
Wien. Der Kostüm- und Bühnenbildner Rolf Langenfass ist am Freitag nach schwerer Krankheit in Wien gestorben. Dies teilte das Theater in der Josefstadt mit, dessen Technischer Direktor der 67-Jährige war. Mit Langenfass verliere die Josefstadt "einen großen Künstler, der die Ästhetik des Hauses in den letzten Jahren entscheidend mitgestaltet hat", erklärte Theaterdirektor Herbert Föttinger. "Das Erschütterndste und Traurigste für mich persönlich ist, dass ich einen besonderen Freund verliere."
Langenfass, am 9. Juni 1944 im deutschen Bayrischzell geboren, machte Wien nach seinem Studium in England zu seiner künstlerischen Heimat. Neben internationalen Opernengagements, mehrmals auch an der New Yorker Metropolitan Opera, arbeitete er in Österreich für die Staats- und Volksoper, das Burg- und Volkstheater, die Salzburger und Bregenzer Festspiele sowie das Theater an der Wien. Dort wird im März 2013 Beethovens "Fidelio" in einem Langenfass-Bühnenbild Premiere haben. An der Josefstadt, wo er in der aktuellen Spielzeit "Blütenträume" und "Geschichten aus dem Wiener Wald" betreute, steht am 3. Mai die Premiere des von Langenfass ausgestatteten Turrini-Stücks "Endlich Schluss" an.
18 Jahre Riesenbühnen für die Operetten von Mörbisch
Seit mehr als 30 Jahren war Langenfass für die Josefstadt tätig, 1987 wurde er unter Helmuth Lohner als Ausstattungsleiter an das Haus gebunden. Von den Seefestspielen Mörbisch, deren Ausstattung er ganze 18 Jahre lang höchst erfolgreich betreut hatte, zog sich Langenfass im Vorjahr im Streit zurück.
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