Von wegen "Collaborations Don’t Work"! Die einstigen Theatralik-Glam-Rocker Sparks und Franz Ferdinand sind FFS. - © David Edwards

Album-Kritik

Und sie funktionieren doch!1

  • Aus zwei mach eins: Die Sparks verschmelzen mit Franz Ferdinand zum Gemeinschaftsprojekt FFS.

Kollaborationen sind eine spannende Sache. Im besten Fall bekommt man von ihnen das Beste aus zwei Welten gebündelt, Kräfte maximieren sich, es gibt Synergien. Im schlechtesten Fall bleibt von den jeweiligen Polen nichts übrig als ein verwässertes Etwas, das mit kleineren Scharmützeln den großen, großen Hass kompensiert und bald wie ein sterbender... weiter




Recheis spickte ihre Bücher mit politischen Inhalten. - © apa/Techt

Nachruf

Käthe Recheis ist tot

  • Die Kinder- und Jugendbuchautorin engagierte sich für indigene Völker.

Wien. Die preisgekrönte Schriftstellerin Käthe Recheis ist tot. Ihr Werk reicht vom Bilderbuch über die Kinderlyrik bis hin zum Jugendroman. In ihren Büchern wie zum Beispiel "Der weite Weg des Nataiyu" (1978) oder "Kleiner Bruder Watomi" (1974) widmete sie sich der Situation bedrohter... weiter




Eine Wintertragödie: Caroline Peters und Martin Wuttke kämpfen gegen die erfrierende Welt. Simon Stone transponierte Henrik Ibsens Drama auch sprachlich in die Gegenwart. - © Reinhard Werner/Burgtheater

Theaterkritik

Tragikomödie der Lebenslügen1

  • Ein Festwochen-Höhepunkt: Simon Stones Bearbeitung von Ibsens "John Gabriel Borkman".

Wie man ein klassisches Werk ohne Substanzverlust in die Gegenwart transferieren kann, demonstriert Simon Stone in seiner schlichtweg großartigen Inszenierung von Ibsens "John Gabriel Borkman". Er rüttelt weder an der Handlung noch an den Charakteren... weiter





BH ade! Aus Frau (Gan-ya Ben-gur Akselrod) wird Mann. - © Bardel

Opernkritik

Spanische Stunden ohne Brüste

  • Die Wiener Kammeroper bringt Raritäten von Maurice Ravel und Francis Poulenc.

Was macht eine vernachlässigte Ehefrau, wenn sich ihre beiden Verehrer als Waschlappen erweisen? Sie nimmt sich den Möbelpacker. Das ist, kurz erklärt, die Handlung einer von Maurice Ravel in Musik gegossenen Slapstick-Komödie. "L’heure espagnole" ("Die spanische Stunde") heißt der Operneinakter... weiter




Jewgeni Grischkowetz erinnert sich an die Zeiten, als Papier noch für die Kommunikation wichtig war. - © Viktor Dmitriev

Theaterkritik

Das Ende des Löschpapiers

  • Grischkowez Soloperformance als gewitzter Abgesang auf das Papier.

Das Löschpapier. Wer vermag sich noch an dieses Schreibutensil zu erinnern? Einst lag das etwas raue, ungeleimte Papier wie selbstverständlich jedem Schulheft bei, mittlerweile ist es aus dem täglichen Gebrauch nahezu verschwunden. In Jewgeni Grischkowez Soloperformance "Abschied vom Papier"... weiter




Expo 2015 in Mailand

Fast zwei Millionen Besucher im ersten Monat

  • 319.000 Personen waren im Österreich-Pavillon.

Mailand/Wien. Die Expo in Mailand erlebt einen Besucherboom. Seit der Eröffnung der Leistungsschau am 1. Mai haben bereits 1,9 Millionen Menschen die Weltausstellung zum Thema Ernährung besucht. Dies geht aus vorläufigen Angaben der Organisatoren hervor... weiter




Dunkle Wolken haben nach Jörg Haiders Tod den Himmel verfinstert, finden seine Fans bis heute. Die Doku "Fang den Haider" untersucht, was vom Populisten Haider geblieben ist. - © Georges Schneider/picturedesk.com

Fang den Haider

"Jörg Haider war kein Kreisky"7

  • Nathalie Borgers untersucht Mechanismen des Populismus am Beispiel von Jörg Haiders Karriere.

