doch nach Kanada. Sommer, Herbst und Winter verbringen die drei auf einer kanadischen... weiter




Ruh- und rastlos: Bo Skovhus als Peer Gynt, daneben Maria Bengtsson als Trollkönigstochter. - © Kmetitsch

Opernkritik

Bei den Konsum-Trollen6

  • Das Theater an der Wien zeigt Werner Egks Oper "Peer Gynt".

Still ist es geworden um den 1983 verstorbenen, im Dritten Reich wie in der Bonner Republik geschätzten Komponisten Werner Egk. Seine 1938 uraufgeführte zweite Oper "Peer Gynt" nach Henrik Ibsens gleichnamigem dramatischem Gedicht ist seit Freitag in einer in jeder Hinsicht gelungenen Inszenierung... weiter




Archaisches Kollektiv in Neumeiers "Sacre". - © Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Staatsopern-Kritik

Bilder einer Katastrophe

  • John Neumeiers Doppelabend als glänzende Hommage an Startänzer Vaslaw Nijinsky.

Es sind unendliche Tanzweiten, die "Le Pavillon d’Armide" und "Le Sacre" voneinander trennen. Doch trotz ihrer Unterschiedlichkeit sind sie eng miteinander verbunden. Das Bindeglied sind Vaslaw Nijinsky und die Ballets Russes. Der Startänzer des legendären Ensembles verkörperte 1907 eine... weiter




Ildikó Enyedi konnte 18 Jahre keinen Film machen, jetzt gewann sie den Goldenen Bären. - © dpa-Zentralbild PoolInterview

Goldener Bär

Träumen im Gleichschritt3

  • Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi gewann den Goldenen Bären der Berlinale und spricht über ihren Siegerfilm.

Berlin. Regisseurin Ildikó Enyedi ist keine Berlinale-Debütantin: Doch nach ihrem letzten Film hier, "My Twentieth Century" (1989), und nach 18 Jahren, ohne einen neuen Film finanziert zu bekommen, ist die 61-jährige Ungarin überglücklich mit ihrem Goldenen Bären für "On Body and Soul"... weiter




Zoe

Society

berühmt & berüchtigt

Neue Meldung aus der Kategorie "Wie nenne ich mein Kind möglichst überkandidelt?":Zoe Saldana , bekannt als Weltall-Funkerin Uhura aus der neuen "Star Trek"-Reihe, hat ihrem dritten Sohn das Leben geschenkt und ihm den Namen Zen gegeben. Ihre ersten beiden Buben heißen Bowie und Cy... weiter




Besucher der Fotoausstellung "Lampedusa 361" auf dem Theaterplatz in Dresden.  - © APAweb/dpa, Arno Burgi

Fotoblog

Kulturbild der Woche120

Jede Woche neu: ein aktuelles Bild aus der Welt der Kunst und Kultur. Falls Sie diesbezüglich Vorschläge haben, schicken Sie uns doch eine Mail. weiter




Michaedl Rosenberg sucht nicht nur nach seinen verlorenen Träumen, sondern auch nach dem großen Warum, das über allem schwebt. - © www.michaelrosenberg.at

Kabarett

Holz ist genial6

  • Michael Rosenbergs neues Programm "Warum? Weil's einfach so ist!" dreht sich um Bäume und Träume.

Michael Rosenberg hat zur Trauerfeier geladen. Zu Grabe getragen werden seine Träume, Ideale und Sehnsüchte. Weil er sie nicht mehr braucht. Denn zu lange ist er ihnen wie sein Vorbild Don Quijote hinterhergejagt, bis am Ende die Windmühlen gewonnen haben, wie es scheint... weiter




Schlagzeuger Clyde Stubblefield starb 73-jährig an Nierenversagen. - © APAweb / AP, Amber Arnod, Wisconsin State Journal

Soul

"Ich habe nie ein 'Danke' erhalten"4

  • Clyde Stubblefield, Schlagzeuger von James Brown, gestorben.

New York. Der US-Schlagzeuger Clyde Stubblefield, bekannt vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Sänger James Brown, ist tot. Der Musiker starb am Samstag im Alter von 73 Jahren an Nierenversagen, wie sein Kollege Joey Banks mitteilte. Stubblefield schrieb 1970 mit einem kurzen Schlagzeugsolo in... weiter




Pop-CD

Schönes Leid

  • Meisterin abgründiger Schwermut: Shannon Wright.

Wer die trübe Jahreszeit akustisch verlängern möchte, ist beim neuen Album von Shannon Wright wunderbar aufgehoben. Weniger expressiv als der Vorgänger, "In Film Sound" (2013), präsentiert sich "Division" mit eher verhaltener Tristesse. Die Sängerin aus Atlanta lässt vom ersten Ton an keinen Zweifel... weiter




Pop-CD

Euphorisierende Zappeligkeit

  • Legenden des Indie-Rock: The Feelies und ihr sechstes Album, "In Between".

Im Vorjahr feierten The Feelies ihr vierzigjähriges Bandjubiläum. Ein Jahr später erscheint jetzt ihr erst sechstes Studioalbum und ihre Musik klingt frisch, vital und mitreißend wie ehedem. Die aus New Jersey stammenden Indierock-Legenden um die Gitarristen Glenn Mercer und Bill Million erwarben... weiter




Der Magier Prospero beherrscht von seiner Kommandozentrale aus das Meer. - © L. Maurer/Luftschacht

Comics

Sturm und Stürmchen6

  • Leopold Maurer modernisiert Shakespeares "Sturm" in einem Comic - und Rodolphe Toepffer, der Ahnherr der Comiczeichner, ist wiederzuentdecken.

