"Die Beurteilung unserer künstlerischen Qualität überlasse ich Ihnen und nicht der Gewerkschaft": Intendantin Anna Badora wehrt sich gegen Kritik seitens der SP-Gewerkschaft an ihrer Führung. - © apa

Volkstheater

"Wir haben viel vor"1

  • Anna Badoras zweite Spielzeit am Volkstheater bringt 20 Produktionen und neun Uraufführungen.

Wien. "Wir wollen Position beziehen", sagte Intendantin Anna Badora. Den Spielplan für ihre zweite Saison am Wiener Volkstheater stellt sie unter das Motto Gemeinschaft und Zusammenhalt. Es werde darum gehen, wer dazugehöre und wer ausgegrenzt werde, so die Intendantin. "Das Volkstheater soll ein Ort werden... weiter




Theater

TAG-Team macht weiter1

Die Verträge des Leitungsteams des Wiener Theaters an der Gumpendorfer Straße (TAG) wurden verlängert: Der künstlerische Leiter Gernot Plass sowie sein kaufmännisches Pendant Ferdinand Urbach amtieren damit bis 2021, teilte das Büro von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny mit. Das TAG habe sich "sehr gut positioniert" und feiere ... weiter




Unterhaltung pur: (v.l.n.r): Martin Fischerauer, Elisabeth Flechl, Mara Mastalir. - © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Operettenkritik

Noch ist Polen nicht verloren17

  • Der "Bettelstudent" hat das Zeug, ins Volksopernrepertoire aufgenommen zu werden.

Wen die Muse küsst - dieses Ensemble wurde von Carl Millöckers leichter Muse weit mehr als geküsst, denn hier wurde das Haus am Währinger Gürtel allumfassend umarmt und geherzt. Die freche Geschichte von F. Zell (eigentlich Camillo Walzel) und Richard Genée aus Polens Freiheitskrieg unter sächsischer Besatzung, vom Fürst... weiter




Tanz der Ratlosigkeit: Markus Hering, Dorothee Hartinger. - © G. Soulek

Theaterkritik

Die Grenze ist zu

  • Poetisch-absurdes Reigenspiel mit viel Witz: "Die Wiedervereinigung der beiden Koreas".

Ein Mann besucht seine Frau. Sie weiß nicht mehr, dass sie verheiratet sind. Er erinnert sie jeden Tag. Welche Naturgewalt es war, als sie sich kennengelernt haben. "Als würden Nordkorea und Südkorea zusammenkommen. Als würde zusammenkommen, was lange getrennt war". So erklärt der Mann seiner Frau den Beginn ihrer Liebe... weiter




Maulflinke Figuren im arglosen Täuschungsgeflecht: Michael Abendroth, Christoph Rothenbuchner, Doris Weiner. - © lupispuma.com/VT

Theaterkritik

Vier bleiben am Boden

  • Volxbildungstheater: "Halbe Wahrheiten" von Alan Ayckbourn in Wiens Bezirken.

Missverständnis, Aneinander-Vorbeireden, Verwechslung: Solche einmal mit herzhaftem Gelächter quittierte, ein andermal verschämt weggesteckte Alltagserfahrungen sind täglich Brot aller szenischen Späßebastler. Für die Fernseh-Vorabendserien schreiben sie sich längst die Finger wund. Theaterbühnen halten mit der Sitcom Industry nur im... weiter




Damaged Goods erschnuppern einander. - © Iris Janke

Performance-Kritik

Küsse und Bisse3

  • Meg Stuart lotet im Tanzquartier Wien Grenzen aus.

Sechs Tänzer und ein Musiker-Trio, eine nur mit violettem Teppich und einem schwarz glänzenden Tanzboden ausgelegte Bühne: Mehr braucht die US-amerikanische Starchoreografin Meg Stuart nicht, um ein Megaspektakel zu inszenieren. "Until our hearts stop" verursachte am Wochenende im Tanzquartier Wien zwar keinen Herzstillstand bei den Zuschauern... weiter




Genre-Grenzen sprengen: Das Künstlerkollektiv Staint Genet performt beim Donaufestival. - © David Visnjic

Donaufestival

Niemand will beklatscht werden1

  • Das Donaufestival 2016 ist unbequem, aber es war ja auch keiner eingeladen.

Krems. Unter einem Zelt aus Neonröhren treffen auf gehäkeltem Boden mit Gold und Gummi umhüllte Menschen aufeinander. Die Installation "Who With Their Fear Is Put Beside Their Part" von Ryan Mitchell, Ben Zamora und Casey Curran bildet die Kulisse für die Performance "Frail Affinities". Ein Werk der Gruppe Saint Genet, die sich rund um Mitchell... weiter




 Louis Armstrong 1947 in der Carnegie Hall,.Video

Show Business

New Yorker Bretter, die die Welt bedeuten3

  • Die berühmte Carnegie Hall wurde vor 125 Jahren eröffnet.

Zur Eröffnung kam Komponist Peter Tschaikowsky. Fünf Abende lang dirigierte er Orchester und Chor durch einige seiner Werke. Die Pferdekutschen reihten sich zur Premiere am Donnerstag vor genau 125 Jahren die gesamte 57th Street und 7th Avenue entlang. Tickets kosteten maximal einen Dollar im Parkett und waren auf den Rängen schon für 25 Cents zu... weiter




Eine Frage der Gefühle: Tänzer agieren bewusst nüchtern, um den Zuseher einzubeziehen. - © S. Haas

Performance-Kritik

Der entschlüsselte Esel9

  • Nikolaus Adlers "Balthazar" bringt Tanz zum Decodieren.

