"Frau Franzi" in ihrem Element. - © Ilse Teix

Kabarett

Ein Auswärtsspiel

  • "Die Gästeliste" – ein Rückblick auf zehn Jahre "Frau Franzi".

"Frau Franzi": Mit Wischmop und Fetzen steht sie vor ihrem Publikum und haucht kreativ ihren Utensilien Leben ein. So werden aus den Tüchern kleine Spielfiguren und auch der Wischmop zum Protagonisten. Doch sie hat nicht nur ein Faible fürs Putzen. Romeo und Julia, MacBeth, Othello und König Arthur faszinieren die "Frau Franzi" seit mittlerweile... weiter

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  • Update vor 43 Min.



Opernkritik

Bewegende Blüten

  • "Madama Butterfly" an der Wiener Staatsoper.

Verkaufte Braut wird Spielball eines Soldaten aus der Fremde: Puccinis "Madama Butterfly" ist eine schreckliche Geschichte, wie sie sich nicht nur in Nagasaki abspielt. Dabei ist diese "Tragedia Giapponese" schrecklich schön anhören, auch in der aktuellen Aufführungsserie im Haus am Ring. Erstmals gab Maria José Siri in der 378... weiter




Machtvoller Schönklang: Dmitri Hvorostovsky. - © afp

Nachruf

Trauer um einen Parade-Onegin5

  • Der russische Bariton Dmitri Hvorostovsky starb im Alter von 55 Jahren.

Wien. (irr) Im Juni hat er noch eine österreichische Bühne besucht: Bei der Sommernachtsgala Grafenegg gab Dmitri Hvorostovsky eine späte Probe seiner Kunst, ließ in der "Cortigiani"-Arie des Rigoletto noch einmal seine Präsenz, seine Inbrunst aufblitzen. Dabei war der russische Bariton sichtlich gezeichnet von seiner Krankheit... weiter




Theaterkritik

Pfiffige Reise durch magische Welten

Wenn sich böse Orks angesichts eines bebrillten "Wobbits" buchstäblich totlachen, wenn ein Trupp Schwarzer Reiter die von einem Elben bewachte "Brücke von Asfinag" nicht überqueren kann, weil ihnen die Maut zu hoch ist, dann geht die Fantasy-Parodie "Der Herr der Zwiebelringe" über die Bühne. Statt ihrem sonst angesagten "Theater zum Fürchten"... weiter




Den Publikumspreis bekam das TV-Format "Wir sind Kaiser". - © Moritz Ziegler

Kabarett

Sechs Künstler und vier Preise2

  • "Wir sind Kaiser" ist der Publikumsliebling beim Österreichischen Kabarettpreis.

Es hat schon fast Tradition, dass der Österreichische Kabarettpreis in den aktuell vier Kategorien nicht an vier, sondern an mehr Künstler vergeben wird. Waren es 2015 das "Tagespresse"-Kollektiv und das Duo Matthias Egersdörfer & Martin Puntigam sowie 2016 Hosea Ratschiller & Radeschnig, die gemeinsam in einer Kategorie ausgezeichnet wurden... weiter




Ein Gruppenfoto der PreisträgerInnen. - © Moritz Ziegler

Preisverleihung

Kabarettpreise 2017: Die Preisträger in Bildern3

  • Lukas Resetarits bekam den Hauptpreis, Stefanie Sargnagel den Sonderpreis.

Wien. Sie sind vergeben: Die Kabarettpreise 2017. Eindrücke von der Preisverleihung in der Wiener Urania. Siehe dazu auch: Sechs Künstler und vier Preise: "Wir sind Kaiser" ist der Publikumsliebling beim Österreichischen Kabarettpreis. ... weiter




Ein Belcanto-Ulk: Florian Köfler (Pasquale) und Carolina Lippo (Norina). - © Herwig Prammer

Opernkritik

Don, der Gynäkologe2

  • Donizettis "Pasquale" als grelle Boulevard-Komödie in der Kammeroper.

Das Positive vorweg: Die Kammeroper zeigt eine neue musikalische Fassung des "Don Pasquale", und man kann daran fast so viel Spaß haben, wie ihn Tscho Theissing wohl bei der Arbeit hatte. Der Grenzgänger zwischen Klassik und Musikantentum hat sich die Partitur von Gaetano Donizetti ohne wissenschaftliche Skrupel... weiter




"Wie kam es, dass wir solche Arschlöcher geworden sind?": Joachim Meyerhoff. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Was hat uns bloß so ruiniert?5

  • Ibsens "Der Volksfeind" begibt sich am Wiener Burgtheater auf rutschiges Parkett.

