• vom 09.01.2017, 15:58 Uhr

Bühne

Update: 09.01.2017, 17:20 Uhr

Opernkritik

Ein Belcanto-Blumenstrauß




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Von Daniel Wagner

  • Repertoire, überzeugend besetzt: "La sonnambula" an der Wiener Staatsoper.

Strahlende Höhen: Juan Diego Flórez.

Strahlende Höhen: Juan Diego Flórez.© Staatsoper/Pöhn Strahlende Höhen: Juan Diego Flórez.© Staatsoper/Pöhn

Es gibt nicht viele Abende im Opernbesucherleben, die so ganz der Fröhlichkeit und dem Schönklang hingegeben sind. Gerade ein solcher Abend wurde die Wiederaufnahme von Vincenzo Bellinis Werk über die schlafwandelnde Schönheit Amina im Haus am Ring. Gebettet war diese "Sonnambula" auf einem grundsoliden Dirigat von Guillermo García Calvo, das den Sängern und dem impulsiv agierenden Staatsopernorchester durch bisweilen niedrige Tempi zwar einiges an Durchhaltevermögen abverlangte. Doch Calvo wollte die charmante Partitur voll auskosten, und das konnte er auch mit diesem Ensemble.

Allen voran mit dem produktionserfahrenen Elvino. Juan Diego Flórez’ strahlende Höhen ließen das Publikum der Wiener Staatsoper ein weiteres Mal in dieser Saison entzücken: Schon das Verlobungsduett "Prendi l’anel ti dono" eröffnete er plakativ und emotionell berührend mit seiner Amina. Apropos: Daniela Fally debütierte als die traumhaft starke Titelheldin, und wer sollte da nicht betört sein? Egal ob verliebt, verzweifelt, schlafwandlerisch oder den Traum der Versöhnung erlebend: Fally machte ihrem Ruf als besondere Sopranistin der jüngeren Generation alle Ehre. Spätestens vom finalen "Ah, non giunge"-Auftritt in großer Abendrobe war das Publikum restlos überwältigt.

Information

Oper
La sonnambula
Wiener Staatsoper (01/5131513)
Wh.: 10. und 13. Jänner

Rundum Vergnügen

Beste Ergänzung boten weitere Debüts des Abends: Mit Luca Pisaroni war der verschollene Conte Rodolfo souverän und sonor besetzt, auch Rosie Aldridge (Teresa) und Manuel Walser (Alessio) gefielen. Maria Nazarova überzeugte zudem als spritzige, stimmsichere Verführerin Lisa.

So bereitet Belcanto rundum Vergnügen.





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Opernkritik

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-01-09 16:03:08
Letzte nderung am 2017-01-09 17:20:09



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