Unsichtbares Theater: Elliot Madore und Elena Tsallagova als Liebespaar. - © Wilfried Hösl

Opernkritik

Stühlerücken statt Symbolismus

  • Münchner Opernfestspiele: Christiane Pohle inszeniert "Pelléas et Mélisande" - und erntet einen Buh-Orkan.

Geht es nach den Publikumsreaktionen, war diese Inszenierung zweifellos der Flop der Saison. Solch ein heftiger Buh-Orkan wütete in München schon länger nicht mehr. Was war geschehen? Gab es pornografische Orgien? Wurde ein Werk sinnlos zertrümmert? Nichts von alledem. Christiane Pohle hat lediglich Claude Debussys symbolistische Oper in ein... weiter




Nestroy-Spiele

Die Welt von heute ist im Grunde ein Irrenhaus3

Wo Johann Nestroy draufsteht, ist viel Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung drinnen, auch in seinen weniger bekannten Werken. Auch aus einem solchen, den "Theaterg’schichten" (Original: Theaterg’schichten durch Liebe, Intrige, Geld und Dummheit), lassen sich publikumswirksam Funken schlagen. Das beweisen einmal mehr die Nestroy-Spiele im... weiter




Verstrickungen der Liebe: In "Kazimir’s Colours" überzeugten die Tänzer Nina Poláková und Eno Peci. - © Gabriele Schacherl

Tanzkritik

Tanzen wie Nurejew8

  • Abschluss-Gala der Ballettsaison als festliche Leistungsschau.

Die schon traditionelle Nurejew-Gala zum Abschluss der Saison stellte Ballettdirektor Manuel Legris in diesem Jahr unter ein Motto, das man so zusammenfassen könnte: Erkenntnisgewinn durch neue (Tanz-)Erfahrungen. Gezeigt wurden nicht nur Höhepunkte aus dem Repertoire, sondern auch mehrere Erstaufführungen... weiter




Kabarett

Die zwei Scheiben des Gery Seidl

  • Der Kabarettist hat sein aktuelles Programm "Bitte. Danke." jetzt auf eine Doppel-CD brennen lassen. Absolut hörenswert.

Eigentlich ist er Klosterneuburger, genauer gesagt Höfleiner. Für sein aktuelles Programm zieht Gery Seidl aber ins Waldviertel und baut dort ein Haus. Das ist der Dreh- und Angelpunkt von "Bitte. Danke.", in dem der frühere Bauleiter über vieles vom Leder zieht. Nicht nur übers Hausbauen mit unfähigen Fenstergittermonteuren... weiter




Oper

Eröffnungspremiere bei Münchner Opernfestspielen ausgebuht

Die Eröffnungsinszenierung der Münchner Opernfestspiele 2015 ist beim Publikum durchgefallen. Für ihre Interpretation von Claude Debussys symbolistischer Oper "Pelleas et Melisande" wurde die junge Regisseurin Christiane Pohle am Sonntagabend im Münchner Prinzregententheater massiv ausgebuht. Ungetrübten Applaus gab es für das Sängerteam... weiter




Bereits 2013 hatte Rowling, die an der Produktion beteiligt ist, über Pläne für eine Theaterfassung gesprochen, die sich um die frühen Jahre von Harry als Außenseiter und Waise drehen sollte. - © APAweb/EPA, Etienne Laurent

Premiere

"Harry Potter" soll Theaterpremiere feiern

  • Laut Autorin Rowling in London als Stück unter dem Titel "The Cursed Child" geplant.

London. Bühnendebüt für einen Zauberer: Kommendes Jahr soll in London eine Theaterversion von "Harry Potter" Premiere feiern. Wie Autorin J.K. Rowling via Twitter bekannt gab, soll das Stück den Titel "The Cursed Child" tragen. "Ich will nicht zu viel verraten, weil ich nicht verderben will, was für die Fans ein besonderes Vergnügen sein wird... weiter




Spiel, Spaß, Spannung beim Sommertheater in NÖ: Musical "Live is Life" (l.) und Traumspiel "Alice im Wunderland" (Mitte) bei den Sommerspielen Melk und Woody Allens Filmhit "Eine Mitsommernachts-Sex-Komödie" auf der Rosenburg (r.). - © photo-graphic-art, Anna Stöcher

Sommertheater

Theater mit Eigensinn1

  • Sommertheater in Niederösterreich: Neue Intendantinnen, neue Inhalte, neue Formen.

Wien/NÖ. "Es ist ein Abenteuer", sagt Neo-Intendantin Anna Maria Krassnigg, 45, über ihre erste Spielzeit im Hotel Thalhof in Reichenau. "Es ist eine Herausforderung", sagt Nina Blum, 42, die neue künstlerische Leiterin auf der Rosenburg im Kamptal, die nunmehr "Sommernachtskomödie" heißt. Im Sommertheater findet derzeit nicht nur eine... weiter




Lohner 1987 als der Teufel in dem Theaterstück "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal bei den Salzburger Festspielen. - © dpa / picture-alliance / Istvan Bajzat



Opernkritik

Die goldrichtige Arbeit1

  • Die Staatsoper zeigt wieder ihren glänzenden "Cardillac".

