"Elektra" mit Nina Stemme (links) und Anna Larsson findet jetzt im Keller statt - erreichbar im Paternoster. - © apa/Michael Pöhn

Elektra

Paternoster zum Schafott6

  • Die Staatsoper bietet mit "Elektra" nach langem wieder Regietheater. Leider kein gutes.

Um gleich die Frage zu beantworten, die sich Opernfans demnächst vorrangig stellen dürften: Die neue "Elektra" der Staatsoper "spielt in der Zeit um 1910 im Keller eines Wiener Palais". So jedenfalls steht es im Programmheft auf Seite 10 - auch wenn diese Behauptung eigentlich nur mit zwei zugedrückten Augen zu den tatsächlichen Kulissen passt... weiter




Nylonsackerl als Zombiemaske: Christiane von Poelnitz in "Die Schutzbefohlenen". - © apa/Techt

Burgtheater

Weltmeerisches Treibgut2

  • Mitleid ja, Erschütterung nein: "Die Schutzbefohlenen" von Elfriede Jelinek am Burgtheater.

Schwarz drapiert die Riesenbühne, schräge Wände, über dem Eingangsschlitz, im Fluchtpunkt aller Blicke, ein lichtdurchflutetes lateinisches Kreuz. Was sakrale Stille einmahnt wie die Leichenhalle einer Großgemeinde (Bühne: Olaf Altmann), gleicht ebenso dem Nachthimmel überm unendlichen Meer. Menschen zwängen sich unter dem Heilszeichen hindurch... weiter




Oper

Oper "L'amour de loin" im Linzer Musiktheater6

Mit der Oper "L'amour de loin" ("Die Liebe aus der Ferne") der finnischen Komponistin Kaija Saariaho hat das Landestheater Linz eine der bemerkenswertesten musikalischen Inszenierungen der vergangenen Jahre auf die Bühne seines Musiktheaters gestellt. Bei der Premiere am Samstag stand neben der anwesenden Komponistin und den Akteuren vor allem... weiter




ABD0026_20150329 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Annalisa Stroppa als Lola, Jonas Kaufmann als Turiddu (m.) bei der Fotoprobe zur Oper "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni am Dienstag, 24. März 2015, im Großen Festspielhaus in Salzburg. Opernpremiere fand am Samstag, 28. März, im Rahmen der Salzburger Osterfestspiele, statt. - FOTO: APA/BARBARA GINDL - © APA

Konzert

Osterfestspiele Salzburg: Jubel für Verismo im Doppelpack3

Die Verismo-Opern "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni und "Der Bajazzo" ("Pagliacci") von Ruggero Leoncavallo wurden am Samstagabend bei den Osterfestspielen in Salzburg begeistert akklamiert. Der einhellige Jubel galt nicht nur Christian Thielemann, der Staatskapelle, dem Chor der Staatsoper Dresden und den Solisten... weiter




Konzert

Salzburger Osterfestspiele eröffnet - Jubel für Kurz-Opern14

Christian Thielemann hatte Lust auf Italianita. Der Dirigent und künstlerische Leiter der Osterfestspiele Salzburg hat daher die beiden Verismo-Opern "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni und "Der Bajazzo" ("Pagliacci") von Ruggero Leoncavallo aufs Programm gesetzt und das Festival damit am Samstag im Großen Festspielhaus eröffnet... weiter




Konzert

Jose Carreras beglückte seine Fans im Linzer Brucknerhaus3

Jose Carreras zieht nach wie vor seine Fans an. Selbst Kartenpreise von 120 Euro aufwärts sind da kein Hindernis. Und so war der große Saal des Linzer Brucknerhauses beim Arienabend des Startenors am Freitag nahezu ausverkauft - vielleicht auch deshalb, weil die veranstaltende Agentur damit warb, es könnte einer der letzten Auftritte des schon... weiter




Will keinen Racheroman geschrieben haben: Laufenberg, Ex-Intendant von Köln. - © apa/Herbert Neubauer

Interview

"Grauen, das sich ausrasen muss"2

  • Uwe Eric Laufenberg über seine neue "Elektra"-Regie an der Staatsoper, den Krach in Köln und "Parsifal"-Pläne für Bayreuth.

Wien. Regisseur hier, Regisseur da: Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, ist derzeit an zwei Orten aktiv. Während er an der Wiener Staatsoper eine neue "Elektra" inszeniert - Premiere ist am Sonntag -, startet am Samstag eine andere Laufenberg-Regie in Wiesbaden. Ein Gespräch mit dem 54-Jährigen aus Köln über... weiter




Wacklig, aber rebellisch gegen das Unausweichliche: Harald Serafin als Aylott und Otto Schenk als Cooper. - © Erich Reismann

Theater

Gebrechlich mit Grandezza1

  • Mitleid darf nicht über Sarkasmus siegen: Altern mit Otto Schenk und Harald Serafin.

Jeder, der schon einmal in einem Altersheim zu Besuch war, kennt es: dieses schleichende Verlorengehen von Zeitgefühl. Der Titel von Bob Larbeys Stück "Schon wieder Sonntag", das am Donnerstag in den Wiener Kammerspielen Premiere hatte, bringt das schon ganz gut auf den Punkt. So wie auch der trockene Galgenhumor... weiter




Die Hände, die den Stuck an die Wand genagelt haben. - © Moritz Ziegler

Kabarett

"Es kommt ein Dreck im Fernsehen"4

  • Der Ingolstädter Kabarettist Günter Grünwald zu Gast im Wiener Stadtsaal.