Für manche war der 11. Oktober 2008 ein schwarzer Tag. Gerade erst hatte Jörg Haider mit seinem BZÖ ein Polit-Comeback auf der nationalen Bühne gefeiert und aus dem Stand über zehn Prozent geholt. Da verunglückt er am Steuer seines VW Phaeton auf einer Landstraße in Köttmannsdorf tödlich... weiter




Medien

Staatssender wiederbelebt

  • Griechenlands Premier Alexis Tsipras liebt die Symbolpolitik - wie der Fall ERT zeigt.

Athen. Fast zwei Jahre ist es her, dass die griechische Regierung unter dem damaligen konservativen Premier Antonis Samaras handstreichartig den Staatssender ERT abschaffte. Gut 2500 unbefristet angestellte Mitarbeiter verloren damals ihren Job, drei landesweit ausgestrahlte Fernsehprogramme... weiter




Hauptsächlich von Kritikern verehrt: der als "Wunderkind" der Literatur geltende, 1982 in Graz geborene Clemens Setz.dpa/H. Schmidt

Literatur

"Hügellandschaft, tief in mir"2

  • Aus Prinzip anders: Die steirische Literatur misstraut dem Mainstream geradlinigen Erzählens.

Die Vorstellung hält sich derart hartnäckig, dass am Ende vielleicht doch etwas dran ist. Die Steiermark, so ist oft zu hören & lesen, sei ein für die Literatur besonders fruchtbarer Boden. Ein Biotop, in dem das Moderne, Experimentelle, gegen den Strich Gebürstete besonders gut gedeihe... weiter




Sarah Blackwood

Society

berühmt & berüchtigt

Dass Twitter das Medium einer "erregungswilligen Teilöffentlichkeit" ist (Ö1), hat sich abermals bestätigte. Sarah Blackwood , kanadische Sängerin, wurde wegen des lauten Verhaltens ihres Sohns aus einem Flugzeug verbannt. "Offensichtlich stellte mein zweijähriger Bub eine große Bedrohung dar"... weiter




29.5.2015: Die Skulptur "Spring" von Rafael San Juan, zu sehen bei der 12. Havana Kunst Biennale, Kuba. Link:  Bienal de la Habana - © APAweb / EPA, Alejandro Ernesto

Fotoblog

Kulturbild der Woche108

Jede Woche neu: ein aktuelles Bild aus der Welt der Kunst und Kultur. Falls Sie diesbezüglich Vorschläge haben, schicken Sie uns doch eine Mail. weiter




#erzschlag

schreie am friedhof30

die hochseriösen stehen neben den schwerkariösen die nervösen neben den bösen sie schluchzen der totengräber zeigt auf das grab "da muaß er eini-der sarg" "das gibt ärger" schreit der joe berger: "begrabts net mi begrabts die hierarchie" weiter




Wer ist schuld an den leeren Kassen der Bundestheater? Während die Bühnen über die steigenden Kosten klagen, glaubt die Opposition an "multiples Organversagen" der Kontrollinstanzen. - © apa/Georg Hochmuth

Bundestheater

Seitenweise Brisanz

  • Die Opposition tadelt nicht nur die geplante Bundestheater-Novelle. Sie wirft dem Kulturministerium auch vor, dem Rechnungshof eine entscheidende Studie vorenthalten zu haben.

Wien. (irr) "Der Bankomat muss wieder anspringen, Strukturmaßnahmen setzen wir nicht." Glaubt man Beate Meinl-Reisinger, ist dies das heimliche Credo der Österreichischen Bundestheater: Die drei Häuser - Staatsoper, Volksoper und Burgtheater - seien so kostenintensiv wie reformunwillig... weiter




Monika Grzymala erweitert in "Raumzeichnung xyz" den zeichnerischen Ansatz. - © Monika Grzymala

Ausstellungskritik

Die Emanzipation des Papiers3

  • Die Albertina zeigt mit "Drawing Now 2015" eine alle Gattungsgrenzen überschreitende Schau.

