ImPulsTanz

Flamme oder Strohfeuer

  • Impulstanz zeigt Uraufführung des Tanztheater Wien.

Es ist ein Revival: Das Tanztheater Wien präsentiert beim Impulstanz-Festival einen Blick zurück in die Zukunft: "Back To The Future" nennt das Ensemble seine Uraufführung - 12 Jahre nach seiner Auflösung. Es war 1982, als unter Liz King "Mid Atlantic" im Künstlerhaus uraufgeführt wurde, und somit der zeitgenössische Tanz auch in Wien etabliert... weiter




Superamas Afrikanerin blickt auf ihr Volk herab. - © K. Miernik

ImPulsTanz

Darth Vaders große Tennisballschlacht1

  • Impulstanz: Superamas und nadaproductions auf historischen Entdeckungsreisen.

Die einen gehen der Geschichte der Gewalt nach, die anderen jener des Tanzes: Superamas und nadaproductions präsentierten im Rahmen des Impulstanz-Festivals ihre Uraufführungen "History Of Violence" und "Four Remarks On The History Of Dance". Im Weltmuseum treiben ein Cowboy und ein Afrikaner das Publikum in der Saalmitte zusammen... weiter




Raumgreifende Irrelevanz: Kristallklare Anett Fritsch und Luca Pisaroni in Bechtolfs "Figaro". - © apa/Gindl

Le nozze di Figaro

Dekorative Liebschaften3

  • Zahmer geht’s nicht: "Le nozze di Figaro" in Salzburg.

Wer ein guter Musiker werden will, der sollte sich auch im Transponieren üben. Man spielt dann also dieselbe Melodie, vielleicht erst in C-, dann in A-Dur. Besonders Ambitionierte treiben das durch alle Tonarten. Freilich, solche Exerzitien brauchen Sitzfleisch. Sie sind eher geistlos und öd. Dasselbe kann man nun leider auch von einem wichtigen... weiter




Sommertheater

"Mann hat uns hintergangen!"1

Ernst ist in der Stadt. Das gibt Ärger. "The Importance of Being Earnest" ist ein Spiel mit der Pose und dem schönen Schein, wie Oscar Wildes eigenes Leben und auch da verschaffte es ihm Ärger: Die Uraufführung war ein glänzender Erfolg und Wilde vier Tage später der "Sodomie" angeklagt. Im Stück legt er die Lächerlichkeit der englischen... weiter




Castorf ist angekommen: Szene aus "Walküre". - © BF/E. Nawrath/dpa

Bayreuth

Premierenhalbzeit auf dem Grünen Hügel1

  • In ihrem dritten Jahr werden "Das Rheingold" und "Die Walküre" in Bayreuth bejubelt.

Der Eröffnungsreigen in Bayreuth ist noch in vollem Gange. Vor dem ersten Pausentag der diesjährigen Festspiele sind jetzt die ersten beiden Ring-Teile über die Bühne gegangen. Und vom Publikum gefeiert worden! Dieser Ring wird ebenso stark von Frank Castorf und seinem Bühnenbildner Aleksander Denic wie von Kirill Petrenko geprägt... weiter




Interview

"Dagegen kannst nur tanzen"1

  • Die rollstuhlfahrende Tänzerin Vera Rebl über Gefühle beim Tanzen und ihr Konzept gegen Selbstzweifel.

Wien. Bereits seit 10 Jahren gibt es das Mixed Abilities Department beim Impulstanz-Festival. Damit war man in Wien eines der ersten zeitgenössischen Festivals, bei dem Tanzen für alle, egal, mit welchen körperlichen Voraussetzungen, angeboten wurde - mit gleichbleibend großer Nachfrage. Vera Rebl bringt dort Menschen zum Tanzen... weiter




Der Künstler, ein Narr? Susanne Wolff als Clavigo und Moritz Grove als Carlos. - © apa/Barbara Gindl

Salzburger Festspiele

Herzensbrechereien4

  • Frau verlässt Mann: Stephan Kimmig tauscht in "Clavigo" die Geschlechter - und die Opferrollen.

