• vom 26.04.2013, 16:32 Uhr

Bühne

Update: 26.04.2013, 16:39 Uhr

Kinderoper

"Musikalisch sind wir Weltspitze"




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Von Christoph Irrgeher

  • Interview
  • Staatsoperndirektor Dominique Meyer über Kinderopern, kommende Uraufführungen und Kritik

Bestellt neue Oper bei Krzysztof Penderecki und Olga Neuwirth: Dominique Meyer. - © Andreas Pessenlehner

Bestellt neue Oper bei Krzysztof Penderecki und Olga Neuwirth: Dominique Meyer. © Andreas Pessenlehner

"Wiener Zeitung": Ist "Pollicino" nicht ziemlich starker Tobak für Kinder? In dieser Oper setzen Eltern ihren Nachwuchs im Wald aus, es tauchen Menschenfresser auf . . .

Information

Premiere von "Pollicino": Sonntag, 11-12.05 Uhr; am Sonntagabend wird zudem "La fille du régiment" wieder aufgenommen.


Dominique Meyer: Man erzählt Kindern doch immer schreckliche Geschichten. Viele Märchen der Gebrüder Grimm sind so; da wird einfach Emotion geschaffen. Ich bin glücklich, dass wir nun wieder eine Kinderoper in unserem Zuschauerraum zeigen können. Das ist möglich, weil wir mit der neuen Probebühne im Arsenal die Hauptbühne entlasten. Ich möchte, dass der Nachwuchs einen Zugang zum großen Raum erhält.

Bisher liefen Kinderopern im Zelt auf der Terrasse. Was passiert dort?

Die Stücke im Zuschauerraum sollen das Zelt-Programm nicht ersetzen, sondern ergänzen. Aber: Wir behalten das Zelt nur so lange, bis es eine "feste" Alternative gibt. Das Zelt ist eine super Notlösung, aber eben nur eine Notlösung. Heiß im Sommer, kalt im Winter: für die Sänger nicht ideal. Ich denke, wir werden bald einen neuen Raum gefunden haben. Aber es ist noch zu früh, darüber zu reden.

Die Musik zu "Pollicino" stammt von Hans Werner Henze. Vertragen Kinder zeitgenössische Musik?

Als Leiter des Théâtre des Champs-Elysées habe ich viele Kinderopern aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt. Es funktioniert: Kinder haben eine andere Sicht auf die Musik als Erwachsene. Ihnen stehen nicht jene Hindernisse im Weg, die erst aus Hörgewohnheiten erwachsen.

Bleibt es dabei, dass Sie 2016/17 eine Oper Jörg Widmanns aus der Taufe heben, die eigentlich bei den Salzburger Festspielen debütieren sollte?

Ja. Wobei das ein Problem war: Die Produktion sollte im Herbst 2016 als Übernahme kommen - ohne viele Proben, die für eine Uraufführung natürlich notwendig sind. Wir verschieben die Premiere um ein paar Monate.

Gibt es für die zwei Uraufführungen, die Sie im großen Saal geplant haben, schon Termine?

Nein, aber Verträge - mit Krzysztof Penderecki und Olga Neuwirth. Und: Johanna Doderer wird eine Kinderoper für uns schreiben.

Wie geht es Musikchef Franz Welser-Möst, der sich hier während eines "Parsifal" verletzt hat? War er überanstrengt? Immerhin hatte er davor "Wozzeck" neu einstudiert.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2013-04-26 16:35:06
Letzte Änderung am 2013-04-26 16:39:43



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