Omar Sarsam überzeugt vor allem mit Mimik und Sprachtalent. - © WZ/Moritz Ziegler

Kabarett

"Herr Sarsam bitte!"3

  • Omar Sarsam und sein neues Soloprogramm "Diagnos: Arzt".

Im weißen Arztkittel betritt Omar Sarsam bei seinem neuen Solo die Bühne. Im Hintergrund ertönt die Durchsage: "Herr Sarsam bitte." Omar Sarsam ist also der Arzt. Oder ist er der Patient? Der weiße Kittel findet jedenfalls seinen Platz am Garderobenständer und der Abend nimmt im T-Shirt seinen Lauf... weiter




Überspitzt: "Kein Stück über Syrien". - © aktionstheater ensemble

Theaterkritik

Vom Fliehen und vom Helfen

  • Zwei Wiener Theater reagieren mit sehr unterschiedlicher Herangehensweise auf die Flüchtlingsthematik.

Während die Politik weitgehend chaotisch entweder nach Lösungen sucht oder lieber mit populistischen Unkenrufen die Massen aufwiegelt, hat das Theater längst handfest auf die Flüchtlingssituation reagiert. Zwei unterschiedliche künstlerische Ansätze feierten nun just in der Woche, in der das Volkstheater ein Stück zum Thema abgesagt hat... weiter




Er weiß es nicht mehr: Erwin Steinhauer ist der "Vater" in den Kammerspielen. - © Moritz Schell

Theaterkritik

Zerstückelte Erinnerung

  • Kaleidoskop der Verunsicherung: Erwin Steinhauer im Demenz-Drama "Vater".

"Hab ich gut geschlafen?", fragt sich André am Morgen. Er weiß es nicht mehr. Glaubt er. Es ist ein trickreiches und grausames Spiel mit dem Verstand, das das Stück "Vater" von Florian Zeller spielt. Mit seinem Protagonisten André (Erwin Steinhauer) und mit dem Publikum. Die eine Seite ist die: André ist offenbar geistig nicht mehr ganz auf der... weiter




Burgtheater

Es geht wieder aufwärts

Das Wiener Burgtheater erholt sich von seiner wirtschaftlichen Krise. Wie das Haus bekanntgab, verzeichnete man für das Geschäftsjahr 2014/15 einen Jahresüberschuss von 1,2 Millionen Euro, mit dem der Bilanzverlust auf 12,1 Millionen reduziert werden konnte. Für das Theater "eine deutliche Beruhigung der wirtschaftlichen Situation"... weiter




Nur gemeinsam sind sie komisch: Dirk Stermann (l.) und Christoph Grissemann als vergrantelte "Sonny Boys" sehr frei nach Neil Simon im Rabenhof. - © Rabenhof/Udo Leitner

Theater

Ausgelacht1

  • Stermann und Grissemann legen als "Sonny Boys" eine gekonnte Selbstparodie vor.

Abgewohnter Altbau, vertrocknete Grünpflanzen. Auf einem Sofa fläzt ein Mann im Morgenmantel, vor sich eine Flasche mit Hochprozentigem, die unvermeidliche Zigarette. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt dem Roulette-Spiel auf dem Couchtisch: Rien ne va plus. Die nach allen Regeln der Kunst heruntergekommene Existenz verkörpert Christoph Grissemann mit... weiter




Bei Klaus Eckel passt einfach alles. - © Ernesto Gelles

Kabarett

Ausbildung schadet doch nur der Karriere5

Kabarettisten gibt es viele, wirklich gute aber nur wenige. Klaus Eckel gehört unbestritten zu letzteren. Da sitzen die Pointen, da wirkt nichts aufgesetzt oder konstruiert, da enden Monologe nicht in einem flachen Finale, da schauen die Zuschauer nicht ab der Pause auf die Uhr. Vielmehr fühlt man sich verstanden... weiter




Opernkritik

Elfenklang, Wassergesang

  • "Rusalka" kehrt an die Wiener Staatsoper zurück.

Als "lyrisches Märchen" bezeichnete Antonín Dvořák seine Oper "Rusalka". Tatsächlich taucht man in der Produktion der Wiener Staatsoper in eine fantastische Wasserwelt ein, wo sich Elfen tummeln und Zauberwesen Pakte schließen. Rusalka basiert auf einem tschechischen Märchen, und so gehört da auch eine Portion Dramatik dazu... weiter




Mit Sprungkraft: Erwin Steinhauer und Gerti Drassl im Demenzdrama "Vater". - © apa/Hans Klaus Techt

Interview

Löcher im Kopf1

  • Erwin Steinhauer spielt einen an Demenz erkrankten Patienten. Ein Gespräch über Komik und Tragik der Krankheit.

