"Ich bin Leon Klinghoffer": Vor der New Yorker Met solidarisieren sich Demonstranten mit dem jüdischen Mordopfer einer PLO-Entführung, das der Komponist John Adams - vermeintlich - verunglimpft hat. - © ap

Oper

"Brennt die Bühne nieder!"

  • Heftige Proteste in New York gegen John Adams’ Oper "Klinghoffers Tod".

New York. Es ist ein besonderer Anlass. Die "New York Times" hat einer Oper einen Leitartikel gewidmet. So bedeutsam fand man bei der sogenannten Grey Lady die Premiere von "Klinghoffers Tod" an der Metropolitan Opera an diesem Montag, dass man sich nicht davor scheute, das Stück mit dem ganzen Gewicht der redaktionellen Meinung zu stützen... weiter




"Ich habe mich als junger Mann mehr für Sport interessiert - und für Mädchen", sagt Joachim Meyerhoff. - © apa/Roland Schlager

Interview

"Rasende Resignation"1

  • Burgschauspieler Joachim Meyerhoff über Büchners Danton und die Finanzkrise.

"Wiener Zeitung": Sie spielen Danton in Büchners Revolutionsdrama "Dantons Tod", Premiere ist morgen, Freitag. Wie ist es, eine historisch verbürgte Figur zu verkörpern? Joachim Meyerhoff: Das ist schon seltsam. Am Anfang liest man viel, informiert sich über die Ereignisse, studiert Abbildungen der historischen Person... weiter




Als beste Komiker und beste Komikerin wurden Kaya Yanar (Bild) und Carolin Kebekus, gekürt. - © APAweb, Georg Hochmuth

Comedypreis

Die lustigsten Deutschen wurden gekürt

  • Zweifachsieg für Mario Barth beim Deutscher Comedypreis 2014.

Köln. Mario Barth hat den Deutschen Comedypreis gleich doppelt gewonnen. Bei der Verleihung am Dienstagabend in Köln siegte der Berliner Komiker in der Kategorie beste Comedyshow mit "Mario Barth deckt auf!" (RTL), die sich um Steuerverschwendung und Etikettenschwindel dreht. Barth machte auch beim erfolgreichsten Live-Act das Rennen... weiter




Regen soll die Kunst abwaschen, aber er kam nicht. - © Nationaltheater Wales

Graffiti

"In Wales schüttet es sonst immer!"2

  • Ein Gedicht an einem Felsen erregt Waliser.

Das Nationaltheater von Wales gehört zu den mutigsten Theatern der Britischen Inseln. Es wandelt auf gänzlich unkonventionellen Wegen. Zum Beispiel lädt es für November zu einer Vorstellung ein, bei der die Theatergäste irgendwo zwischen dem englischen Bristol und dem walisischen Newport im freien Gelände herumstapfen werden... weiter




Auch Papier ist bei Boris Charmatz essbar. - © Boris Brussey

Performancekritik

Das große Mampfen2

  • Choreograf Boris Charmatz widmet sich beim steirischen herbst der Nahrungsaufnahme.

Eigentlich ist es eine Banalität. Für manche ein Akt, um anspruchslos ihren Körper Energie zu geben. Andere wiederum widmen ihr ihr ganzes Sein - freiwillig und auch unfreiwillig, ob Job oder Sucht: die menschliche Nahrungsaufnahme, ein gewöhnlicher Akt des Alltags. Dem sich performativ jedoch erst der französische Choreograf Boris Charmatz... weiter




Im Kreislauf des Mordens: Véronique Gens (Iphigénie, l.) und Lenneke Ruiten (Diane). - © Armin Bardel

Opernkritik

Die Toten hören nicht auf zu sterben

  • Das Theater an der Wien zeigt beide "Iphigenie"-Opern Glucks in der Regie von Torsten Fischer an einem Abend.

Auch wenn der eine oder andere Gluck noch immer unterschätzen mag, genießt der Opernreformator doch auch abseits kalendarisch bedingter Aufmerksamkeitsspitzen eine stetige Präsenz auf den Wiener Spielplänen. Wobei es wohl heißen müsste: auf dem Spielplan des Theaters an der Wien, wo in den letzten Jahren auch seine beiden "Iphigenie"-Opern zur... weiter




Chris Lohner liest aus ihrem Tagebuch. - © Moritz Ziegler

Kabarett

Die Lohner und ihr Tagebuch

  • Chris Lohner teilt im neuen Programm ihre Gedanken zum Leben und zum Altwerden mit dem Publikum.

