Festspiel-Bilanz

Salzburgs Schauspiel: Falsch verteilte Gefechtsfelder

Schauspielsommer unter dem Titelbalken Erster Weltkrieg. Doch die Gefechtsfelder - im US-Militär heißen sie "theater" - waren falsch verteilt. In der Riesenhalle in Hallein machte sich "Forbidden Zone" als fotorealistischer Dekorationsrausch breit. Dabei wären die rührenden Versuche von Frauen, sich in Europa und Amerika der Kriegsfurie Giftgas... weiter




"Der Rosenkavalier",  inszeniert an einer Zeitenwende - den Festspielen steht eine bevor. - © apa/Barbara Gindl

Analyse

Ausklang in Harmonie3

  • Alexander Pereira verlässt die Salzburger Festspiele nach einem respektablen Sommer.

Jahr für Jahr, wenn die Salzburger Festspiele auslaufen, spitzen Kulturkritiker ihre Feder zur finalen Pflichtübung. Dann gilt es, ein bündiges Urteil über rund sechs Wochen Kulturaufkommen zu verkünden. Es ist dies ein Ritual, das auch einmal hinterfragt werden darf. Führt das Maßnehmen an einem solchen Programm-Massiv nicht zwangsläufig zu... weiter




Theater

Bregenzer Festspiele lockten knapp 264.000 Zuseher

Die Bregenzer Festspiele sind Montagabend mit der Abschluss-Aufführung der "Zauberflöte" im Regen zu Ende gegangen. Laut der noch in den Abendstunden veröffentlichten Bilanz wurden 263.733 Besucher beim Kultur-Festival am Bodensee gezählt. Als absoluter Publikumsmagnet erwies sich die "Zauberflöte", die bei sämtlichen 29 Aufführungen ausverkauft... weiter




Tragbar, aber schwer erträglich: der Mini-Golem. - © apa/Barbara Gindl

Theaterkritik

Updates für Golem

  • Theatermacherin Suzanne Andrade bei den Salzburger Festspielen.

Falls dem Besucher die Stimme des Golem bekannt vorkommt, liegt er richtig: Ben Whitehead, der dem leicht gebückt trottenden Lehmmännchen seine Stimme leiht, war auch Synchronsprecher bei Ardman Animations, nämlich als Wallace: "No cheese, Gromit?" Die englische Theatermacherin Suzanne Andrade und der Trickfilmer und Animations-Spezialist Paul... weiter




Der Bregenzer Intendant sorgte für Standing Ovations - © APA

Theater

Fulminanter Abschied in Bregenz von David Pountney3

David Pountney hat Wort gehalten. Nicht Tränen sondern Lachen hinterlässt der scheidende Intendant in Bregenz. Das ihm gewidmete und praktischerweise auch von ihm inszenierte Abschlusskonzert der Festspiele wurde Sonntagmittag zum fulminanten Publikumserfolg. Pountneys Interpretation von Mozarts "Der Schauspieldirektor" erwies sich als absolut... weiter




Theater

Erfolgreiche Saison bei den Seefestspielen

APA18795678_11062014 - MÖRBISCH - ÖSTERREICH: Die Seebühne Mörbisch aufgenommen am Mittwoch, 11. Juni 2014, während einer Probe von "Anatevka" in Mörbisch. Die Produktion der Seefestspiele Mörbisch hat am 10.07.2014 Premiere. FOTO: APA/HERBERT NEUBAUER weiter




Das Volkstheater ist sanierungsbedürftig - © APA (Neubauer)

Theater

Volkstheater startet Spendenkampagne für Sanierung

Augenlose Gesichter prangen derzeit mahnend auf einem haushohen Plakat am Wiener Volkstheater und auf dessen Homepage. Mit dem Slogan "Auch wenn Sie es nicht sehen wollen, keine Renovierung, kein Theater. Das Volkstheater verfällt" wird um Spenden für eine Generalsanierung des desolaten Hauses geworben... weiter




Festival

Triumphales Garanca-Comeback in Salzburg4

Elina Garanca ist nach mehr als einjähriger Babypause wieder zurück auf der Opernbühne. Die lettische Mezzosopranistin begeisterte gestern, Freitag, in der konzertanten Aufführung von Gaetano Donizettis "La Favorite" im Großen Festspielhaus. Juan Diego Florez und Ludovic Tezier sorgten an Garancas Seite für ein königliches Fest der Stimmen... weiter




Vom Putzjob ins Märchenland: Cecilia Bartoli und Javier Camarena begeistern. - © Festspiele/Silvia Lelli

Opernkritik

Zurück am Koloraturen-Buffet

  • Cecilia Bartoli ist das Aschenputtel mit gelben Gummihandschuhen und Koloraturen-Urgewalt.