Wien. "Irgendetwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis. Kriegt keiner mit. Winzig klein. Mit bloßem Auge nicht zu sehen. Aber ich, ich spüre es." André, Witwer, Vater von zwei Töchtern, erkrankt an Alzheimer. Wie die Krankheit sukzessive Gedächtnis, Gefühle, Persönlichkeit zersetzt... weiter




Als noble Tosca in Wien: Angela Gheorghiu. - © Michael Pöhn

Staatsoper

Feine Gestalter1

  • Angela Gheorghiu als Tosca an der Wiener Staatsoper.

Man kann die Partie der Floria Tosca sicher dramatischer singen oder wuchtiger gestalten. Dass sie jedoch auch mit lyrisch differenzierter Intensität eine schlüssige Partie ergibt, ist derzeit mit Angela Gheorghiu an der Wiener Staatsoper zu hören. Die Sopranistin vereint Anmut und Leidenschaft, Lyrik und Dramatik, Jugendlichkeit und Reife... weiter




Theaterkritik

Taubheit und Liebe

  • Gehörlosendrama im Theater Scala.

Der ganz normale Familienwahnsinn in all seiner Buntheit: Vier Personen reden durcheinander, die Möbel auf der Bühne (Marcus Ganser) spiegeln das wider: roter Tisch, schwarze Sessel, blaue Kästchen, grüne und gelbe Regale. Nur der gehörlose Billy schweigt, während seine Eltern Christopher und Betty sowie seine Geschwister Ruth und Daniel auf teils... weiter




Eine Braut hat das große Los gezogen - doch auf das Lottogold folgt die Gier. - © Patrick Pfeiffer

Opernkritik

Mit dem Lottoschein in die Wüste

  • William Bolcoms Oper "McTeague - Gier nach Gold" als Europapremiere in Linz.

Linz beweist Mut! Das Stück kennt hierzulande wirklich niemand, die Vorlage - ein 1899 veröffentlichter Roman von Frank Norris, 1924 verfilmt von Erich von Stroheim - ist vermutlich nur Spezialisten ein Begriff. Und ein Komponist namens William Bolcom ein "William who?". 1938 wurde er in den USA geboren... weiter




Homajon Sefat (l.) und David Haller machen sich auch über die Generation WhatsApp lustig, als in der U6 das Licht ausgeht. - © Christopher Glanzl / 2gewinnt.at

Kabarett

Eine U6-Satire3

  • Homajon Sefat & David Haller alias 2gewinnt finden in ihrem neuen Programm "Schmusen" bei einer Fahrt mit der U-Bahn genügend Stoff für gesellschaftspolitische Kritik.

Homajon und David sind in der U6 unterwegs zur Premiere in der Wiener Stadthalle. Denn: "Ich hab eine Jahreskarte der Wiener Linien und nichts zu verschenken", stellt David Haller im schicken Dreiteiler fest und erklärt damit den Verzicht auf die Limousine, den Homajon Sefat in seinem Adidas-Trainingsanzug überhaupt nicht nachvollziehen kann... weiter




"Mein einziges Talent: den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern": Dirk Stermann (l.) und Christoph Grissemann. - © Katharina Sartena

Interview

"Perverse Publikumslieblinge"11

  • Das Satiriker-Duo Stermann & Grissemann über Volksschauspieler, Altherrenwitze und Aussteigerfantasien.

"Wiener Zeitung": Der Broadwayhit "Sonny Boys" liefert Spielmaterial für zwei alternde Schauspieler und wurde in Wien zuletzt mit Otto Schenk und Helmuth Lohner in den Kammerspielen abgefeiert. Wollen Sie dieses Erbe im Rabenhof Theater tatsächlich antreten? Christoph Grissemann: Ich habe mich lang dagegen gewehrt... weiter




Moritz Bierbaum brilliert als kleiner Prinz in Stimmlagen, bei denen man den Ohren kaum traut. Foto: Concertbüro Forster Passau

Musical

Ein glockenheller Prinz

  • Antoine de Saint-Exupérys Welterfolg als einwandfrei umgesetztes Musical auf deutschsprachiger Tournee.

Moritz Bierbaum ist eine Idealbesetzung. Nicht nur optisch, sondern auch in Mimik, Gestik und stimmlich wird der junge Frankfurter seiner Rolle als "Der kleiner Prinz" im gleichnamigen Musical, das derzeit auf Tournee in Österreich, Deutschland und der Schweiz ist, absolut gerecht. Mit scheinbar mühelos glockenheller Stimme und einer Mischung aus... weiter




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