Theater

"Kabale und Liebe" im Salzburger Landestheater

Ein Klassiker pro Saison muss sein in einem Landestheater, und so zeigt man in Salzburg "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller. Am Samstagabend war die Premiere dieses bleischweren Stücks um Intrige und einen Eid, der alles nur noch schlimmer macht. Aber Regisseurin Alexandra Liedtke hat das Stück jugendlich flott inszeniert... weiter




Theater

Wenig Begeisterung für Nestroy-Abwandlung in Graz

Der Applaus nach gut zweieinhalbstündiger Premiere lief am Samstag im Grazer Schauspielhaus schleppend an und blieb insgesamt eher verhalten. Kein Wunder: Beim Stück "Lumpazigeist Höllenangst Umsonst" handelt es sich nicht um den fröhlich-bissigen Nestroy-Remix, den sich viele im Publikum nach den Ankündigungen vielleicht erwartet hatten. Ed... weiter




Exquisit: Peter Rose als Ochs auf Lerchenau. - © Wiener Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Ein Ochs rettet Alt-Wien3

  • Durchwachsener "Rosenkavalier" mit starker Orchesterleistung an der Staatsoper.

(irr) Den Weg zum Kometen hätte sich Rosetta sparen können. Um wirklich etwas über die Anfänge des Sonnensystems zu erfahren, sollten ESA-Raumsonden besser auf dem "Rosenkavalier" der Wiener Staatsoper landen. Gewiss - das ist jetzt ein bisschen überspitzt. Die erwähnte Regiearbeit, erschaffen von Otto Schenk... weiter




Opernfestspiele

St.Margarethen: Breitere Basis für Steinbruch-Festival3

St.Margarethen. (irr) Nach einem turbulenten Festivalsommer soll das Drama im nächsten Jahr wieder auf der Bühne stattfinden, nicht dahinter: Ab 8. Juli zeigen die Opernfestspiele St.Margarethen "Tosca", Regie führt - bereits zum dritten Mal in Serie - Robert Dornhelm. Neu ist, dass bei der Präsentation ein bekanntes Gesicht fehlte... weiter




Seniorensex folgt auf Rührstück: Doris Weiner und Pavel Fieber in Peter Turrinis "Josef und Maria". - © Lalo Jodlbauer

Theaterkritik

Versteckter Salut

  • "Josef und Maria" als Hommage an Peter Turrini zum 70. Geburtstag.

Die Josefstadt und das Burgtheater haben bereits für Peter Turrini zum 70. Geburtstag Salut geschossen. Mit der bunten Kunst-und-Leben-Bilanz "C’est la vie" und der Kärntner Schwulenposse "Bei Einbruch der Dunkelheit". Das Volkstheater reiht sich in die Gratulationstour mit Remakes einstiger Uraufführungen ein... weiter




New Age: Die Politik wünscht sich, dass Tomas Zierhofer-Kin auch ein jüngeres Publikum zu den Festwochen lockt. - © apa/Helmut Fohringer

Wiener Festwochen

Einladung an die Utopisten

  • Tomas Zierhofer-Kin, Chef der Wiener Festwochen ab 2017, plant eine interdisziplinäre Zukunft.

Wien. Jetzt wird er es also wirklich. Bereits in der Vergangenheit als Kandidat gehandelt, wird Tomas Zierhofer-Kin im Jahr 2017 Markus Hinterhäuser als Intendant der Wiener Festwochen ablösen. Um seine Freude auszudrücken, zitierte der 46-Jährige am Mittwoch vor Journalisten zwei Zeilen des von ihm geschätzten Liedermachers Leonard Cohen herbei: ... weiter




"In Wien fühle ich mich zu Hause": der Schauspieler Pavel Fieber an der Seite von Bezirke-Chefin Doris Weiner in Peter Turrinis Weihnachtsmärchen "Josef und Maria". - © Lalo Jodlbauer

Interview

"Verrückte Zeiten"1

  • Pavel Fieber über Kinderjahre im Lager und sein Engagement für Künstler des Prager Frühlings.

Wien. Der Zeitzeuge und Schauspieler Pavel Fieber, 1941 in Krnov, dem heutigen Tschechien, geboren, tritt nach langer Spielpause wieder in Wien auf. Im Volkstheater in den Bezirken ist Fieber, der als Kind im Zwangsarbeiterlager interniert war, an der Seite von Bezirke-Chefin Doris Weiner in Peter Turrinis Zweipersonen-Stück "Josef und Maria" zu... weiter




Theaterkritik

Stadtneurotiker ohne Wurzeln und Flügel3

"Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel", besagt Goethes Aphorismus für ein gutes Leben. Die Figuren in Azar Mortazavis jüngstem Stück "Zwischenzeit" haben leider nichts davon mitbekommen. Heimatlos und bleischwer irren sie durch das Szenario: Die Halbschwestern (Sonja Romei und Maya Henselek) sehen einander nach... weiter




Wischi-Waschi-Wohnzimmerschlacht: (v.l.n.r.) Barbara Horvath, Myriam Schröder, Steffen Höld, Simon Zagermann. - © Alexi Pelekanos

Theaterkritik

Generation Y als Sprechquartett

  • Nachwuchsförderung im Wiener Schauspielhaus mit Bastian Sistigs "Was es bedeutet baden zu gehen".

