• vom 28.08.2012, 11:33 Uhr

Bühne

Update: 28.08.2012, 11:41 Uhr
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Von Berlin bis Wien

Uraufführungs-Boom: Neue Stücke von Reza, Jelinek und Turrini



  • Gleich sechs neue Stücke von René Pollesch und vier von Elfriede Jelinek an deutschsprachigen Theatern.

Die Schauspielerin Johanna Wokalek während der Generalprobe des neuen Theaterstücks "Schatten" von Literaturnobelpreisträgerin Jelinek in der Philharmonie in Essen.

Die Schauspielerin Johanna Wokalek während der Generalprobe des neuen Theaterstücks "Schatten" von Literaturnobelpreisträgerin Jelinek in der Philharmonie in Essen.APAweb/Daniel Naupold dpa/lnw Die Schauspielerin Johanna Wokalek während der Generalprobe des neuen Theaterstücks "Schatten" von Literaturnobelpreisträgerin Jelinek in der Philharmonie in Essen.APAweb/Daniel Naupold dpa/lnw

 Berlin. Klassiker sind Publikumsmagneten und eine sichere Bank. Doch viele deutschsprachige Theater setzen in der nächsten Saison auf Werke zeitgenössischer Autoren wie Yasmina Reza, Moritz Rinke, Peter Turrini und Elfriede Jelinek. Der Uraufführungs-Boom setzt sich fort. Ein Überblick:

   Yasmina Rezas neue Stücke sorgen verlässlich für Gesprächsstoff. Ihr letztes Werk "Der Gott des Gemetzels" wurde nicht nur an zahlreichen Theatern nachgespielt, sondern von Roman Polanski auch mit den Hollywoodstars Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly verfilmt. Rezas jüngstes Werk "Ihre Version des Spiels" wird am 2. Oktober in der Regie von Stephan Kimmig am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt - in der Hauptrolle Corinna Harfouch als Schriftstellerin, die auf einer Lesereise in der Provinz mit Fragen zu Parallelen im Leben von Autorin und Buchfigur konfrontiert wird.

   Elfriede Jelinek bringt in der neuen Saison gleich vier neue Werke auf die Theaterbühnen. An den Münchner Kammerspielen wird am 27. Oktober "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall" in der Regie von Johan Simons uraufgeführt - ein Stück über Frauen, Mode und die noble Münchner Maximilianstraße. "Aber sicher!" heißt das Jelinek-Werk, in dem die Literatur-Nobelpreisträgerin ihre Auseinandersetzung mit Banken-Misere und Euro-Crash fortsetzt. Premiere ist am 14. März 2013 in der Regie von Alexander Riemenschneider am Theater Bremen. Für "Kein Licht II - Ein Epilog?" spinnt Jelinek einen Text von US-Autor Thornton Wilder aus den 40er Jahren ins Heute weiter. Im Februar 2013 bringt Regisseur Dimiter Gotscheff das Werk am Hamburger Thalia Theater auf die Bühne. Am Wiener Burgtheater zeigt Intendant Matthias Hartmann die Theaterfassung des Jelinek-Textes "Schatten (Eurydike sagt)" auf die Bühne. Premiere ist im Jänner 2013.

   Autor und Regisseur Rene Pollesch übertrifft Jelinek mit insgesamt sechs neuen Stücken noch. Am 6. September bringt er am Hamburger Schauspielhaus "Neues vom Dauerzustand" erstmals auf die Bühne, mit einem reinen Frauenensemble und Sophie Rois in der Hauptrolle. "Es geht um die Liebe und die Dauer von Liebe und ob die Liebe Fortschritte gemacht hat", sagt Pollesch. Am 15. September zeigt er an der Berliner Volksbühne seine Nacherzählung von Molières "Don Juan" mit Martin Wuttke in der Titelrolle. Am Schauspielhaus Zürich kommt im Dezember Polleschs "Macht es für euch!" auf die Bühne. Unter dem Titel "KapiTal der Puppen" wird am Staatsschauspiel Dresden für Februar 2013 ein neues Pollesch-Werk angekündigt. Noch keine Titel haben die neuen Stücke, die der Diskurstheater-Experte am Schauspiel Stuttgart (12. April 2013) und an der Berliner Volksbühne (23. Mai 2013) herausbringt.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-28 11:35:24
Letzte Änderung am 2012-08-28 11:41:39


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