Es dreht sich um einen Esel. Und dann doch nicht. Es geht um die Schlusssequenz eines Films. Und dann doch nicht. Nikolaus Adler springt zwischen Filmset und realen Szenen hin und her. Die Übergänge fließen. "Balthazar" nennt der Wiener Choreograf sein jüngstes Werk. Am Donnerstag im Theater Nestroyhof Hamakom kam es zur Uraufführung... weiter




Im Dschungel: Klang-Theater in der Waschküche. - © Theater Ansicht

Kindertheater

Schrubbe-di-schrubb

  • "Waschküche" - clowneskes Theater mit Klang für kleinste Theaterbesucher.

Den täglichen Kampf mit oder gegen die unermüdlich wachsenden Berge an zu waschender Wäsche empfindet wohl so gut wie jeder, den Haushalt führende Elternteil als Sisyphos-Arbeit. Der kindliche Blick auf die Welt der Waschküche sieht da gänzlich anders aus. Und genau diesen hat Regisseur Flo Staffelmayr - unter dem Motto "viel Wäsche = viel... weiter




Liebe als der Rätsel Lösung: Lise Lindstrom als schrille Turandot, Tenor Yusif Eyvazov als passabler Calaf. - © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Staatsoper

Trauerspiel in drei Akten5

  • Ein Triumph sieht anders aus. Und klingt auch anders: Die neue "Turandot" an der Wiener Staatsoper überzeugt nicht.

Es ist ein mystischer wie zeitlos gültiger Stoff. Die eisumgürtete fremde Prinzessin, die ihr Herz hermetisch abgeschlossen hat. Aus blanker Angst, verletzt zu werden - durch Überwältigung und letztlich auch durch die Macht Liebe. Die Männer ziehen ihre Sprödheit und Kälte magisch an. Doch die Prinzessin lässt die Freier alle an drei Rätseln... weiter




Tadelt Quotendenken: Sänger Martin Winkler. - © privat

Porträt

"Und immer noch Lust auf mehr"3

  • Volksopern-Sänger Martin Winkler über sein gewaltiges Rollenspektrum, seine Zeit in der freien Szene und die Premiere des "Bettelstudenten".

Wien. Ein "Ring" in Bayreuth, "Arabella" an der Met, Auftritte in London, München, Madrid: Eine Liste seiner Auftrittsorte weist Martin Winkler, den Bassbariton aus Vorarlberg, als veritablen Exportschlager aus. Ein Dauerreisender ist er allerdings nicht. Seit 2009 steht Winkler hauptberuflich im Sold der Wiener Volksoper... weiter




Bernhard Georg Rusch in der Rolle des Teenies Olaf. - © Newman

Theater der Jugend

Kafkas Anleitungen zum Cybermobbing

  • Theater der Jugend zeigt eine Expedition in die heutige Teenager-Welt.

Literatur ist sexy. Es sind nämlich gekonnt platzierte Zitate von Franz Kafka, die "Sunrain" zunächst an "Netboy" faszinieren. Doch aus der literaturaffinen Internetfreundschaft entwickelt sich bald ein handfestes Psychodrama. In dem Jugendtheaterstück "Netboy" führt Autorin Petra Wüllenweber, 45, vor... weiter




Anton Tschechows "Drei Schwestern" gastieren Ende Mai bei den Festwochen in Form einer russischen Inszenierung in Gebärdensprache. Die Produktion ist ein Gastspiel aus Nowosibirsk. - © FW/Frol Podlesny

Wiener Festwochen

Labore der Zukunft

  • Die Wiener Festwochen werden am 13. Mai auf dem Rathausplatz eröffnet, der Kartenverkauf für die 36 Produktionen startet am Samstag.

Wien. "Wir bauen ein neues Europa. Doch wir wissen noch gar nicht, dass wir mit diesem Projekt überhaupt begonnen haben." Der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó beschäftigt sich in seinem Stück "Scheinleben" mit Identität und deren Krise. Er ist bei den kommenden Wiener Festwochen, die am 13. Mai auf dem Rathausplatz eröffnet werden und bis 19... weiter




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Die re:publica öffnet zum zehnten Mal ihre Pforten in Berlin.

Vor dem Apollo Theater in Harlem, New York legen Fans des US-Sängers Prince Blumen und Erinnerungsstücke nieder. Ruth Beckermann hat den Großen Diagonale-Spielfilmpreis für ihre Arbeit "Die Geträumten" über die Liebesbeziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan erhalten. Sie ist damit die erste Künstlerin, die sowohl Spielfilm- wie auch Dokumentarfilmpreis gewann - letzteren 2014 für "Those Who Go, Those Who Stay".

Eine der letzten Amtshandlungen: Bundespräsident Heinz Fischer kam mit Gattin nach Graz, um "Maikäfer flieg!" zu sehen. "Auch ich könnte Ihnen stundenlang Nachkriegsgeschichten aus meiner Kindheit erzählen", sagte Fischer. Zur Eröffnung gab es Superstars: George Clooney, Channing Tatum und Josh Brolin (v.l.) brillierten nicht nur in "Hail Caesar!" von den Coen-Brüdern, sondern auch beim Fototermin.

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