(irr) Als hätte der geniale Goldschmied und Titelheld selbst Hand angelegt: Am 17. Oktober 2010, als sich der Premierenvorhang der Staatsoper erstmals unter Direktor Dominique Meyer hob, kam eine vollendete Preziose zum Vorschein. Der "Cardillac" darf (bis heute) wohl als das Meisterstück von Regisseur Sven-Eric Bechtolf gelten - jenes... weiter




"Den Kopf zum Fenster raushängen, das hat mir nie gelegen": Helmuth Lohner war ein zurückgezogener Mensch. Das Bild zeigt ihn als Johnson in "Halpern & Johnson", Kammerspiele, 2008. - © apa/epa/H. Fohringer

Nachruf

"Zweifel ist meine Lebenseinstellung"9

  • Kammerschauspieler, Regisseur, Theaterleiter: Helmuth Lohner ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

"Ich suche halt meinen anderen Weg, in der Überdeutlichkeit, in der genauen Suche", äußerte sich Helmuth Lohner in einem seiner seltenen Interviews. Der Theatermacher sprach nicht gern öffentlich über sich und sein Metier. Auf der Bühne zählte er zu den wandlungsfähigsten Darstellern seiner Generation; außerhalb des Theaters galt er als bescheiden... weiter




Viele Würdigungen gab es zum Ableben von Charakterdarsteller, Grübler und Publikumsliebling Lohner. - © APAweb/EPA

Helmuth Lohner

"Hinreißender Schauspieler, besonders liebenswürdiger Mensch"3

  • Würdigungen von Bundespräsident Fischer und von Politikern aller Couleurs.

Wien. Der Tod von Helmuth Lohner hat in der Politik zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Allen voran würdigte Bundespräsident Heinz Fischer den Verstorbenen. "Als hinreißender Schauspieler, als Regisseur, als Theaterdirektor und als Mensch der Kultur" habe er "viele Menschen begeistert und dem kulturellen Leben starke positive Impulse gegeben... weiter




Liebesdienst: Andrea Breth lässt alte Herren zärtlich Radiatoren putzen. - © Bernd Uhlig

Opernkritik

Faszination Heizkörper1

  • Gemischter Doppelabend: Nach einem starken Beginn mit Béla Bartóks "Blaubart" endet die letzte Festwochen-Premiere eher zäh und erratisch.

Der Rest ist Schwachsinn. Alte Menschen schlurfen über die Bühne; sie bewegen sich wie in Trance. Der eine gibt einen ordinären Spruch zum Besten, der andere faselt - in Prachtenglisch - von alten Theaterjahren; ein dritter rekapituliert angestrengt einen Fahrplan. Drei Schwestern, mehr oder minder mildtätig... weiter




Ganz in Schwarz mit roten Falten: Helmut A. Binser. - © Moritz Ziegler

Kabarett

Die Gage bleibt in der Stadt2

  • Der bayrische Musikkomödiant Martin Schönberger alias Helmut A. Binser gastierte mit "Ein Stück heile Welt" im Wiener Kabarett Niedermair.

Leiberl, Hose, Hornbrille und ein Hut, alles in schwarz, genauso wie sein Humor. Ein rotes Tuch ragt aus seiner Hosentasche heraus. Rot wie die Falten seiner Ziehharmonika, die Helmut A. Binser selbst mit den Falten von Uschi Glas vergleicht. Doch schnell lenkt er ein: "Na das wäre beleidigend, und das will ich nicht... weiter




Festwochen

Ruandas Stimme1

  • Dorothée Munyaneza beschreibt das Blutbad.

Ihre Lebensgeschichte ist erschütternd, die Inszenierung eben dieser aufwühlend: Performerin Dorothée Munyaneza war gerade einmal zwölf Jahre alt, als 1994 Mitglieder der Hutu-Mehrheit rund 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu umbrachten. Circa 800.000 Morde in 100 Tagen... weiter




zurück zu Kultur


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Bildersturm
  2. Panzer, Punk und Politik
  3. Bananen an die Macht
  4. Eröffnungsrede als Liebeserklärung an Klagenfurt
  5. Liebesgezwitscher am alten Bauernmöbel
Meistkommentiert
  1. Intensiv und abgründig
  2. "Tiger" Gerd Bacher ist tot
  3. Filmische Chaotik
  4. Nachdenklich zur letzten Party
  5. "Zweifel ist meine Lebenseinstellung"

Werbung



Oper

So macht das keinen Spaß

20150516volkopercosi - © Barbara Pálffy/Volksoper Wien, Es ist traurig, wenn jemand ins offene Messer rennt. Es ist noch trauriger, wenn er es unter Aufbietung aller Kräfte tut - wie nun an der Volksoper... weiter




Richard Strauss

"Elektra" oder: Die Genialität eines Plagiats

Anne Schwanewilms gibt die Rolle der Chrysothemis in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung an der Staatsoper. - © Foto: Wr. Staatsoper/Pöhn Dumpf und drohend, gleich einem übermächtigen Schatten aus dem Totenreich, legt sich das Agamemnon-Motiv gleich zu Beginn über das Werk... weiter





Mans Zelmerlöw  aus Schweden, der Gewinner.

Palmyras antike Skulpturen.  Blick durch die Palme auf den Hafen von Cannes zum 68. Filmfestival.

Im Westen gibt es zahlreiche verzerrte Vorstellungen über japanische Popkultur: Grelle Farben, stetiges Geplapper, auf und ab hüpfende Manga-Figuren und J-Pop-Musik, die alles mit flotten Bässen begleitet. Der ORF hat das Logo und Artwork des "Eurovision Song Contest 2015" im  November 2014 präsentiert.

Werbung