• vom 18.10.2016, 15:01 Uhr

Bühne

Update: 18.10.2016, 15:57 Uhr

Tanz

Ein Fest dem Flamenco




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Von Verena Franke

  • Das Festspielhaus St. Pölten richtet in dieser Saison mit vier Tanzkünstlern ein besonderes Augenmerk auf die zahlreichen Darstellungsformen des Flamenco.

José Montalvo zeigt in "Y Olé!" einen bunten Tanzstilmix.

José Montalvo zeigt in "Y Olé!" einen bunten Tanzstilmix.© Foto: Patrick Berger José Montalvo zeigt in "Y Olé!" einen bunten Tanzstilmix.© Foto: Patrick Berger

Flamenco ist nicht gleich Flamenco. Das versucht das Festspielhaus St. Pölten in der aktuellen Saison den tanzbegeisterten Zusehern näherzubringen. Gezeigt wird Traditionelles mit Farruquito und Tomatito, gepaart mit Hip-Hop und Ballett bei José Montalvo sowie Flamenco à la Israel Galván, der seine Uraufführung von "La fiesta/Das Fest" präsentieren wird.

Juan Manuel Fernández Montoya alias Farruquito, Enkelsohn des legendären Flamenco-Tänzers Farruco, bringt mit seinem "Pinacendá" am 22. Oktober eine Hommage an seine südspanische Heimat als Österreich-Premiere auf die Bühne. Unter dem Motto "Andalucía significa todo - Andalusien bedeutet alles" tanzt er virtuose Drehungen mit Zapateado - eine staccato-ähnliche Fersen- und Schuhspitzen-Technik. Wie für seinen Großvater kommt Tanz für ihn einem Ritual, einer Philosophie, ja sogar einer Religion gleich.

Mit Strawinsky und Gitarre

José Montalvo, der langjährige Haus-Choreograf des Pariser Tanztempels Théâtre National de Chaillot, kehrt mit seiner neuesten Kreation "Y Olé!" am 26. November ins Festspielhaus zurück. In der Österreich-Premiere zeigt der Tanzschaffende einmal mehr sein vielfältiges und humoriges Bewegungsrepertoire vom klassischen Ballett über Flamenco und afrikanischen Tanz bis hin zu Hip Hop. Dazu passend ist der dazugehörige Soundtrack aus Pop Songs seiner Kindheit, Flamenco-Rhythmen und Strawinskys "Le Sacre du Printemps".

Der Inbegriff des Flamenco-Nuevo, der Gitarrist José Fernández Torres, genannt Tomatito, ist am 28. Jänner 2017 zu Gast im Festspielhaus und präsentiert sein Latin-Grammy-prämiertes Programm inklusive Flamenco-Tanz. Flamenco wird bei Tomatito auf vielschichtige Weise mit Jazz, Rock, Blues und Bossa Nova kombiniert. In den 80er Jahren entstaubte Tomatito den Flamenco - so ist auch der Aufschwung der Flamenco-Gitarre als Konzertinstrument nicht zuletzt ihm zu verdanken. Als Meilenstein seiner technischen Virtuosität gilt sein Solo-Album "Barrio Negro" von 1991. Begleitet wird er an diesem Abend unter anderem von seinem Sohn, Tomatito Hijo, an der Gitarre.

Israel Galván präsentiert im Rahmen einer Residenz und in Koproduktion mit dem Festspielhaus St. Pölten am 6. Mai die Uraufführung von "La fieste/Das Fest". Neun tanzende Stimmen und singende Körper treffen hier aufeinander. Galván - zuletzt beim diesjährigen Impulstanz-Festival zu sehen - dekonstruiert und erweitert den typisch spanischen Tanz um eigenwillige Elemente: "Flamenco puro" nennt er seinen Stil, der Flamenco mit Tanztheater und zeitgenössischen Tanz zusammenführt - inklusive Showeffekten.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-10-18 15:05:07
Letzte nderung am 2016-10-18 15:57:21



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