• vom 06.09.2013, 16:40 Uhr

Bühne

Update: 06.09.2013, 21:07 Uhr

Wiener Staatsoper

Poetische Puccini-Wonnen




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Von Daniel Wagner


    Angela Gheorghiu überzeugte als Tosca.

    Angela Gheorghiu überzeugte als Tosca.© Wiener Staatsoper Angela Gheorghiu überzeugte als Tosca.© Wiener Staatsoper

    Wie intensiv der Weihrauchnebel die Staatsoper erfüllte - das Publikum war nicht allein von Margarethe Wallmanns klassischen "Tosca"-Bildern benebelt. Glückseligkeit (ja, und das trotz des dramatisch letalen Plots rund um die verzweifelte Floria Tosca) machte sich auch dank des debütierenden Liebespaares breit: Angela Gheorghiu endlich zurück am Ring! Und dann noch als - die Rolle fiel ihr nicht schwer - Primadonna, die von allen geliebt wird, von manchen halt auch zu viel.

    Information

    Oper
    Tosca
    Marco Armiliato (Dirigent)
    Mit Angela Gheorghiu, Marcelo Álvarez u. a.
    Wiener Staatsoper


    Ein Bühnen-Traumpaar
    Sie verkörperte, wie schon im Interview mit der "Wiener Zeitung" angekündigt, nicht einfach eine Rolle, sie war Floria. Leidenschaftlich, eifersüchtig, liebend, verletzt, und schließlich zu allem, auch zu Mord und Selbstmord bereit. Kein Wunder bei dem Partner: Ihr Cavaradossi war niemand Geringerer als der in Wien lang absent gewesene Spitzentenor Marcelo Álvarez. Dieser Schmelz in der Stimme, das angenehme Timbre und vor allem die ständige Präsenz, selbst in den leisesten Tönen.

    Auf eingängigen Auftrittsapplaus für die beiden Stars kam der Genuss: Im ersten Akt hielten sich die Paradesänger noch zurück, Dirigent Marco Armiliato drehte den orchestralen Staatsopernsound auf volle Wucht. Ja, gegen dieses Klangvolumen anzukämpfen war an sich schon eine Aufgabe - sie gelang schließlich doch. Gheorghius "Vissi d’arte" rührte einfach, Álvarez’ "E lucevan le stelle" strahlte mit den traurigen Sternen um die Wette. eljko Luèiæ gab einen hervorragenden, wenn auch nicht letztgültig furchteinflößenden Scarpia. Jubel.




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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2013-09-06 16:51:06
    Letzte Änderung am 2013-09-06 21:07:46



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    CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

    Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

    Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

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