Günter Grünwald ist mächtig stolz. Zunächst war er ja entsetzt, der Gast aus Bayern, genauer gesagt aus Ingolstadt, der im Bayrischen Fernsehen sogar eine eigene Show ("Grünwald Freitagscomedy") hat. Denn bei seiner Ankunft sah der Wiener Stadtsaal nicht annähernd so aus, wie das Publikum ihn am Abend vorfand... weiter




Täubchen und Gockel: Frederikke Kampmann tiriliert neben Tobias Greenhalgh. - © Herwig Prammer

Opernkritik

Süßer Vogel Begierde

  • Possierlich: "Die Vogelfänger" von Florian Leopold Gassmann in der Kammeroper.

(irr) "Wenn ein armer Mann eine feine Dame heiratet, hat er nie wieder seine Ruhe", wehrt sich der fesche Cecco. Allein: zu spät. Die Ruh’ dieses Vogelfängers ist hin, und sie wäre es wohl auch, wenn ihm nicht gerade eine forsche Contessa zu Leibe rücken würde. Wer liebt hier wen und wenn ja wie viele? Florian Leopold Gassmanns Oper "Die... weiter




Zwei Stunden lang führt sein Publikum hin und her auf der Klaviatur unddurch die Musikrichtungen (zwischendurch steigt er dabei auch auf dieGitarre um), wobei seine Liebe letztendlich den großen Klassiker undRomantikern gilt, wie es scheint. - © Foto: Thomas Mayer

Einmal quer durchs musikalische Gemüsebeet

  • Der virtuose niederländische Musikkomödiant Hans Liberg gastiert mit seinem neuen Programm "Attacca" im Wiener Orpheum.

Ist es rassistisch, wenn man holländisches Deutsch schon von sich aus lustig findet? Selbst wenn es das wäre: Hans Liberg wäre das egal, denn der Niederländer kokettiert selbst damit, wie sein Deutsch klingt. Schließlich weiß er genau, dass manche im Saal eigentlich nur genau deshalb da sind. Dabei hat der Musikkomödiant noch viel mehr zu bieten... weiter




Theaterkritik

Ins Sprachmehr gefallen

  • Flüchtlinge probieren an der Burg Elfriede Jelinek.

Radikaler kann sich das Burgtheater dem Burgtheaterdeutsch nicht verweigern. Was heißt "die, should sea be fallen in"? Unter diesem Titel wurde für den einmaligen Abend geworben. Original-Refugees als Mitwirkende sowie der Anlass, die Premiere der "Schutzbefohlenen" von Elfriede Jelinek, mit dem Votivkirchenasyl 2012 als Thema... weiter




Otto Schenk steht bald wieder auf der Bühne, um "am eigenen Alter zu forschen." - © apa/Herbert Neubauer

Otto Schenk

Das Humorkaliber

  • Otto Schenk wird 85. Annäherung an eine Wiener Bühneninstanz.

Schenk by Schenk: "1. Ich weiß nicht, was ich will. 2. Was ich sage, ist meistens unrichtig. 3. Auf mich ist kein Verlass." Otto Schenk hat viele launige Bücher geschrieben. Treibt er darin Scherze? Ist es ihm Ernst, wenn er sich auf diese Weise in einem davon beschreibt? Und wer vermag das zu beurteilen? Klar scheint... weiter




Unter Strizzis ist Angelika Kirchschlager, hier in "Geschichten aus dem Wiener Wald", auch nächste Saison zugange, nämlich in der "Dreigroschenoper". - © Kmetitsch

Theater an der Wien

Drei Groschen und ein Doyen zum Jubiläum1

  • Die nächste Saison des Theaters an der Wien.

Wien. (irr) Zugegeben: Man hat schon kreativere Saison-Überschriften gelesen als "Die Opernwelt". Was Intendant Roland Geyer in der nächsten Spielzeit - der zehnten, seit das Theater an der Wien wieder der Oper geweiht ist -, aufbietet, kann sich indes sehen lassen. Bereits die erste Produktion ist einer Rarität gewidmet... weiter




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Jean-Baptiste Lully

Der Komponist, der mit dem König tanzte

Jean-Baptiste Lully, dargestellt von einem unbekannten Künstler. - © Ecole francaise/Web Dass der Italiener Giovanni Battista Lulli zum Erfinder der französischen Oper wurde, hat mit seinem guten Aussehen zu tun... weiter




Opernkritik

Ein Himmel voller Galgen

Der Held ist tot, jetzt wird noch die Tragödin auf ihn herabstürzen: Edita Gruberova über Dario Schmunck. - © Monika Rittershaus Wie schlimm kann es sein, die Braut vor der Heirat im Hochzeitskleid zu sehen? Es kann durchaus in die Katastrophe führen - jedenfalls nach der... weiter





Schauspielerin Esther Maria Pietsch mit dem Grazer Regisseur Jakob M. Erwa, der hier seine neue Arbeit "HomeSick" vorstellen wird.

Julianne Moore erhielt den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in "Still Alice". Der ORF hat das Logo und Artwork des "Eurovision Song Contest 2015" im  November 2014 präsentiert.

Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin).

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