• vom 18.04.2013, 17:12 Uhr

Bühne

Update: 18.04.2013, 17:47 Uhr

Bühne

Wölfisches Juwel




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Von Kai Krösche


    Zur Abwechslung ist es einmal nicht der übliche Mensch, der in ein Tier verwandelt wurde und nach Rückverwandlung lechzt, sondern ein Wolf, der in einen Menschen verwandelt wurde: Nachdem seine Familie von Jägern ausgerottet wird, verflucht "Wolf" die Götter, die ihn daraufhin prompt zur Strafe für seine Hochmut in einen Menschen verwandeln. Er und seine Familie werden erst zur Ruhe kommen, wenn er auch den Letzten in der Blutlinie der Jäger aus Rache ermordet hat. Eigentlich die Letzte: Denn die junge Frau, in die sich Wolf nach vermeintlich getaner Arbeit verliebt, entpuppt sich als die Tochter des letzten Jägers. Wolf ist hin- und hergerissen zwischen seinen Gefühlen und dem Wunsch nach Erlösung.

    Information

    Theater
    Wolf
    Von Theo Fransz
    Dschungel Wien


    Dem niederländischen Autor-Regisseur Theo Fransz ist mit der Inszenierung seines "Wolf" ein Juwel im Theater für junges Publikum gelungen: Bei der Umsetzung des zwischen melancholischer Poesie und gewitzten, schnellen Dialogen wechselnden Text treffen der Regisseur und seine zwei Schauspieler stets die richtigen Töne. Mareile Kretteks Ausstattung bietet dabei nicht nur die Möglichkeit zu einem vielfältigen Spiel, sondern ebenso für eindrückliche Bilder: Vor einem blutbespritzten Halbrund, das an die Schüttbilder Hermann Nitschs erinnert, und inmitten eines großen Sandhaufens wälzen, küssen, umschleichen sich Michèle Rohrbach in der Rolle des Mädchens vom Lande und Florian Hackspiel als Wolf. Nicht nur harmonieren die beiden Schauspieler im gemeinsamen Spiel; auch ihre Monologe fesseln vom ersten bis zum letzten Wort.




    Schlagwörter

    Bühne, Theater

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2013-04-18 17:17:05
    Letzte Änderung am 2013-04-18 17:47:45



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    CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

    Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

    Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

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