Die Kunstgeschichte ließe sich als endlose Kette gebrochener Herzen lesen: Hier der große Künstler, dort ein nicht abreißender Strom an Geliebten, Musen, Ehefrauen, allesamt betrogen, verraten, verlassen. In diesem zwischenmenschlichen Inferno verortet Regisseur Stephan Kimmig "Clavigo". Goethes Jugenddrama hatte nun im Rahmen der Salzburger... weiter




Festival

Buhs und Bravos für rätselhaften "Clavigo" in Salzburg6

Als ein eigenwilliges Künstlerdrama zwischen Spoken-Word-Performance, Clownspiel und Ballonfahrt ist Montagabend Goethes Trauerspiel "Clavigo" bei den Salzburger Festspielen zur Premiere gebracht worden. Die Inszenierung von Stephan Kimmig wurde im Landestheater nach zwei Stunden mit eher zaghaftem Applaus, durchsetzt von Buhs und Bravos, bedacht... weiter




Tristan und Isolde brauchen bei Katharina Wagner keinen Liebestrank - sie schütten ihn weg und können sich vielleicht gerade deshalb ihrer Amour fou hingeben. - © APA/Festspiele Bayreuth/Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele

In der Leidenschaft gefangen

  • In Bayreuth überzeugen Christian Thielemann und Katharina Wagner mit "Tristan und Isolde".

Bei diesem Paar ist die Sache ziemlich klar. Die brauchen weder einen Todes- noch einen Liebestrank. Und so schütten sie denn die bewusste Droge gemeinsam einfach weg. Brangäne und Kurwenal stellen sich vergeblich der verbotenen Liebe von Tristan und Isolde entgegen, doch die Anziehungskraft, die hier wirkt, ist zu stark... weiter




Tanzkritik

Choreografie zwischen den Grenzen1

Grelle Scheinwerfer blenden die Zuschauer, die dicht gedrängt auf einer Tribüne stehen, und versetzen sie nach dem milden Licht des WUK-Innenhofs in eine Art Schockstarre. Es ist schwül, die Papierfächer bringen wenig Abkühlung. An einem an Seilen von der Decke hängendem DJ-Pult steht die englische Musikerin Jam Rostron und spielt einen drängenden... weiter




Regisseur Peter Konwitschny lässt Bo Skovhus und Angela Denoke zum Geschlechterkampf antreten. - © Salzburger Festspiele / Monika Rittershaus

Opernkritik

Tequila zur Hausgeburt2

  • Fordernd, aber erfolgreich: "Die Eroberung von Mexico" in Salzburg.

Moderne Kunst, heißt es oft, sei etwas Wirres. Sie strapaziere das Hirn, der Mühe stünde kein Nutzen gegenüber. Zwar stimmt es: Auch "Die Eroberung von Mexico", erste Opernpremiere der Salzburger Festspiele heuer, ist schwere Kost. Der Abend schließt aber an die Lebenswirklichkeit des Publikums an. Und er besitzt an einer Stelle sogar Humor... weiter




Hervorstechende Muse Rachel Frenkel. - © Bregenzer Festspiele/Forster

Bregenzer Festspiele

Conchitas Erzählungen4

  • Stefan Herheim bestätigt seinen Ruf als Operndekonstrukteur.

Und dann schließt sich der Vorhang. Sanft, doch unverhofft, nämlich mitten in der Arie von "Kleinzack". Als würde der Gassenhauer aus "Hoffmanns Erzählungen" einfach ausgeblendet. Wahnsinn! Und doch, Stefan Herheim würde man dies als absichtsvolle Intervention zutrauen. Der 45-Jährige hat schließlich einen Ruf als Opern-Dekonstrukteur zu verlieren... weiter




ImPulsTanz

Erdäpfel mit Schlag3

  • Oleg Soulimenko wird bei Impulstanz zum Schamanen.

Zuerst klopft und rüttelt sich Oleg Soulimenko wach, dann beginnt seine Verwandlung in einen Schamanen. Vielleicht ist das Weltmuseum nicht die richtige Location, vielleicht ist es auch die heiße, stickige Luft in dem kleinen Raum: Die folgende Performance "Meet the shaman" lässt einen kalt. Soulimenko besuchte Schamanen im sibirischen Burjatien... weiter




Bibiana Zeller, bekannt aus Film, Fernsehen und Bühne. - © apa/G.H.

Burgschauspielerinnen

Zwischen Angst und Euphorie5

  • Die Burgschauspielerinnen Elisabeth Orth und Bibana Zeller legen erfreulich unsentimentale Memoiren vor.

Autobiografien sind ein schwieriges Genre, häufig sind sie als eine Art Denkmal für das eigene Leben angelegt, voller Schönfärberei und Auslassungen. Bei Memoiren von Schauspielern kommt noch erschwerend dazu, dass die Lektüre meist allzu dicht mit Bühnenanekdoten angereichert ist. Davon heben sich die beiden jüngst im Amalthea-Verlag erschienen... weiter




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