Die Preisträger: Gerhard Haderer, Lisa Eckhart, Thomas Maurer, Hosea Ratschiller und das Duo RaDeschnig (v.l.n.r.). - © Wiener Zeitung, Moritz Ziegler

Kabarett

Thomas Maurer schafft das Triple2

  • Einer der bissigsten Satiriker des Landes bekommt erneut den Österreichischen Kabarettpreis, diesmal für sein Programm "Der Tolerator".

Die Bissigkeit hat sich ausgezahlt. Für sein aktuelles Programm "Der Tolerator", in dem er das (Un-)Zumutbare erkundet, wird Thomas Maurer, der zu den bissigsten Satirikern des Landes zählt, beim Österreichischen Kabarettpreis 2016 mit dem Hauptpreis  ausgezeichnet. Und zwar zum bereits dritten Mal nach 2003 und 2009... weiter




"Ich konnte mit der Natur vorher genauso wenig anfangen wie nachher mit der urbanen Umgebung", sagt Lisa Eckhart zum Thema Kulturschock. - © WZ/Moritz Ziegler

Kabarett

Förderpreis für "postmoderne Teufelei"1

  • Lisa Eckhart, Preisträgerin beim Österreichischen Kabarettpreis, über jungen Poetry Slam für älteres Kabarettpublikum.

Wien. Begonnen hat sie mit Poetry Slam, nun wird die in Berlin lebende Steirerin Lisa Eckhart am 8. November beim Österreichischen Kabarettpreis mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Die "Wiener Zeitung" hat mit der 23-Jährigen über Poetry Slam auf der Kabarettbühne, Vorbilder und Sightseeing in Wien gesprochen... weiter




Cecilia Bartoli als reife Maria. - © Salzburger Festspiele/S. Lelli

Musical-Kritik

Marias Rückblicke5

  • Salzburger Festspiele: Publikum feiert "West Side Story".

Um die moderne Romeo-und-Julia-Adaptierung - nach Jerome Robbins’ Idee von Arthur Laurents, Stephen Sondheim mit der Musik von Leonard Bernstein - hatte Cecilia Bartoli an Pfingsten ein durchdachtes, abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Produktion wurde ins Sommerprogramm übernommen und entpuppte sich von Anfang an neben der... weiter




Bregenzer Festspiele

Bregenzer Erfolgsbilanz1

  • Einnahmen übertrafen Erwartungen.

Bregenz. Die Bregenzer Festspiele haben am Freitag eine Erfolgsbilanz über die am Sonntag zu Ende gehende 71. Festspielsaison gezogen. Die Verantwortlichen verzeichneten knapp 213.000 Besucher, davon sahen rund 160.000 die Wiederauflage der Seebühnenaufführung von Giacomo Puccinis "Turandot". Die Einnahmen übertrafen sogar die Erwartungen... weiter




Zwei Vollweiber in Latzhosen und ein alternder Rockstar: Eva Maria Marold, Nadja Maleh und Wilfried Scheutz im Stadtsaal Wien. - © Stadtsaal Wien/Ernesto Gelles

Rockmusical

Lauter Verlierer1

  • Georg Ringsgwandls "Die Tankstelle der Verdammten" ist zeitlos bedrückend.

22 Jahre hat Georg Ringsgwandls Rockmusical "Die Tankstelle der Verdammten" jetzt schon auf dem Buckel, doch die Geschichte um Modernisierungsgewinner und -verlierer ist in ihrer Zeitlosigkeit immer noch gültig. Und immer noch bedrückend. Das liegt nicht nur am stilechten Bühnenbild mit halben Autos, die mindestens genauso alt wie das Stück sind... weiter




Die künstlerische Bilanz der Salzburger Festspiele 2016 ist eher problematisch. - © Sbg. Festspiele/Luigi Caputo

Salzburger Festspiele

Nur wenig edle Tropfen1

  • Durchwachsen kann man den Salzburger Festspieljahrgang 2016 kaum nennen. Eher nur schwach.

Salzburg. Zugegeben: Die Umstände, unter denen die diesjährigen Salzburger Festspiele zustande gekommen sind, waren nicht gewöhnlich. Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Schauspiel-Chef Sven-Eric Bechtolf zeichnen nach dem Vorjahr auch für den Sommer 2016 verantwortlich. Letzterer auch als künstlerischer Gesamtplaner... weiter




- © Salzburger Festspiele/Ruth Walz

Opernkritik

Vergnügen in Serie

  • Heiter, aber musikalisch mittelprächtig: "Le nozze di Figaro" in Salzburg.

Und dann blamiert er sich wieder, der Herr Musiklehrer. Im Rausch der Gefühle hat er ein Poststück völlig verkannt. Leider: Der anonyme Liebesbrief im Dienstbotenzimmer war keine Einladung des schönen Cherubino an ihn. Was Basilio schmerzhaft spät einleuchtet. Davor fasst er sich ein Herz, springt den hübschen Jüngling an - und rutscht an ihm... weiter




Opernkritik

Plácido Domingo macht die Kurtisane zur Nonne6

Plácido Domingo, der alte Fuchs, weiß, wie er sich einschätzen kann und was er sich (noch) zutrauen darf. Die Rolle des Eremiten Athanaël in Massenets "Thaïs" gehört dazu, obwohl sie für den Sänger kaum eine Minute zum Durchschnaufen bereit hält. Immer steht Athanaël in der ersten Reihe, ist er damit beschäftigt, Thaïs... weiter




Stationentheater im Mödlinger Bunker. - © Bettina Frenzel

Theater zum Fürchten

Hoffmann unter Tage2

  • E. T. A. Hoffmann nacherzählt im Bunker von Mödling.