Hans Holleins Vordach sowie die Fassade der Albertina sind durch eine orange leuchtende Linie verspannt: Rainer Prohaskas Intervention erinnert an die Raumlinien quer durch Galerien von Fred Sandback, aber auch an die textilen Netze der feministischen Künstlerinnen wie Anngret Soltau in den 1970er... weiter




Magdalena Ko ená begeisterte in der Staatsoper mit einem Liederabend. - © imago/CTK Photo

Konzertkritik

Absage an die Kulinarik1

  • Die Mezzosopranistin Magdalena Kožená gastierte in der Wiener Staatsoper.

Es war ein Konzert ganz ohne Getue, das Magdalena Kožená und Mitsuko Uchida am Mittwochabend bestritten: Mitunter tut es gut, zwei Künstlerinnen ohne divenhafte Exzentrik und Star-Allüren bei der Arbeit zu sehen. Als nüchterne Ernsthaftigkeit ließe sich der Geist beschreiben... weiter




Regisseur Woschitz drehte fast nur mit Laien. - © Matthias Greuling

Thomas Woschitz

Die Provinz ist nicht zum Lachen2

  • Regisseur Thomas Woschitz über seine launige Provinz-Posse "Bad Luck".

Villach. Die Kärntner hat Thomas Woschitz schon einmal auf seiner Seite: In Villach gab es bei der Premiere seines neuen Films "Bad Luck" am Mittwoch frenetischen Applaus, hört man. Was auch daran liegen mag, dass dieses filmische Kleinod in Form einer höchst amüsanten Szenensammlung auch ein... weiter




Nebel der Interpretation: Romeo Castelluccis Stück lässt rätseln. - © Guido Mencari

Theater-Kritik

Spiritueller Beistand

  • Romeo Castelluccis Rätseltheaterstück "Go down, Moses" gastiert bei den Wiener Festwochen.

Zu Beginn ist die Bühne leer, wie in dichten Nebel getaucht. Am Ende weicht das Dunkel sanfter Morgenröte. Zwischen den jähen Lichtwechseln hat sich im Theater an der Wien ein eigentümliches, 80 Minuten langes Rätselspieltheater ereignet. Romeo Castelluccis jüngste Inszenierung "Go down, Moses"... weiter




Brasilianische Familienbande. LigiaJardim

Theater-Kritik

Abschied im Garten der Erinnerung

  • Bürgerliches Familien-Finale aus Brasilien bei den Festwochen.

Die brasilianische Gruppe mit dem unübersetzbaren Namen "Cia Hiato" führt ihre Bühne gerollt und gefaltet mit sich. Grasgrün der Nylonteppich, Umzugskartons sonder Zahl. Daraus zaubern die sieben Darsteller flink einen Garten und die Villa dazu, die Burg einer bürgerlichen Familie... weiter




Eine Kupfer-Note am Rande der Beal Street in Memphis ehrt die verstorbene Blues-Legende. - © APAweb/Reuters, Mike Blake

B.B. King

Memphis verabschiedete sich von Blues-Legende

  • Trauermarsch und Gedenkkonzert.

Memphis. Hunderte Fans haben sich am Mittwoch in Memphis mit einem Trauermarsch von der Blues-Legende B.B. King verabschiedet. Musiker spielten den Jazzsong "When the Saints Go Marching In" und hielten Kings berühmte Gitarre "Lucille" in die Luft, während ein Leichenwagen mit dem Sarg des... weiter




Außenansicht der Wiener Schiffschul, erste Hälfte 20. Jahrhundert. (l.), Purimfest iranischer Juden in der orthodoxen Synagoge in der Großen Schiffgasse 8 in Wien-Leopoldstadt, bis heute bekannt als Schiffschul (r.). - © Jüdisches Museum Wien/Slg. Berger, Chridstine de Grancy

Museumsstücke

Wiener Schiffschul als Arche Noah für Iraner11

  • Eine Ausstellung mit Fotos von Christine de Grancy gibt Einblick in die Lebenswelt iranischer Juden, die in Wien auf ihre Weiterreise warten.

Eine derzeit im Jüdischen Museum Wien präsentierte Serie von künstlerischen Aufnahmen der in Brünn (Tschechien) geborenen Fotografin Christine de Grancy gibt Einblicke in die Lebenswelt von iranischen Juden in Wien. Die Fotografien entstanden in der Wiener "Schiffschul"... weiter




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In Genf badet man besser keine Kinder. Sie laufen Gefahr, mit dem Bad ausgeschüttet zu werden. Oder im konkreten Fall mit der ganzen Sintflut... weiter






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