Berni Wagner nimmt sich selbst auch nicht zu ernst. - © Moritz Ziegler

Kabarett

"Ein Produkt muss süchtig machen"6

  • Berni Wagner legt sein drittes Soloprogramm "Babylon" vor. Unter der Regie von Philipp Flü Vollnhofer lässt er sieben Jahre Großstadt Revue passieren und sinniert über völlig überbewertete Werbung.

Ständig ein Grinsen im Gesicht und eine durchwegs sympathische Ausstrahlung: So steht der junge Oberösterreicher Berni Wagner auf der Bühne. Der 26-Jährige ist aktuell mit seinem inzwischen dritten Soloprogramm unterwegs. Darin erinnert er sich noch gut an den Tag, an dem er auf dem Wiener Westbahnhof das erste Mal auf die Städter traf... weiter




Im Wasser: Daniel Wagner, hinten v. l. Christoph Griesser, Yodit Tarikwa, Stephanie K. Schreiter, Johnny Mhanna, vorne: Arthur Werner. - © Werk X

Theaterkritk

Ideologie geht baden

  • Werk X zeigt amüsante Untergangsfantasie rund um Integration von Flüchtlingen: "Homohalal" von Ibrahim Amir.

"Fast jedes Theater in Wien braucht einen Schauspieler mit Fluchterfahrung", beschwert sich Johnny Mhanna am Beginn des Theaterabends. Er will nicht mehr Quotenflüchtling sein, der immerzu seine Kultur erklären soll: "Ich habe meine Geschichte schon 15.000 Mal erzählt." Der Schauspieler ist tatsächlich 2015 aus Syrien geflohen... weiter




Untergangsangst. - © A. Peller

Theaterkritik

Geh’n ma halt a bisserl unter

  • Bronski & Grünberg zeigt die Komödie "Titanic".

Menschenskind, ist das ein schlechtes Stück! Nur von der grottigen Aufführung wird es unterboten. Und so, ganz genau so ist es gedacht, und so, ganz genau so soll es sein. Weshalb man sich bei "Titanic - eine Komödie an Deck eines tragischen Kahns" im Bronski & Grünberg Theater schieflacht. Dominic Oley hat der Geschichte die meiste Tragik... weiter




Edward Clug mit Nina Poláková bei den Proben zur Premiere am Sonntag. - © Staatsballett/Taylor

Interview

Ibsen wortlos2

  • Edward Clug zeigt bei seinem Hausdebüt das zeitgenössische Handlungsballett "Peer Gynt" an der Staatsoper.

"Peer, du lügst!" So beginnt das nordische Epos des Träumers und Fantasten Peer Gynt. Mit Lügengeschichten versucht er, der Realität zu entfliehen. Henrik Ibsen hätte wohl nie gedacht, dass sein Versdrama "Peer Gynt" einmal als Ballett auf die Bühne gehievt werden wird. Den rumänischen Tänzer, Choreografen und Ballettdirektor des slowenischen... weiter




Festspiele Reichenau

Feiern mit Farkas2

  • Reichenau spielt im 30er-Jubeljahr Schnitzler und Werfel.

Ihr 30-jähriges Jubiläum begehen die Festspiele Reichenau im kommenden Sommer. Auf dem Spielplan 2018 stehen vier Neuproduktionen, darunter die Neuauflage der legendären Revue "Schau’n Sie sich das an!". Mehr als 40.000 Karten wurden aufgelegt, 120 Vorstellungen sind angesetzt. 901.328 Besucher... weiter




Robert Palfrader setzt zwischendurch gekonnt den ganz harten Pointenstiefel ein. - © Ingo Pertramer

Kabarett

Das göttliche Genom13

  • Kabarettist Robert Palfrader rechnet in seinem neuen Programm mit seinem angeblichen Schöpfer und dessen gläubigen Anhängern ab.

Kabarett ist, wenn einer auf der Bühne steht und den anderen sein Weltbild erklärt. Nach diesem Motto lässt Robert Palfrader in seinem ersten Soloprogramm sein Publikum an seinen Ansichten über Gott und die Welt teilhaben. Und zwar vor allem über Gott. Denn der katholisch sozialisierte Atheist rechnet vor allem mit seinem Schöpfer ab (an den er... weiter




Haben oder Sein? (v.l.n.r:) Felician Hohnloser, Florian Haslinger, Johanna Wolff. - © Andreas Friess

Theaterkritik

"Geschäft geschafft"4

  • Wiener Theaterkollektiv Yzma bringt das Thema Steuern auf die Bühne: hoher Unterhaltungswert.

"Wir wollten ein Stück über Steuern machen", sagt Florian Haslinger. "Das stellten wir uns lustig vor." Die Schauspieler Haslinger und Johanna Wolf, Regisseurin Milena Michalek und Produzent Karl Börner bilden das Kernteam des Theaterkollektivs Yzma. Steuern? Bei dem Thema kommt eher Unbehagen auf: Die einen zahlen immer zu viel... weiter




Ikonen des Widerstands: Felix Strobel, Lara Sienczak als Hans und Sophie Scholl. - © Rita Newman

Theaterkritik

Kurzer Prozess3

  • "Die weiße Rose" als überaus gelungenes Widerstandsdrama im Theater im Zentrum.

