(vf) Im brut wird heuer tänzerisch schwer gearbeitet: Von 2. bis 17. März beschäftigt sich das diesjährige Performance-Festival imagetanz unter dem Motto "Arbeit" mit dem Individuum im kapitalistischen Alltag. Die 13 Projekte haben laut Festivalleiterin Bettina Kogler die "Wiederaneignung von Handlungsmöglichkeiten" zum Ziel. Lieve De Pourcq verarbeitet etwa Bilder mit Beamer, Dia- und Overhead-Projektor; hingegen stützen Lea Martini sowie Rodrigo Sobarzo de Larraechea ihre Performance darauf, dass Tanz schon im 14. bis 17. Jahrhundert oft exzessartige Reaktionen auf Krisen waren.
Nach imagetanz folgt Ende März "Community Works", für den etwa Nadia Ross mit Bewohnern des Wohnparks Alt Erlaa vor Ort einen Blick auf lokale Gemeinschaften richten wird. "Green Rules" wird sich dann bis Ende 2012 mit dem Begriff Natur und seiner Verklärung auseinandersetzten. Die Theaterleiter Thomas Frank und Haiko Pfost zeigen sich beim Pressegespräch am Mittwoch mit einer Auslastung von 86 Prozent (2010: 89 Prozent) und einem Besucherrückgang von 30.911 (2010) auf 25.700 (2011) bei 280 Veranstaltungen dennoch zufrieden.
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