Die Inszenierung ist, das bestätigt das Wiedersehen nach gut zehn Wochen, das mit Abstand Geglückteste, was man derzeit auf den Opernbühnen der Festspiele sehen kann. Was wäre wohl aus Schuberts "Fierrabras" geworden, hätte man einen kreativen (und hoch musikalischen) Ur-Komiker wie Damiano Michieletto drüber gelassen? Da fällt also Alidoro als... weiter




Bülent Ceylan. - © Foto: Renate Steininger

comedy

Bülent Ceylans "Haardrock"

(rstein) Seit Februar tourt der Komiker mit der pechschwarzen Wallmähne mit seinem inzwischen achten Soloprogramm "Haardrock" durch die deutschen Lande, im September ist er damit erstmals in Österreich zu Gast. Es ist das bisher persönlichste Programm des Künstlers, den Hauptteil der Show bestreitet er - dabei immer mit seinem Publikum... weiter




Pflück dir ein Briefchen: Elisa Plüss holt Feldpost, Max Simonischek (Don Juan) ist ihr auf den Fersen. - © apa/Barbara Gindl

Theaterkritik

Toter Mann auf Eis serviert2

  • "Don Juan kommt aus dem Krieg" von Horváth bei den Salzburger Festspielen.

Am Anfang fällt der weiße Vorhang. Neun Frauen, in Linie an der Rampe, fangen die leichte Ballonseide auf, raffen sie zusammen zu einer Rolle. Als Chor tirilieren sie sogleich in acht Strophen von Schillers Soldaten-Glorie in "Wallensteins Lager": "Wohlauf Kameraden auf’s Pferd . . ." Dazu klemmen sie den textilen Schlauch in den Schritt und... weiter




Aufgesagtes Dichterleben: Paul Herwig als Trakl. - © Festspiele/Müller

Theaterkritik

Des Georg Trakls Weh und Ende

  • Nicolas Charaux inszenierte Walter Kappachers Monolog für das Young Directors Project der Salzburger Festspiele.

Walter Kappacher, ein lange unterschätzter Autor, der schließlich doch mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet worden und so quasi in den Schriftstellerhimmel gehoben worden ist, gilt als einer der besonders Feinsinnigen in seiner Zunft. Dafür wird er mit schöner Regelmäßigkeit gelobt. "Der Abschied", vierter und letzter Punkt des Young Directors... weiter




Der Startenor als "Il Conte di Luna" Anfang August bei der Fotoprobe zu Verdis Oper "Il Trovatore" im Grossen Festspielhaus. - © APAweb / APA, Barbara Gindl

Salzburger Festspiele

Placido Domingo musste drei Vorstellungen absagen

  • Domingos Part in der Oper "Il Trovatore" übernimmt Artur Rucinski.

Salzburg. Wegen einer Erkrankung kann Startenor Placido Domingo bei den diesjährigen Salzburger Festspielen nicht mehr den "Conte di Luna" in der Oper "Il Trovatore" singen. Er musste die Vorstellungen am 18., 21. und 24. August absagen, wie die Festspiele am Sonntag mitteilten. An seine Stelle tritt der polnische Tenor Artur Rucinski... weiter




Kreuzbieder: Georg Zeppenfeld zeigt als König Beharrungsvermögen, Julia Kleiter als Emma Bußfertigkeit. - © apa/Barbara Gindl

Opernkritik

Schöner Stehen3

  • Schuberts "Fierrabras" verbreitet bei den Salzburger Festspielen gediegene Langeweile.

Der Ordnungsruf folgt prompt. "Schweig, Rasender!", wird der Ausländer gemaßregelt. Sein Verbrechen? Fierrabras, Titelheld aus Franz Schuberts Ritteroper, hat soeben seine Liebe zur Tochter von Karl dem Großen eingestanden. Für einen gefangenen Mauren am Hof des Feindes macht das natürlich keinen schlanken Fuß... weiter




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Theatersommer

Musik liegt in der Landluft

Auf in den Kampf: In Gars setzt es auf diesem Archivbild "Carmen"; heuer wird sich im wildromantischen Waldviertel der "Freischütz" einfinden. - © Oper Burg Gars (irr) Man sah die Idee förmlich kommen. Als Christoph Wagner-Trenkwitz, Musik-Conferencier und Fürstreiter der leichten Muse... weiter




Interview

"Großes Ego, keine Ahnung"

Noch einmal Tauber: Becza a in Wien als Schlagerstar. - © Anja Frers Wien. Das Monokel wird er vorerst nicht mehr brauchen. Rund zwei Jahre ist es her, da hat es Piotr Beczała in einem Antiquariat gekauft und... weiter






Alejandro Gonzalez Inarritu.

Luc Besson, 55, stellte mit seiner Frau Virginie Silla in Locarno seinen Actionthriller "Lucy" vor.

Ko Murobushi unterrichtet beim Impulstanz die japanische Tanzform Butoh. Gert Voss als Lear, König von Britannien.