"Was es bedeutet baden zu gehen". Wer den Stücktitel der jüngsten Uraufführung im Wiener Schauspielhaus verstehen will, bleibt alleingelassen. Als der heute 24-jährige Berliner Regiestudent Bastian Sistig vor zwei Jahren einen Preis im Nachwuchsbewerb desselben Hauses gewann, hieß sein Entwurf, der neuen Mode der Endlostitel folgend... weiter




Unter Irren: Erich Schleyer und Thomas Bauer. - © Christoph Sebastian

Theaterkritik

Irre irren nicht1

  • Dürrenmatts Weltuntergangsfarce "Die Physiker" hat am Volkstheater Patina angesetzt.

Friedrich Dürrenmatts Stück "Die Physiker" galt einmal als genial. 1962 uraufgeführt, avancierte das Drama zum Bühnenhit, wurde Pflichtlektüre an Schulen und festigte den Weltruhm des Schweizer Autors (1921-1990). Am Zenit des Kalten Kriegs, als die atomare Bedrohung durch die damaligen Weltmächte USA und UdSSR virulent schien... weiter




(Noch) obenauf: Furlanetto als Fürst Chowanski. - © apa/Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Parkhaus voller Schicksalsmacht5

  • Grandiose Musik, dürftige Bilder: Mussorgskis "Chowanschtschina" an der Wiener Staatsoper.

Am Ende wurde es doch noch spannend. Nur leider - erst beim Schlussapplaus. Das Publikum, sogar die Sänger schielten dann gebannt an den Bühnenrand. Wann würde Regisseur Lev Dodin dort auftauchen? Oder wollte er sich gar um etwaige Buh-Rufe drücken? Sollte dies wirklich der Fall gewesen sein, war Dodins Taktik jedenfalls nicht ungeschickt... weiter




Streitbar: Liebespaare bei Malandain. - © apa/Staatsballett/Taylor

Ballett-Kritik

Wüstling, dreigeteilt2

  • Das Wiener Staatsballett zeigt mit ausgefeilter Tanztechnik zwei konträre Thierry-Malandain-Werke an der Volksoper.

Tod, Liebe, Verführung, zwischenmenschliche Beziehungen: Themen, die nie aus der Mode kommen - und einen roten Faden bilden können, wo eigentlich keiner ist. Wie der neue Ballettabend an der Volksoper vorführt, der am Sonntag Premiere feierte. Mit seinen beiden Stücken "Mozart à 2" und "Don Juan" zeigt der französische Choreograf Thierry Malandain... weiter




Alles nur Show? - (V.l.n.r.) Nathan Gunn, Diana Damrau und Nicolas Testé im Dschungelcamp. - © Kmetitsch

Opernkritik

Opernereignis im Dschungelcamp

  • Das Theater an der Wien zeigt Georges Bizets Oper "Les Pêcheurs de Perles".

(r.e.) Eine Frau und zwei Männer werden auf einer tropischen Insel ausgesetzt. Sie stehen unter Beobachtung des Volkes und werden durch erschwerende Auflagen psychisch unter Druck gesetzt. Eine Dreiecksgeschichte entspinnt sich, die Volksseele brodelt in voyeuristischer Wonne. Kommt Ihnen bekannt vor? Dann haben sie von TV-Sendungen wie "Ich bin... weiter




Theaterkritik

Unterwegs mit Kobolden und Räubern

Spitze Ohren, steiler Irokesenschnitt, überdimensionale Clownschuhe: So stapft und stolpert André Meyer als Kobold durch die Szenerie und ist der Sympathieträger der Inszenierung. Seine Kollegen im Witzereißen sind Nadia Migdal mit Rentiergeweih auf dem Kopf und Dieter Knebel mit zarten Engelsflügeln... weiter




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Oper

"Brennt die Bühne nieder!"

"Ich bin Leon Klinghoffer": Vor der New Yorker Met solidarisieren sich Demonstranten mit dem jüdischen Mordopfer einer PLO-Entführung, das der Komponist John Adams - vermeintlich - verunglimpft hat. - © ap New York. Es ist ein besonderer Anlass. Die "New York Times" hat einer Oper einen Leitartikel gewidmet. So bedeutsam fand man bei der sogenannten Grey... weiter




Theatersommer

Musik liegt in der Landluft

Auf in den Kampf: In Gars setzt es auf diesem Archivbild "Carmen"; heuer wird sich im wildromantischen Waldviertel der "Freischütz" einfinden. - © Oper Burg Gars (irr) Man sah die Idee förmlich kommen. Als Christoph Wagner-Trenkwitz, Musik-Conferencier und Fürstreiter der leichten Muse... weiter







Poesie und Ironie: Peter Zegveld. Moderatorin Verena Scheitz (M.) mit den Preisträgern (v.l.) Otto Jaus, Wolfgang Feistritzer, Werner Schneyder und Andreas Vitásek.

Victor Noir war ein französischer Journalist und Gegner Napoleon Bonapartes. Er wurde <span class="st">1870 </span>von Prinz Pierre Napoleon Bonaparte, einem Großneffen Napoleon Bonapartes, erschossen. Diego Velazquez im KHM. Die Ausstellung "Velazquez" läuft von 28. Oktober bis 15. Februar 2015 im Kunsthistorischen Museum in Wien.