Buenos Aires. Mehr als 2000 Musiker und Tänzer nehmen am Tango-Festival von Buenos Aires teil, das am Dienstagabend (Ortszeit) in einem in einen Konzertsaal umgewandelten Kraftwerk im Stadtteil La Boca eröffnet werden sollte. Über zwei Wochen verteilt finden fast 200 Veranstaltungen statt, unter anderem auch im legendären Opernsaal des Teatro Colón. Am 20. August beginnt zudem die 10. Tango-Weltmeisterschaft mit 500 Tanzpaaren aus aller Welt.
Ein Sonderzyklus ehrt das Werk Astor Piazzollas (1921-1992), unter anderem mit einem Konzert des Pianisten Horacio Lavandera und mit Piazzollas frühem Ansatz zum Elektro-Tango, in einer Interpretation des Enkels des Musikers, Daniel "Pipi" Piazzolla. Tanz-Weltmeister vergangener Jahre - unter ihnen die Japaner Kyoko und Hiroshi Yamao, 2009 die ersten ausländischen Gewinner - bieten eine gemeinsame Gala und Tanzstunden.
Festival-Direktor Gustavo Mozzi unterstrich die starke Teilnahme der jüngeren Musiker im Programm, die in den letzten Jahren der Tango-Szene neue Identitätszüge verliehen. Gleichzeitig treten auch die Meister des klassischen Tangos wie Leopoldo Federico, Atilio Stampone, Luis Salinas, Néstor Marconi und Horacio Molina auf. Im vergangenen Jahr wurden bei der Tango-WM und dem Festival über 400.000 Zuschauer gezählt.
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