Theatergeschichte ist gleichsam der konstante Wechsel von politischem Engagement und gesellschaftlichem Rückzug, Suche nach radikalen Formen und Beharren auf Traditionen. Neuerdings schlägt das Pendel wieder in Richtung politisches Theater aus. Man versucht sich an Gegenwartsdiagnosen mit den Mitteln des Chors (Volker Lösch)... weiter




Lebensraum Sofa: v.l.: Dirk Nocker, Valentin Postlmayr, Simon Jensen, Alexandra Henkel, David Wurawa, Markus Hering, Alina Fritsch, Sven Dolinski. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Die Beharrlichkeit der Bäckerin2

  • Das Flüchtlingsstück "Willkommen bei den Hartmanns" verliert am Akademietheater die Problematik aus den Augen.

2015 flüchteten so viele Menschen wie seit Jahrzehnten nicht mehr nach Europa, um hier Schutz vor Krieg und Armut zu suchen. Laut UNHCR waren es über 800.000 Schutzsuchende: Allein 500.000 davon fanden in Deutschland neue Heimat. Im Jahr darauf kam Simon Verhoevens "Willkommen bei den Hartmanns" in die Kinos... weiter




Ob das Lügen zum Menschwerden dazugehört? - Juliette Khalil in der Titelrolle von "Pinocchio" in der Wiener Volksoper. - © Volksoper

Opernkritik

Lügen haben lange Nasen23

  • Die Volksoper zeigt mit "Pinocchio" eine Vorweihnachts-Produktion nicht nur für Kinder.

"Das ist sehr freundlich, Herr Thunfisch, aber ich kann nicht aus meiner Haut..." Spätestens nach dem Tiefseedialog des kleinen Titellügners, Pardon: -helden mit dem geplüschten Meerestierchen war es um das Wiener Publikum ganz geschehen. Der Zauber von Pierangelo Valtinonis zweiaktiger Oper "Pinocchio" hatte endgültig zugeschlagen - wobei sich... weiter




Theaterkritik

Früher war der Ernst noch witziger

Zwei Frauen pflegen einen bizarren Fetisch für den Vornamen Ernst. Ein Mann erfindet einen immer Probleme machenden Bruder ebendiesen Namens als Ausrede für häufige Abwesenheit. Sein Freund erfährt das und gibt sich als genau dieser Bruder aus. Oscar Wildes "Bunbury" (1895) ist wohl die perfekteste, eleganteste und witzigste Salonkomödie... weiter




Grebes Wortakrobatik reicht von Rap bisStruwwelpeter. - © Moritz Ziegler

Kabarett

"Ich mach Kunst, ich kann eh, sagen was ich will"8

  • Rainald Grebes aktuelles Programm "Das Elfenbeinkonzert" in Wien.

Rainald Grebes aktuelles Bühnen-Outfit ist eine gewagte Kombination: Der Liedermacher und diplomierte Puppenspieler trägt Jogginghose, Hemd, Krawatte und Indianerkopfschmuck. Mit einem Koffer im Schlepptau klettert der gebürtige Kölner ins Rampenlicht des Wiener Stadtsaals. Auf der Kabarettbühne ist Rainald Grebe der Häuptling... weiter




Katharina Klar und Sebastian Pass bei der Premiere von "1984" im Volkstheater. - © APAweb / Herbert Neubauer

Volkstheater

Überwachung in der Almhütte9

  • Am Volkstheater wird derzeit versucht "1984" von George Orwell wiederzubeleben.

George Orwells "1984", ein Roman aus den ersten Nachkriegsjahren, gespeist aus Berichten von Hitler- und Stalinopfern, wurde zweimal groß verfilmt und blieb als Ziffern-Chiffre für einen totalen, im Kalten Krieg dann naturgemäß kommunistischen Überwachungsstaat in liberale Hirne eingeschrieben. Mit der Kurzformel "1984" benennen Hellsichtige und... weiter




Unnahbarer Märtyrer: Josefstadt-Intendant Herbert Föttinger (l.) als Professor Bernhardi und Michael Dangl. - © Sepp Gallauer

Theaterkritik

Morbus Austriacus, unheilbar9

  • "Professor Bernhardi" von Arthur Schnitzler im Theater in der Josefstadt.

Ein Arzt, ein zweiter, dritter, vierter .. . Zuletzt stellen 15 Mediziner, einer ein Minister, in der politischen Unbehaglichkeits-Komödie "Professor Bernhardi" vor, was Dr. med. Arthur Schnitzler als chronischen Morbus Austriacus diagnostizierte: Dass hierzulande weltanschauliche Widersprüche sofort ins Persönliche abstürzen und instrumentalisiert... weiter




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CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

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