ABD0084_20150521 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Cecilia Bartoli als "Iphigenie" (Mitte), Christopher Maltman als "Oreste" (vorne), Michael Kraus als "Thoas" (hinten) am 11. Mai 2015 während einer Fotoprobe von "Iphigenie en Tauride" im Rahmen der Salzburger Pfingstfestspiele in Salzburg. - FOTO: APA/SALZBURGER FESTSPIELE/MONIKA RITTERSHAUS - +++ WIR WEISEN AUSDRÜCKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GRÜNDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEFÜHRTEN ZWECK ERFOLGEN DARF - VOLLSTÄNDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++ - © APA (SALZBURGER FESTSPIELE)

Oper

Salzburger Pfingstfestspiele fulminant gestartet

Mit "Iphigenie en Tauride" von Christoph Willibald Gluck sind die Salzburger Pfingstfestspiele 2015 heute, Freitag, Abend, fulminant gestartet. Festivalleiterin Cecilia Bartoli hat ihre vierte Opernproduktion im Haus für Mozart präsentiert und einhelligen Jubel eingefahren. Einige wenige Zuschauer kritisierten die zurückhaltende Regie von Moshe... weiter




Bilder der Bedrohung - oder zeigt Peter Handke doch nur eine groteske Gegenwart? - © Armin Smailovic

Theaterkritik

Marktplatz Europa2

  • Die Wiener Festwochen zeigen "Die Stunde da wir nichts voneinander wußten" von Peter Handke.

Mit dem Festwochen-Gastspiel des Hamburger Thalia-Theaters im Theater an der Wien kehrt Peter Handkes Schauspiel "Die Stunde da wir nichts voneinander wußten" an den Ort seiner von Claus Peymann inszenierten Uraufführung (1992) zurück: Neu gedeutet und dank der "freundlichen Genehmigung des Autors" für das Europa von heute aktualisiert vom... weiter




Nicht unbedroht rast der Betrüger Tschitschikow (Semjon Steinberg) durch Russland. - © Alex Yocu

Theaterkritik

Arbeitstiere zur Restverwertung

  • Aus Moskau kamen "Tote Seelen" nach Nikolai Gogols Romanfragment zu den Festwochen.

Makaber-kriminelles Geschäftsmodell: "Tote Seelen" zur Besicherung von Bankkrediten im Zarenreich. Der Grundherr darf seine auch nach ihrem Tod luxusbesteuerten Leibeigenen aus den Büchern streichen - der Käufer ihrer Dokumente holt sich Liquidität in der Höhe ihres Lebendpreises. Lebendige Tote und totes Leben... weiter




Glanzrolle für Nina Hoss und Mark Waschke. - © Arno Declair

Theaterkritik

Ja wo krabbeln sie denn?

  • Uraufführung an der Berliner Schaubühne: "Bella Figura" von Yasmina Reza mit Nina Hoss.

Ihre Stücke sind populär. Ihre Stücke haben alle Tugenden von gut gemachtem Boulevard, dem der Hintersinn das schlechte Gewissen nimmt, sich zu amüsieren. Es sind Steilvorlagen für die besten Schauspieler, sorgen also für ein volles Haus. Was der Zuschauer bekommt, sind nicht gleich der globale Krisendiskurs oder die große Welterklärung... weiter




Im Seelenlabyrinth: Otto Katzameier als Herzog, Anna Radziejewska als Gattin. - © apa/Festwochen/Rittershaus

Opernkritik

Artisten, Triebe, Emanationen4

  • Salvatore Sciarrinos Oper "Die tödliche Blume" bei den Wiener Festwochen.

"Hin- und hergerissen zwischen zwei Träumen . . ." Die Herzogin seufzt das kurz vor ihrem Tod, und sie hat es schon einmal gesagt. Knapp nach ihrer Verfehlung. Ja, diese Renaissance-Dame liebt ihren Mann, und doch hat sie ihn gerade betrogen. Fragen beginnen an ihr zu nagen. Wird der Herzog ihr das verzeihen, oder wird er sie beseitigen lassen? Ja... weiter




Aberwitzige Realitätssplitter als mediale Installation und Doku-Drama bei den Festwochen. - © M. Domage

Theaterkritik

Wahrheitssucher

  • Das Künstlerkollektiv BERLIN zeigt wahre Geschichten.

Die besten Geschichten liefert das Leben selbst. So abgedroschen das auch klingen mag, aber das belgische Künstlerkollektiv namens BERLIN folgt seit seiner Gründung 2003 mit beachtlichem Erfolg genau diesem Prinzip. In ihren Medieninstallationen setzen sie unglaubliche Fundstücke des Alltagslebens und aberwitzige Realitätssplitter zusammen... weiter




Tomasz Konieczny als Wotan. - © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Opernkritik

Das Wälsungenblut hat gekocht5

  • "Die Walküre" an der Staatsoper.

"Merken Sie nicht, wie Wien wieder Weltstadt wird?", fragte der hinterfotzige Helmut Qualtinger. Man darf dazu heute getrost Ja sagen. Auf den Life Ball folgt der Song Contest; und nebenher lassen Institutionen wie die Staatsoper, wie eigentlich auch sonst immer, Weltstars über das Hochkulturparkett gleiten... weiter




Theater

Yasmina Rezas "Bella Figura" am Ku'damm uraufgeführt

Mit flotten Oberschicht-Beziehungsdramen hat sich die französische Autorin Yasmina Reza ("Drei Mal Leben", "Der Gott des Gemetzels" u.a.) einen festen Platz auf den Spielplänen erobert. Auch "Bella Figura" wird seinen Weg machen. Als Hochglanzprodukt mit Starbesetzung ist das Stück gestern an der Berliner Schaubühne uraufgeführt worden... weiter




Schwärmt vom Orchester der Volksoper: Julia Jones. - © Korbel

Interview

"Ein menschenfeindliches Stück"

  • Dirigentin Julia Jones über Mozarts "Così fan tutte" - Premiere ist heute, Freitag, an der Volksoper.

