• vom 25.06.2014, 15:46 Uhr

Bühne


Theaterkritik

Unterirdisch




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Petra Paterno

  • Von Geistern, Schamanen und Hellsehern.

"Möchten Sie Geister sehen?" - Mit dieser Frage beginnt der zweistündige Parcours "Good Night, Vienna". Nach sechs Stationen durch die Wiener Innenstadt und Begegnungen mit Hellsehern, Geistersuchern, Schamanen und Wahrsagern lässt sich nicht mehr ganz ausschließen, ob es in Wien nicht doch spukt.

Den stärksten Gruselfaktor bietet wohl der Besuch der Ursulinen-Gruft. Die Katakomben befinden sich im Kellergewölbe der Musikuniversität in der Seilerstätte und liefern eine perfekte Kulisse für die Video- und Soundbespielung von dieb13. Ebendort lernt man dann die Vienna Ghosthunters kennen, die mit Infrarotkameras und speziellen Tonbändern die Stadt nach Geistern absuchen. "98 Prozent der paranormalen Phänomene können wir wissenschaftlich erklären", so einer der Geisterjäger. "Uns interessieren aber vor allem die restlichen zwei Prozent."


Der russische Performer Oleg Soulimenko hat für "Good Night, Vienna" zehn Experten in Sachen Esoterik dazu gebracht, dem Publikum etwas von ihren spirituellen Erfahrungen zu berichten. Die Bandbreite reicht dabei von skurril bis durchaus packend. Wie etwa Andreas Hirschs Einblick in ein schamanistisches Ritual oder Veronika Victoria Lamprechts Anleitung zur geomantischen Übung inmitten der Annagasse.

Schließlich ist man geneigt, der Hellseherin Silohee Elisabeth Gnugesser zuzustimmen, die meint: "Wien hat eine Lotusqualität." Wobei nicht ganz klar ist, was das sein soll, aber man findet es vermutlich in einem Wiener Keller.

Theater

Good Night, Vienna!

Eine mystische Erlebnisreise

durch Wien

Treffpunkt: brut/Künstlerhaus

Wh.: bis 28. Juni, 18 + 20.30 Uhr




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2014-06-25 15:50:05



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Kurz besucht Berlin - "taz" kommentiert mit Biss
  2. panik
  3. "Ein Produkt muss süchtig machen"
  4. Der niederländische Provokateur
  5. Neue Wege auf dunklen Straßen
Meistkommentiert
  1. Kurz besucht Berlin - "taz" kommentiert mit Biss
  2. "Wir sind ein dummes, gewalttätiges Land"
  3. Das Mittelmaß des Wahnsinns
  4. Kunst- und Kulturverbände präsentieren Forderungen an die Regierung
  5. "Trocknen Sie die homogenen Sümpfe aus"

Werbung



Wissensdurstig, neugierig, seelenvoll und nachdenklich sieht David Bowie auf den Aufnahmen aus. Hier in August Wallas Zimmer.

Die 75. Golden Globes wurden zur Bühne der Frauen mit einer Kampfansage an Sexismus, Missbrauch und Benachteiligungn. "Ich möchte, dass heute alle Mädchen wissen, dass ein neues Zeitalter am Horizont anbricht", sagte die US-Entertainerin Oprah Winfrey in ihrer Dankesrede nach Empfang des Ehrenpreises für ihr Lebenswerk - und rührte viele im Saal zu Tränen. "Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren." Deren Tage seien nun gezählt. Jetzt müssten alle dafür kämpfen, dass es in Zukunft niemanden mehr gibt, der als Opfer "Me too" sagen muss, mahnte Winfrey. Zur ganzen Rede Ein Gruppenfoto der PreisträgerInnen.

CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey, Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte.

Werbung



Werbung


Werbung