Von Kopf bis Fuß ein Nowak: Reinhard Wunder. - © Moritz Ziegler

Von Kopf bis Fuß ein Wunder: der Mann2

  • Mit seinem neuen Kabarettprogramm "Das Wunder Mann" versucht Reinhard Nowaks auf weitgehend abgegrastem Gebiet zu reüssieren - das gelingt ihm durchaus.

Eigentlich ist Reinhard Nowak, Jahrgang 1964, in München geboren. Dabei halten ihn viele für einen echten Wiener, schon allein wegen der leicht greinerlichen Grantigkeit, mit der er schon im Sarkasmus-Kultfilm "Muttertag - die härtere Komödie" anno 1992 in diversen Rollen reüssierte. Und die er auch in seinen folgenen Filmen (von "Hinterholz 8"... weiter




"In der Theaterarbeit werden häufig die falschen Fragen gestellt": Schauspieler Philipp Hauß will den Status quo ändern. - © Jim Rakete

Interview

"Das ist mir zu clean"

  • Burg-Schauspieler Philipp Hauß räumt mit Klischees vom Künstlerdasein auf.

"Wiener Zeitung:" Die Backstage-Satire "Im Reich der Tiere" changiert zwischen Tierparabel, Künstler- und Sozialdrama. Der Autor Roland Schimmelpfennig porträtiert das Theater darin als Abbild einer neoliberalen Arbeitswelt, durch welche die Schauspieler ausgebeutet werden. Wie brutal ist Ihr Job? Philipp Hauß: Der gesamte Kunstbereich ist ja ein... weiter




Ein Hüne von einem Lehrer: Markus Hauptmann. - © Ljubo Lukic

Kabarett

In der Schule ist die Hölle los6

  • Mit Markus Hauptmann und Georg Huber in die Abgründe der Pädagogik.

Es beginnt mit Georg Huber am Klavier. Markus Hauptmanns treuer Gefährte führt musikalisch in den Stoff ein, ehe Hauptmann selbst die Bühne betritt. Ein Hüne von fast zwei Metern, mit einer Glatze wie Kojak, einem Blick wie Klaus Kinski, einem Humor, der zwischen den Polen "English for Insiders"  von Otto Waalkes und "Muttertag" pendelt – und... weiter




Völlig losgelöst: Burg-Schauspieler Klaus Maria Brandauer ganz leger vor Jim Raketes Kamera. - © J. Rakete

Interview

"Ich hasse Fotografen, die Ideen haben"10

  • Porträtfotograf Jim Rakete über den Krampf mit digitalen Kameras, die Bilderflut und das Ende der Fotografie.

"Wiener Zeitung": Ihre Schwarzweißporträts von Musikern, Schauspielern und Politikern sind legendär. Was fesselt Sie an dem Format? Jim Rakete: Porträtfotografie ist an sich ein unglaublich interessantes Metier. Für mich war die Fotografie der Schlüssel, um mit außergewöhnlichen Menschen in Kontakt zu kommen... weiter




Geschlechterrollen geraten in Bewegung: "Das Publikum" in Madrid. - © Javier del Real/Teatro Real

Opernuraufführung

Komplexe Selbstbefreiung6

  • Weltpremiere von Federico García Lorcas rätselhaftem Stück "Das Publikum" als Oper mit dem Klangforum Wien in Madrid.

"Das Publikum" gehört zu den rätselhaftesten und schwierigsten Theaterstücken von Federico García Lorca. Der weltberühmte spanische Dichter, der 1936 während der Bürgerkriegswirren wegen seiner Homosexualität von Anhängern der späteren Franco-Diktatur ermordet wurde, sagte selber, sein 1930 gedichtetes Werk sei "nicht zum Aufführen... weiter




Alter Schwede! Baron Gondermark (Kurt Schreibmayer, dritter v. l.) zieht mit den Bacchanten um die Pariser Häuser. - © Barbara Pálffy/Volksoper

Operettenkritik

Sex, Champagner und Cancan

  • Ein grelles Lustspiel: Jacques Offenbachs "Pariser Leben" an der Wiener Volksoper.

Und wo kriegen wir die Kostüme für die nächste Maskerade her? Dreimal herrscht Rätselraten unter den Partylöwen von Paris, dreimal rollt als Antwort ein Minilaster um die Ecke. Ein putziger Deus ex machina ist das, und er kommt einem nicht ganz unbekannt vor: Das Töfftöff mit den vielen Requisiten ist anfangs, wie das Logo lehrt... weiter




Opernkritik

Heldentöne im Bunker6

  • Giuseppe Verdis "Don Carlo" wurde zum Staatsopernfest.

Armer, reicher Prinz. Ja, so ein Infantenleben unter dem martialisch-gläubig eingestellten Monarchen Philipp II. war nicht lustig, schon gar nicht in den griesegrauen Bunkerbildern von Daniele Abbado. Das wurde an diesem Abend im Haus am Ring einmal mehr als deutlich. Denn unter Publikumsliebling Ferruccio Furlanetto hatte wirklich niemand was zu... weiter




"Wir Linke haben immer Scheu gehabt, ins rechte Horn zu stoßen", sagt Lukas Resetarits. - © Robert Newald

Lukas Resetarits

"Es rennen nicht viele Kreiskys herum"30

  • Kabarettist Lukas Resetarits über schmähfreie Politiker, Feinfühligkeit im Humor und die TV-Bildungsschere.