Wien. Viel ist geschrieben worden über die Felsenarie der Fiordiligi. Die junge Frau, die in diesem Opernmoment so treu und solide wirken will, hüpft in ihrem Gesang wie eine Irre durch die Oktaven. Es sei dies das Sinnbild einer Zerrissenheit zwischen Tugend und Versuchung, heißt es gemeinhin. Folgt man Julia Jones... weiter




Comic-Oper: Herbert Fritsch gastiert in Wien. - © Thomas Aurin

Festwochen-Programm

Höhepunkte der Wiener Festwochen1

Die Wiener Festwochen sind Ausnahmezeiten für Theatergeher, mit überbordendem Angebot und lustvoller Überforderung. Von 14. Mai bis 21. Juni stehen rund 40 Produktionen aus 20 Ländern auf dem Spielplan, fünf Uraufführungen, vier Neuinszenierungen und zwei Europapremieren bieten Intendant Markus Hinterhäuser und Schauspielchef Stefan Schmidtke dem... weiter




Der Festwochen-Start in Schönbrunn könnte sich wiederholen - jedenfalls laut Intendant Markus Hinterhäuser. - © Robert Newald

Interview

"Schlecht, wenn es einem zu gut geht"6

  • Wiener-Festwochen-Intendant Markus Hinterhäuser über Visionen, Bürgerlichkeit und Frie Leysen.

"Wiener Zeitung": Das Publikum schätzt Sie als subtilen Programmmacher. Nun beginnen die Festwochen ausnahmsweise mit dem Sommernachtskonzert der Philharmoniker - einem massentauglichen Gratis-Konzert, das das Ensemble bisher allein veranstaltet hat. Wie geht es Ihnen mit dieser Lösung? Markus Hinterhäuser: Es ist eine Ausnahme... weiter




Witziges Duettin "Cacti".

Ballett-Kritik

Die Stacheln im Sandwich2

  • Alexander Ekmans Staatsopern-Debüt mit "Cacti" dominiert den neuen Ballettabend des Staatsballetts.

Und wieder geht der Staatsballett-Chef Manuel Legris einen sicheren Weg, um sein Wiener Publikum nicht zu vergrämen. Obwohl er mutiger geworden ist: Er zeigt "Cacti" von Alexander Ekman - jedoch umrandet und somit eingebettet zwischen zwei Klassiker von Hans van Manen und Jiří Kylián bei der Premiere am Wochenende... weiter




Angelika Kirchschlager (l.) als Suzanne,Mireille Delunsch als Rosine. apa/Neubauer

Opernkritik

Die Sünde der Länge6

  • Milhauds "La mère coupable" am Theater an der Wien.

Alles kommt ans Licht. Der von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais geschilderte lotterhafte Fortgang der Grafenfamilie Almaviva genauso wie der nachklingende französische Impressionismus nun in unseren Breiten. "La mère coupable", also die sündige Mutter, berichtet von den fortgesetzten Wirren, 20 Jahre nach den Ränkespielen rund um Figaros... weiter




In Wilsonscher Scherenschnitt-Manier: Christopher Nell als Mephistopheles im Berliner Ensemble. - © dpa/Maurizio Gambarini

Theaterkritik

Mephistophical

  • Herbert Grönemeyer und Robert Wilson inszenieren Goethes "Faust I und II".

Gerade hat Claus Peymann die drohende Event-Bude der Berliner Theaterlandschaft in der nahen Zukunft verortet. Gleichwohl gab es auch im Berliner Ensemble ein Event. Vom Feinsten. Wie sich’s gehört. Klassisch auf der Bühne und mal nicht als Fortsetzung des Altherren-Streits, den Peymann mit dem Immobilien-Besitzer des ehemaligen... weiter




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Oper

So macht das keinen Spaß

20150516volkopercosi - © Barbara Pálffy/Volksoper Wien, Es ist traurig, wenn jemand ins offene Messer rennt. Es ist noch trauriger, wenn er es unter Aufbietung aller Kräfte tut - wie nun an der Volksoper... weiter




Richard Strauss

"Elektra" oder: Die Genialität eines Plagiats

Anne Schwanewilms gibt die Rolle der Chrysothemis in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung an der Staatsoper. - © Foto: Wr. Staatsoper/Pöhn Dumpf und drohend, gleich einem übermächtigen Schatten aus dem Totenreich, legt sich das Agamemnon-Motiv gleich zu Beginn über das Werk... weiter





Palmyras antike Skulpturen. 

Blick durch die Palme auf den Hafen von Cannes zum 68. Filmfestival. Im Westen gibt es zahlreiche verzerrte Vorstellungen über japanische Popkultur: Grelle Farben, stetiges Geplapper, auf und ab hüpfende Manga-Figuren und J-Pop-Musik, die alles mit flotten Bässen begleitet.

Der ORF hat das Logo und Artwork des "Eurovision Song Contest 2015" im  November 2014 präsentiert. Schauspielerin Esther Maria Pietsch mit dem Grazer Regisseur Jakob M. Erwa, der hier seine neue Arbeit "HomeSick" vorstellen wird.

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