Ist das alles nur Phantasmagorie? Eine künstliche Darstellung von Trugbildern und Gespenstern oder eine wahnwitzige Versuchsanordnung? In Leopold Maurers Comicinszenierung von William Shakespeares letztem Stück, "Der Sturm", fällt von Anfang an die gezeichnete Plastizität auf... weiter




Seit fast 50 Jahren im Verlagsgeschäft tätig: Ulrich N. Schulenburg - © Robert Wimmer

Interview

"Ein Verleger hat für den Autor zu kämpfen"6

  • Ulrich N. Schulenburg, Geschäftsführer und Miteigentümer des Thomas Sessler Verlags, über das Geschäft mit Theatertexten, literarische Zufallsentdeckungen - und seine Männerfreundschaft mit Peter Turrini.

"Wiener Zeitung": Herr Prof. Schulenburg, wer im deutschen Sprachraum Theater macht, kommt an Ihnen beziehungs-weise am Thomas Sessler Verlag nicht vorbei . . . Ulrich N. Schulenburg: Das ist richtig, wir sind in einer sehr guten Position. Wir blicken auf eine lange Tradition zurück und sind mit... weiter




Einst Wohnhaus des Ehepaares Zweig, heute Museum: die Casa Stefan Zweig in Petrópolis - und eine Ausstellungsvitrine. - © Casa Stefan Zweig (li), Martina Farnbauer (re).

Literatur

Tragödie im Paradies3

  • Stefan Zweig verbrachte die letzten Exil-Jahre mit seiner Frau Lotte in Brasilien - und ist dort immer noch präsent. Am 22. Februar 1942 nahm sich das Paar in Petrópolis das Leben.

"Stefan Zweig vive" steht auf dem Schild vor der Casa Stefan Zweig (CSZ) in Petrópolis. "Stefan Zweig lebt", ausgerechnet an dem Ort, an dem er und seine Frau Lotte sich am 22. Februar 1942, vor 75 Jahren, das Leben genommen haben. Das Zitat, das auch eine Wand im Inneren des Hauses ziert... weiter




- © jazInterview

Kabarett

Politische Realsatire als Steilvorlage1

  • Der bayrische Kabarettist Django Asül über seine CSU-geprägte Gastarbeiterkindheit, das Überraschen des Publikums und scheiternde Politiker.

"Wiener Zeitung": Mit Blick auf die vergangenen zwei Jahre: Inwieweit ist der Name Django Asül nun tatsächlich Programm? Uğur Bağışlayıcı alias Django Asül: Der Name war bei mir bisher eigentlich nie Programm... weiter




Georg Friedrich bekam für "Helle Nächte" den Silbernen Bären als bester Schauspieler. - © Katharina Sartena

Berlinale

Georg Friedrich: "Der Kaugummi ist schon wieder im Mund"6

  • Bei der Berlinale gewann Georg Friedrich für "Helle Nächte" den Silbernen Bären als bester Schauspieler.

Er ist kein Mann der großen Worte, gerade im Umgang mit der Presse, das weiß man von Georg Friedrich. Und zu seinem Interview-Tag bei der Berlinale ist er gar nicht erst aufgetaucht, aber auch das verzeiht man diesem Ausnahmeschauspieler, der nicht nur Josef Haders "Wilde Maus" mit der Performance... weiter




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Meinung

Rechnungshof gegen Schweiger

Til Schweigers "Tatort"-Alter-Ego Nick Tschiller ist kein Freund vieler Worte. Lieber wird die Panzerfaust gezogen und einmal fest in die Gegend... weiter





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Zwischen den Genres

Fühlt sich mitschuldig am Tod einer jungen Frau: Ärztin Jenny (Adèle Haenel). - © temperclayfilm Die Intention mag die richtige gewesen sein, allein an der Umsetzung hapert es diesmal ein wenig: Die Regiebrüder Jean-Pierre und Luc Dardenne aus... weiter




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Rumkugeln im Sand

Der Lümmel (Brandon Lavieville) küsst die burschikose Billie (Raph), Dick und Doof (Didier Després, Cyril Rigaux) passen auf. - © Thimfilm Zu Beginn lässt sich über eine hysterische Juliette Binoche in prachtvoller Aristokraten-Panier noch herzlich lachen... weiter




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Nach dem Schuss

Natalie Portman legt die First Lady als umsichtige, kluge und doch tief verletzte Frau an. - © Tobis Film GmbH Sie hat stets die Fassung bewahrt: Jackie Kennedy saß an jenem denkwürdigen Tag neben ihrem Mann im Auto, als ihn die tödlichen Schüsse trafen... weiter





Jean-Honoré Fragonard, Das Mädchen mit dem Murmeltier, 1780er Jahre.

Ein Ausnahmeprojekt mit Ausnahmeproblemen: Die Elbphilharmonie, eine "gläserne Welle", die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist.  Billy Bob Thornton mit seinem Golden Globe für die Fernsehserie  "Goliath".

Dirigent Gustavo Dudamel und die Wiener Philharmoniker am Sonntag beim Neujahrskonzert 2017. Zu Gast bei der äthiopischen Nacht: Der Circus Debre Berhan aus Äthiopien.

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