• vom 03.04.2012, 16:23 Uhr

Bühne

Update: 03.04.2012, 16:34 Uhr
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Staatsballett-Chef Manuel Legris über seine traditionelle Programmierung und seine Zukunftspläne

"Wir sind jetzt am Limit"


Von Verena Franke

  • Nach zwei Amtsjahren zieht der Ballettchef eine persönliche Bilanz.

Hart, aber vertrauensvoll: Manuel Legris verlangt seinen Tänzern einiges ab.

Hart, aber vertrauensvoll: Manuel Legris verlangt seinen Tänzern einiges ab.© APA/HELMUT FOHRINGER Hart, aber vertrauensvoll: Manuel Legris verlangt seinen Tänzern einiges ab.© APA/HELMUT FOHRINGER

Wien.Auch der routinierte Manuel Legris kann vor einem Auftritt nervös sein. Doch als Direktor des Wiener Staatsballetts ist es nicht der Bühnentanz, der den ehemaligen Danseur Étoile der Pariser Oper in Anspannung versetzt, sondern die jährliche Spielplan-Präsentation, die er erstmalig auf Deutsch eröffnet. In seiner dritten Saison setzt er auf Klassiker der Tanzgeschichte: "Der Nussknacker" von Rudolf Nurejew, "Tanzperspektiven" mit Choreografien von David Dawson, Helen Pickett, Patrick de Bana und Jean-Christophe Maillot sowie die "Nurejew-Gala 2013". Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" verrät er das Geheimnis seines Erfolges und jenes seines Ensembles.

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*****

"Wiener Zeitung": Sie sind fast am Ende Ihrer zweiten Saison angelangt. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Manuel Legris:Das wichtigste für mich ist die Stabilität der Qualität der Tänzer und ihre Präsentation auf der Bühne. An kleinen Details erkennt man die Qualität und das haben die Tänzer verstanden. Auch wollte ich die Tourneen forcieren. Denn ich sehe die Tänzer jeden Tag vor mir, aber der Austausch mit internationalen Fachleuten und Kompagnien ist wichtig, um sich einen guten Ruf über die Grenzen hinaus zu erarbeiten. Erfreulich war das positive Feedback etwa in Versailles, wo wir mit "Marie Antoinette" gastierten. Und auf erfolgreiche Gastspiele folgen dann weitere Tourneen.

Sie haben das technische Niveau seit Ihrem Amtsantritt anheben können. Wie ist Ihnen das gelungen?

Ich weiß es eigentlich nicht. Ein Teil der Tänzer war schon vor mir im Ensemble. Vielleicht liegt es an der Motivation und dem richtigen Casting. Ich arbeite und probe ständig mit ihnen, ich verlange ihnen auch viel ab. Wesentlich ist, dass man die Tänzer fordern und ihnen Vertrauen schenken muss - und manchmal auch gut zureden, dass sie es schaffen. Vertrauen muss man auch jungen Talenten wie etwa Prisca Zeisel. Denn sie müssen auf die Bühne, müssen tanzen, auch wenn sie vielleicht selbst zweifeln. Worauf sollen sie warten? Ich war 17, als ich "Raymonda" tanzte.

Auch die Höhe der Sitzplatzauslastung ist von 93,55 im Vorjahr auf 95,73 Prozent gestiegen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-03 16:29:07
Letzte Änderung am 2012-04-03 16:34:52


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