• vom 25.11.2016, 16:23 Uhr

Bühne

Update: 29.11.2016, 12:27 Uhr

aktionstheater ensemble

Aufmerksamkeit, bitte!




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Nina Flori

  • Das Aktionstheater Ensemble ist mit dem neuen Stück "Immersion" auf Tour.

M. Hemmer (r.) und M. Bilgeri spielen sich selbst.

M. Hemmer (r.) und M. Bilgeri spielen sich selbst.© G. Breitwieser M. Hemmer (r.) und M. Bilgeri spielen sich selbst.© G. Breitwieser

Michaela Bilgeri berichtet aufgebracht über die Ungerechtigkeit, dass eine Darstellerin für einen Provinz-Werbeclip in den sozialen Medien viel zu viel Aufmerksamkeit erhält. Obwohl sie doch nur herum stolziere und im Stehen ein Bein anwinkle, was doch wirklich jeder könne. Andreas Hemmer erzählt von seiner Partizipation bei einer französischen Filmproduktion im Himalaya. Leider sprang für ihn nur eine Statistenrolle dabei heraus. Der einzige Satz, den er zu sagen gehabt hätte, wurde gestrichen. Und auch Andreas Jähnert ist nicht vom Erfolg gekrönt: Die Gelegenheit ein Gedicht auf einer Gala vor der wirtschaftspolitischen Prominenz Deutschlands vorzutragen, verhilft ihm nicht zum erhofften Durchbruch als Poet.

"Immersion. Wir Verschwinden" heißt das aktuelle Stück von Martin Gruber und dem Aktionstheater Ensemble. Die Schauspieler spielen sich darin selbst und kämpfen mit ihren persönlichen Geschichten gegeneinander um die Aufmerksamkeit der Zuseherinnen und Zuseher, nach der sie sich stark sehnen.

Information

Theater
Immersion.
Wir verschwinden
von Martin Gruber und dem Aktionstheater Ensemble
Wien, Dornbirn, Bregenz
Bis 10. Dezember

Sonja Romei und Kristian Musser untermalen die verschiedenen Erzählstränge - die durchaus humorvoll sind - mit minimalistischen, wohlklingenden Versionen früherer Hits. Anlässlich des drohenden Rechtsrucks habe man sich nämlich entschlossen, nur noch Komödien aufzuführen, erfährt das Publikum.

Immer wieder halten die Ensemblemitglieder inne und müssen scheinbar überlegen, was sie dem Publikum noch alles erzählen könnten. Das ist wohl ein ironischer Blick auf die Theaterarbeit und mitunter witzig. Es lässt aber auch ein wenig den Wunsch aufkommen, dass hinter der geplanten Zufälligkeit der Erzählungen, etwas mehr Konzept gestanden hätte.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-11-25 16:26:14
Letzte nderung am 2016-11-29 12:27:26



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der König mit der groben Klinge
  2. Kunstvolles Scheitern
  3. Alle Ehre dem Wortwitz
  4. "Wir sind viel mutiger,
    als es den Anschein hat"
  5. Auf der dunklen Seite der Welt
Meistkommentiert
  1. Allahs religiöser Supermarkt
  2. Der König mit der groben Klinge
  3. "Wir sind viel mutiger,
    als es den Anschein hat"
  4. Das Zeitalter der Einfälle
  5. "Abscheu vor dem Islam"

Werbung



Zu Gast bei der äthiopischen Nacht: Der Circus Debre Berhan aus Äthiopien.

Der kanadische Sänger Leonard Cohen posiert auf einer Schienenschwelle, aufgenommen am 25.04.1976 anlässlich eines Konzertes in Frankfurt am Main. Vanitas-Köpfe (Memento Mori), 1. Hälfte 17. Jahrhundert, Elfenbein, 
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer.

Dieses Papier sorgt derzeit für Diskussionen in Hollywood: Angelina Jolie hat "aufgrund unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung von Brad Pitt eingereicht.

Werbung