Tatsächlich fühlt man sich bei der "theatralen Prozession" des Theater Fink in die Kindheit zurückversetzt, an kindheitliche Nachtwanderungen erinnert. Die Route führt durch Wien-Landstraße: Schaufenster traditioneller Handwerksbetriebe, historische Meilensteine auf dem Weg in die aktuelle Krise erwachen in Gemeindebauten, auf Kinderspielplätzen und offener Straße zum Leben.
Akustisch begleiten die Karawane ein blinder Akkordeonist sowie ein Ghettoblaster. Taschenlampen beleuchten geschichtsträchtige Orte.
Der lechnersche Blick katapultiert die Menschentraube im Zeitraffer durch die Innovationsgeschichte. Gutenbergs Erfindung, Galileis Erkenntnis, Galvanis Errungenschaft: Sie alle werden fortschrittskritisch zur Rechenschaft gezogen. Bis Edi im göttlichen Zwiegespräch das Übel in der menschlichen Existenz selbst ortet.
Der Streifzug ist gleichsam eine historische Spurensuche: Der Dramatiker Jura Soyfer ging in diesem Bezirk zur Schule, die bespielten Werkstätten könnte er gekannt haben. Die Wanderung endet mit zukunftsweisenden Worten: "Es geht vorwärts, zurück in die Gegenwart, wo es auf uns ankommt!" Nachdruck verleiht ein dem Publikum vorgehaltener Spiegel.
Schnitzeljagd-artig präsentiert sich dieses erfinderische Figurenmitmachtheater, das vom Kleinkind bis zu den Großeltern alle zu unterhalten vermag.
Theater
Der Lechner Edi schaut ins Paradies
Von Jura Soyfer
Theaterfink/Wien
Nächste Termine: 16. bis 18.
September (0680/1265386)
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Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione...
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