Es ist sein 25. Programm in 38 Bühnenjahren: Am 4. März hat Lukas Resetarits’ "Schmäh" im Wiener Stadtsaal Premiere. In einer Probenpause hatte der Kabarettist Zeit für ein recht nachdenkliches Interview. Schmäh ohne. "Wiener Zeitung": Ihr neues Programm heißt schlicht "Schmäh". Wo rennt er denn hin... weiter




Tragisches Liebespaar: Massimo Giordano und Martina Serafin.

Wiener Staatsoper

Neues von seiner Hoheit, dem Elend8

  • "Andrea Chénier" in ganz ordentlichem Repertoire-Gewand an der Wiener Staatsoper.

Was Umberto Giordano in seinem "Andrea Chénier" zwischen geliebtem Vaterland und der Notwendigkeit nach Erdäpfeln doch für ein liebliches Revolutionsdrama gelang. Und wieder geriet ein Staatsopernabend zu einem melodisch-optischen Genussschwall in den vier herrlich naturalistischen Akten "nach" Otto Schenk... weiter




"Ich könnte nicht zu Hause sitzen und nichts tun", sagt die Vielarbeiterin Barbara Petritsch über ihren Beruf. Aktuell ist sie etwa in "Das Konzert" und "Bei Einbruch der Dunkelheit" zu sehen. - © Robert Newald

Interview

"Ich rege mich genauso auf wie mit 20"3

  • Barbara Petritsch wird 70, die Burg-Schauspielerin über das Älterwerden, ihren Traum vom Theater und die Burg-Krise.

"Wiener Zeitung": Laut Wikipedia feiern Sie am 24. Februar Ihren 66. Geburtstag. Das Online-Lexikon macht Sie vier Jahre jünger. Barbara Petritsch: Es ist mir ein Rätsel, wie das passieren konnte. Ich habe nie ein falsches Geburtsdatum in Umlauf gebracht. Ich wüsste aber auch nicht, wie man diese Angaben korrigieren könnte... weiter




Der Anti-Held wird nicht zur Lachnummer: Pietro Spagnoli als Bartolo. - © apa/Harbert Neubauer

Opernkritik

Komödie statt Revolution

  • Das Theater an der Wien zeigt "Il barbiere die Siviglia" in der Version Giovanni Paisiellos.

Mit der Geschichte ist das so eine Sache: Sehen wir sie als Abfolge herausragender Taten großer Menschen, bringen wir sie in Gefahr, "ins Schöne umgedeutet und der freien Erdichtung angenähert zu werden". Was Nietzsche in seiner Schrift "Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben" skizzierte... weiter




Stoischer Doktor: Alfred ramek als Bartolo. - © Wiener Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Der diskrete Charme der Patzigkeit

  • Rossinis "Barbier" mit dem 40-Jahr-Jubiläum von Alfred Šramek an der Staatsoper.

Stünde dieses Haus auf der Straße, es wäre vielleicht schon denkmalgeschützt: Seit 1966 grantelt Doktor Bartolo in denselben Kulissen, wenn die Staatsoper Rossinis "Barbier von Sevilla" spielt – fast ein halbes Jahrhundert, das etliche verliebte Grafen und alte Bartolos mit jungen Mündeln in Alfred Sierckes Bühnenbild sah... weiter




Theaterkritik

Zappel nicht, hampel nicht - sei endlich ruhig!

Dennis ist ein Kind, das nicht zur Ruhe kommt: Ständig ist er in Bewegung, Arme und Beine zappeln, er macht Faxen, zieht Grimassen. Wenn ihn etwas aufregt, wird er schnell aggressiv. Da bekommt selbst der beste Freund eine blutige Nase. Hyperaktiv, impulsiv, aufbrausend - früher hätte man so ein Kind Zappelphilipp genannt... weiter




Nevski Prospekt eröffnen mit "Tramway Trott & Tiefkühlfisch" das Festival. - © DeBacker

Szene Bunte Wähne

Wiener Tanzfest hebt heuer ab

  • Das Festival für junges Publikum macht den "Traum vom Fliegen" von 26. Februar bis 3. März im Dschungel Wien und WUK zum Thema.

Waren sie im letzten Jahr mit "Mee(h)r" auf Tauchgang, so geht es heuer gen Himmel: "Der Traum vom Fliegen" lautet das Motto des 18. Szene-Bunte-Wähne- Tanzfestivals, das vom 26. Februar bis 3. März im Dschungel Wien und WUK stattfindet. Zu sehen sind zwölf Tanz-Produktionen aus fünf Ländern, darunter zwei Uraufführungen und sechs... weiter




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  1. "Es rennen nicht viele Kreiskys herum"
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  5. Nachfolger gesucht

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Jean-Baptiste Lully

Der Komponist, der mit dem König tanzte

Jean-Baptiste Lully, dargestellt von einem unbekannten Künstler. - © Ecole francaise/Web Dass der Italiener Giovanni Battista Lulli zum Erfinder der französischen Oper wurde, hat mit seinem guten Aussehen zu tun... weiter




Opernkritik

Ein Himmel voller Galgen

Der Held ist tot, jetzt wird noch die Tragödin auf ihn herabstürzen: Edita Gruberova über Dario Schmunck. - © Monika Rittershaus Wie schlimm kann es sein, die Braut vor der Heirat im Hochzeitskleid zu sehen? Es kann durchaus in die Katastrophe führen - jedenfalls nach der... weiter






Julianne Moore erhielt den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in "Still Alice".

Der ORF hat das Logo und Artwork des "Eurovision Song Contest 2015" im  November 2014 präsentiert.

Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin). Christoph Waltz hat den 2536. Stern am Walk of Fame bekommen.