Die Felszacken der Naturkulisse hinter Mödling grüßen stilgerecht romantisch. Dann geht es in einen Weltkrieg-II-Luftschutzbunker. Der Impresario und Regisseur Bruno Max sprengt hier allsommerlich mit phantastischen Stationendramen die Ödnis der Gewölbe und toten Winkel. Mit logistischer Präzision regiert er unter Tag über vier... weiter




Jeder Gockel sucht sich eine Henne. - © Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen

Il matrimonio segreto

Hochzeit im Hühnerstall

  • "Il matrimonio segreto" bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Kaum zu glauben, aber wahr. Domenico Cimarosas erfolgreichste Oper, "Il matrimonio segreto", gefiel Kaiser Leopold II bei der Uraufführung 1792 im Wiener Hoftheater so gut, dass er sie gleich ein zweites Mal sehen wollte. Wenn das Werk, wie jetzt im Innsbrucker Landestheater zur Eröffnung der 40-Jahr Jubiläumssaison der Festwochen für Alte Musik... weiter




Die Salzburger Festspiele versuchten die Auferweckung von "Der Ignorant und der Wahnsinnige" (v.l.n.r): Barbara de Koy, Sven-Eric Bechtolf, Annett Renneberg, Christian Grashof. - © Ruth Walz/Festspiele

Salzburger Festspiele

Mit Lichtzauber in die Finsternis7

  • Wieder bei den Salzburger Festspielen: "Der Ignorant und der Wahnsinnige" von Thomas Bernhard.

Nur acht Seiten stark das Programmheft 1972 zu "Der Ignorant und der Wahnsinnige". Die Eintrittskarte steckt noch drinnen. 200 Schilling, indextreu umgerechnet 57,60 Euro, für den denkbar exklusivsten Kunstgenuss! Denn nach der Premiere untersagten Thomas Bernhard und Claus Peymann jede weitere Darbietung von "Der Ignorant und der Wahnsinnige"... weiter




Stauraum der Ideen: Piotr Becza a (links oben) in einem bilderprallen, dennoch langwierigen "Faust" in Salzburg. - © apa/Barbara Gindl

Opernkritik

Des Plunders Kern1

  • Letzte Opernpremiere in Salzburg: Gounods "Faust" als rätselhafte Dekor-Orgie - mit einem überragenden Piotr Beczała.

"Und wofür standen jetzt die Kugeln?" - "Für den Tod." - "Hm. Wahrscheinlich." Gespräche wie dieses waren am späten Mittwochabend keine Seltenheit. Im Großen Festspielhaus war soeben die Premiere von Gounods "Faust" zu Ende gegangen, und diese letzte Neuproduktion des Salzburger Opernsommers bescherte dem Publikum en masse rätselhafte Schauwerte... weiter




Mit offenem Hemd: Maria Weiss als Adonis. - © Reinhard Winkler

Opernkritik

Die Götter vom Wanderzirkus

  • Die Donaufestwochen im Strudengau zeigen Reinhard Keisers Opernrarität "Der geliebte Adonis".

Seit 21 Jahren laden die Donaufestwochen im Strudengau zu historischen Musiktheater-Abenteuern ein. Das oberösterreichische Festival bietet - nebst Konzerten Alter und Neuer Musik - Repertoire-Expeditionen in ferne Opernzeiten. Mit der heurigen Musiktheaterproduktion entführt Intendantin Michi Gaigg ins Hamburg des ausgehenden 17. Jahrhunderts... weiter




"Ängste werden geschürt", sagt Nadja Maleh. - © Moritz ZieglerInterview

Kabarett

"Tiroler und Syrer sind sich ähnlich"10

  • Die syrisch-österreichische Kabarettistin Nadja Maleh über den Umgang mit Flüchtlingen und ethnische Schubladen, in die sie sich stecken lässt.

"Wiener Zeitung": Sie werden oft als Ethnokabarettistin bezeichnet. Stört Sie das selbst, wenn Sie in solche Schubladen gesteckt werden? Nadja Maleh: Ich denke, Schubladen lassen sich bis zu einem gewissen Grad nicht vermeiden. Aber wenn man in einer Schublade steckt, in der es einem gut geht, dann macht das wenig... weiter




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Scraps and sketches, etc. - caption: ''The Gin shop'. A satirical sketch on the dangers of drinking alcohol', George Cruikshank, 1828.

1971: Das italienische Schauspiel-Duo Terence Hill und Bud Spencer, wie es in Erinnerung bleibt - hier in der erfolgreichen Western-Komödie "Vier Fäuste für ein Halleluja". Spencer heißt mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli. Manfred Deix ist am Samstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren verstorben.

Götz George verstarb am 19. Juni im Alter von 77 Jahren. "Die Marx Brothers im Theater" (Love Happy), 1948: In einer Nebenrolle macht Marilyn Monroe als verführerische Kundin dem Detektiv Groucho Marx schöne Augen. David Miller führte Regie. (http://www.youtube.com/watch?v=P7eUJZlYXh8 )

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