"Jung war ich lang genug . . . jetzt schau ich mir mal zu beim Älterwerden", hat sich Chris Lohners gedacht. Und so geht es in ihrem neuen Programm um das Altern und darum, dass der Wahlspruch "Forever Young" aber sowas von unsinnig ist... weiter




Hosea Ratschiller erfüllt sich einen Traum. - © Christian Pitschl

Kabarett

Erst ins Fluc und dann ins Fernsehen

  • Wiens neuer Stand-up-Klub am Praterstern soll junge Künstler schnell bekannt machen.

Wien. Die Suche hat ein Ende: Am kommenden Montag eröffnen Andreas Fuderer, Chef des Kabarett Niedermair, und Kabarettist Hosea Ratschiller eine neue Wiener Stand-up-Bühne im Fluc. Die Location am Praterstern ist laut Fuderer ideal: "Es ist öffentlich sehr gut erreichbar, und durch die großen Fenster sieht man hinaus auf den neuen Bahnhof und das... weiter




Kein Theatermuseum: In Meidling eröffnet das Werk X mit einem Uraufführungsmarathon. - © Foto: Minzla Feline

Werk X

Antithese zum Bühnenplüsch4

  • Das Werk X will Sprechtheater mit internationaler Strahlkraft sein und eröffnet Freitag im Meidlinger Kabelwerk.

Wien hat ein neues Theater. Glaubt man den Werbeplakaten, befindet es sich am "Arsch der Welt". Dieser liegt in unmittelbarer Nähe der U6-Station Tscherttegasse, hinter dem Altmannsdorfer Friedhof stößt man auf ein Areal voller zuckerlfarbener Wohnhausanlagen. 3500 Menschen leben auf dem Gelände der ehemaligen Meidlinger Kabelfabrik... weiter




Marius von Mayenburg arbeitet im Werk X. - © Katharina Birus

Marius von Mayenburg

"Eine gewisse Hitze erzeugen"2

  • Der Dramatiker und Schaubühnen-Dramaturg Marius von Mayenburg über Weltwahrnehmung und Geheimtipps.

"Wiener Zeitung": Zehn Jahre nach der Berliner Uraufführung inszenieren Sie Ihr Stück "Eldorado" nun im Wiener Werk X. Wie kam es dazu? Marius von Mayenburg: Mit dem Stück habe ich noch eine Rechnung offen. Es geht einem als Autor ja öfters so, dass man davon überzeugt ist, dass andere Regisseure bestimmte Potenziale eines Stücks nicht ausgelotet... weiter




Theater an der Jugen

Eine Art Politthriller

  • Das Theater der Jugend zeigt "Die drei Musketiere".

Spannender und abenteuerlicher kann eine Geschichtslektion kaum sein als Michael Schachermaiers Inszenierung der "Drei Musketiere" von Alexandre Dumas im Theater im Zentrum. Auf der kleinen Bühne des Theaters der Jugend geht es da hoch her: Geheimmissionen, raffinierte Intrigen, Duelle, gefahrvolle Rettungsaktionen... weiter




 - © <a href="http://www.lukasbeck.com" target="_blank">www.lukasbeck.com</a>

Kabarett

Neandertaler trifft Jetztmensch2

  • Roland Düringer begeistert auch im dritten Teil seiner Trilogie mit Gesellschaftskritik.

Alles hat ein Ende und folglich auch eine Trilogie und dies logischerweise im dritten Teil. Und mit eben diesem startete Roland Düringer im Orpheum Wien am Dienstag. Nach "Ich Einleben" und "Wir - Ein Umstand" schließt der gedankliche Exkurs um den Sinn des Lebens und den Egoismus der modernen Welt nunmehr in "Ich allein?"... weiter




Theaterkritik

Kellergeschichten4

  • Der Fall Fritzl als makabre Pointenschleuder.

Es ist wohl eines der härtesten Verbrechen der österreichischen Kriminalgeschichte: Josef Fritzl hat seine Tochter 24 Jahre lang in einem Keller gefangen gehalten, missbraucht und sieben Kinder mit ihr gezeugt. Die Schreckenstat, 2008 enthüllt, inspirierte seitdem zahlreiche Künstler - es gibt Krimiserien, Songs und Stücke... weiter




"Das Burgtheater für die Welt von morgen" - so lautet Karin Bergmanns Motto für die Arbeit der kommenden Jahre. Die interimistische Burg-Direktorin wurde als Leiterin bis 2019 bestellt. - © APAweb / Reuters, Leonhard Foeger

Burgtheater

Turm im Sturm1

  • Karin Bergmann bleibt am Burgtheater und ist als Direktorin bis 2019 bestellt.

Wien. "Also, dass du dich das traust" - solche Zurufe habe sie erhalten, als sie im März die interimistische Leitung des Burgtheaters übernahm. Die Situation war prekär: Das Haus am Ring steckte in der ärgsten Finanzkrise seiner langen Geschichte, und Direktor Matthias Hartmann war fristlos entlassen... weiter




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