Am 18. Februar 1943 werden Sophie Scholl, 21, und ihr zwei Jahre älterer Bruder Hans, beim Versuch, Flugblätter in der Münchner Universität zu verteilen, verhaftet. Fünf Tage später werden sie nach einem kurzen Prozess, geleitet von Roland Freisler, gefürchteter Präsident des Volksgerichtshofes, zum Tode verurteilt... weiter




Der heimliche Star des Abends: Luca Pisaroni. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Mit breitem Pinsel dünn aufgetragen14

  • "Don Giovanni" unter Dirigent Sascha Goetzel an der Staatsoper.

Dass in einem schiefen Bühnenbild allerhand schiefgehen kann, ist zwar eine recht plumpe Metapher, traf für die 48. Staatsopern-Aufführung von Mozarts "Don Giovanni" in Jean-Louis Martinotys solider, mit einigen einfallsreichen Details gespickten Inszenierung aber leider zu. Annette Dasch benötigte bei ihrem Staatsoperndebüt etwas Anlaufzeit... weiter




Theaterkritik

Seestern, Arschbombe

  • Experimente mit Bewegungsformen im Nassen.

Das älteste städtische Schwimmbad Wiens, das Jörgerbad im 17. Bezirk, wurde 1914 eröffnet. Zweistöckig ranken sich Galerien meterhoch über dem Schwimmbecken. Unten liegt die nasse Fläche ruhig, bis dann: Oleg Soulimenko (künstlerische Leitung), Nanina Kotlowski, Johanna Nielson und Oliver Angel blubbernd unter Wasser gehen... weiter




Mit Gags und Tanz versucht "Swing", der österreichischen Politik beizukommen. - © Werk X

Theaterkritik

Ein bisschen was Freches7

  • Im Werk X gastiert das aktionstheater ensemble mit "Swing: Dance to the Right".

Was Trauriges, was Progressives. Ein bisschen was Freches oder vor allem nichts Kompliziertes. Was für ein Theaterabend darf es heute sein? Das aktionstheater ensemble lässt dem Publikum die Wahl. Und nach der Wahl? Kommt so oder so: "Swing: Dance to the Right". Das heißt: Es wird traurig und frech und nicht so kompliziert... weiter




Kabarett

Was nur die kleinen Kinder dürfen5

  • Die Tirolerin Tanja Ghetta trotzt in ihrem neuen Soloprogramm äußerst liebenswert.

Ein bisserl die Sau rauslassen, so wie die Kleinkinder im Gitterbett, möchte auch Tanja Ghetta. Weil aber die gesellschaftlichen Regeln besagen, dass Großjährige nicht mehr öffentlich trotzen, bleibt es beim Aufstand der Zwerge. Also wird nur auf der Bühne die Trotzphase ausgerufen. Die Tirolerin steigt in das Thema mit sehr viel Selbstironie ein... weiter




PR€SENTATION VON DESIGNIERTEM THEATER AN DER WIEN-INTENDANTEN STEFAN HERHEIM - © APA/GEORG HOCHMUTHVideo

Bühne

"Künstlerische Heimat" am Theater an der Wien1

  • Stefan Herheim wird das Haus ab 2022 leiten und will zwei Inszenierungen pro Saison selbst gestalten.

Wien. Regisseur Stefan Herheim verspricht dem Opernpublikum unter seiner Ägide "nicht nur kunstvoll Süßes, sondern auch Pikantes und Scharfes". Herheim, der ab 2022 Intendant am Theater an der Wien sein wird,  sagte: "Es wird eine übergeordnete Dramaturgie für dieses Haus geben, die auf meiner eigenen Ästhetik fußt"... weiter




Ministerin Ungepflegt. - © Posch

Performance

Dreckiges in sauberen Zeiten8

  • Performerin Barbara Ungepflegt gründet fiktives Heimatschmutzministerium.

Wussten Sie nicht? Die Performance-Künstlerin Barbara Ungepflegt ist die neue Frau Bundesminister für Heimatschmutz. Das teilte sie in einer knapp neunminütigen Pressekonferenz im Wiener Lokal Hofburgstüberl mit. Ungepflegt hat in den letzten Jahren mit Aktionen und Dauerinstallationen im öffentlichen Raum auf sich aufmerksam gemacht... weiter




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Wissensdurstig, neugierig, seelenvoll und nachdenklich sieht David Bowie auf den Aufnahmen aus. Hier in August Wallas Zimmer.

Die 75. Golden Globes wurden zur Bühne der Frauen mit einer Kampfansage an Sexismus, Missbrauch und Benachteiligungn. "Ich möchte, dass heute alle Mädchen wissen, dass ein neues Zeitalter am Horizont anbricht", sagte die US-Entertainerin Oprah Winfrey in ihrer Dankesrede nach Empfang des Ehrenpreises für ihr Lebenswerk - und rührte viele im Saal zu Tränen. "Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren." Deren Tage seien nun gezählt. Jetzt müssten alle dafür kämpfen, dass es in Zukunft niemanden mehr gibt, der als Opfer "Me too" sagen muss, mahnte Winfrey. Zur ganzen Rede Ein Gruppenfoto der PreisträgerInnen.

CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey, Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte.

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